Sehe ich, bezogen aufs Gameplay, komplett anders. Natürlich erfindet Uncharted das Rad nicht neu, es bietet die Gameplayelemente die man erwartet, aber die sind ausnahmslos auf einem sehr hohen bzw. eigentlich Referenzniveau für das Genre.
Die Actionszenen fühlen sich sehr gut an, haben ein sehr gutes, vertikales Leveldesign und lassen sich fast alle auch schleichend lösen. Die Rätsel sind hervorragend ins Spiel integriert, es sind zwar keine riesigen Kopfnüsse, aber bieten im Spielverlauf schon das ein oder andere nette Element. Richtig schwere Rätsel an denen man länger hängt wären imo auch für das Design des Spiels kontraproduktiv.
Und auch die Klettereien findet man eigentlich ein keinem Action Adventure besser. Die Steuerung ist sehr natürlich, flüssig und durch oftmals mehrere Wege zum Ziel kommt man sich viel seltener wie in einem Schlauch vor.
Bzgl. Gameplay liegen zwischen QB und U4 Welten.
Am Ende hast du natürlich schon irgendwie recht, schleichen, schießen, klettern, fahren und rätseln sind für sich jetzt keine superinnovativen Gameplayelemente, die hervorragende Umsetzung, die perfekte Verzahnung und das ebenso perfekte Pacing machen aus Uncharted etwas besonderes, das der Genrekonkurrenz deutlich Voraus ist.
Dazu diese unfassbare Liebe zum Detail. Wenn ich alleine an die genialen KI Begleiter denke, die sich fast anfühlen als würde man Coop spielen, die ein Eigenleben haben und auf Dinge reagieren wie ich es noch nie in einem Videospiel gesehen habe. Normalerweise hasse ich es einen KI Kumpanen auf den Buckel gebunden zu bekommen, weil der in der Regel nicht besseres zu tun hat als einen aus der Immersion zu reißen... hier liebe ich ihn.
Ich könnte noch weiter ins Detail gehen, dann wird's aber zu viel Spoiler. Von daher, erstmal durchzocken, dann diskutieren.