Anspruchsvoller, politischer Thriller mit einem ueberdurchschnittlichen Dominic Purcell
Zugegeben: Der Titel ist irrefuehrend. Hierbei handelt es sich um ein Remake des Frank Sinatra Thrillers "Suddenly" und so heisst der Film auch in Nordamerika. Davon sollte man sich allerdings nicht beirren lassen. Uwe Boll liefert hier ein hochunterhaltsames Drama ab, aus dessen geringem Budget er das Maximale herausholt und mit scheinbar hoher Konzentration an das Projekt heranging. Die Story: Der US-Praesident kommt zu Besuch in eine Kleinstadt, parallel dazu erlebt man die Leidensgeschichte eines Cops (Ray Liotta) und die Attentatsplanungen einer Gruppe gebeutelter, falscher FBI-Agenten (ueberzeugend: Dominic Purcell). So verlaufen verschiedene Handlungsstraenge zum unvermeidlichen Showdown. Die Atmosphaere des Films wird vor allem durch die tollen Aufnahmen der klammen, grauen Kleinstadt und die umliegende Natur getragen, die Dialoge fuehren die Zuschauer durch Wendungen und tiefe Charaktereinblicke.
Fans von anspruchsvollem Thriller-Kino geben Operation Olympus nicht nur eine kleine Chance, sondern holen sich hier mehr ab, als anderthalbstunden Abendunterhaltung: Eine liebevoll inszenierte, fesselnde Politstory mit sehr guten Schauspielerleistungen, Herz und Verstand, die in jeder Sekunde Freunde von nordamerikanischem Flair begeistern wird.