Film Zuletzt gesehener Film, Klappe die 9.

Lego Movie 2

der erste Teil war besser, aber war dennoch ganz cool. Kind fand ihn auch gut und ich hoffe, er hat die Meta Ebene auch verstanden :D
 
Snowpiercer (2013) von Bong Joon Ho mit Chris Evans


Endlich mal geschaut. War nie begeistert vom Trailer, aber das ist ja ein Bong Joon Ho Film... und nachdem ich Vivarium geschaut habe, dachte ich mir ein weiterer Film, der eine Parabel sein möchte, als Vergleich wäre nicht schlecht.

Der Film ist sicher einmal sehr unterhaltsam und geht schnell vorwärts - Richtung Lokomitive. Der Film arbeitet viel mit der visuellen Darstellung von diversen sozialen Strukturen und versteckt diese nicht. Hier wird nicht versucht eine versteckte Botschaft zu übermitteln, sondern zeigt diese ziemlich blank auf dem Tisch.

Hier hat man aus den zwei Stunden so ziemlich alles rausgeholt. Ich würde verstehen, warum manch einer den Schluss des Films nicht mag. Sehr zufriedenstellend ist die Idee von dieser Ungewissheit für viele nicht, aber im gesamten doch die logischte Schlussfolgerung, wenn die Menschheit eine Chance haben möchte, wenn auch nur eine sehr geringe Chance - aber besser als der Status Quo (?).

7 von 10 Punkte.
 
Color out of Space (2020) von Richard Stanley mit Nicolas Cage


Und weiter geht's mit dieser Kurzgeschichte-Verfilmung eines der H.P. Lovecraft's Geschichten.
Die Musik nervte zwischenzeitlich mit zu viel Vordergrunduntermahlung. Die Charaktere wirken für mich eher dümlich und wenig konsequent in ihrer Handlung - oder hat hier Richard Stanley den Faden bisschen verloren (schliesslich sein erster Film seit 28 Jahren, wenn man Island of Dr. Moreau zählen darf).

Wenn man die Lovecraft-Welt nicht kennt, kann der Film frustrierend sein. Für Lovecraft Fans gibt es halt nicht viele Verfilmungen - kein Wunder, dass manche diesen Film genau deswegen mögen möchten.

5 von 10 Punkte.
 
Domino (2019) von Brian De Palma mit Nicolaj Coster-Waldau


Für Brian De Palma Fans gibt es ein paar Brian De Palma Referenzen im Film zu begutachten, aber man wird merken, hier war die Produktion unter konstanter Geldmangel - oft hat man das Gefühl De Palma hätte mit mehr Zeit hier auch visuell und bei Sets mehr herausgeholt. Dennoch wäre der gesamte Eindruck leider nur minder besser gewesen.

Thematisch greift Brian De Palma ein interessantes Thema auf: Wie Terroristen mit neuen Technologien und Social-Medien umgehen.

5 von 10 Punkte (Abzüge wegen untypisch wenig starke Setups und Sets, die man von De Palma gewohnt ist).
 
Three Billboards Outside…

Super gespielt, schön ironisch und ging zumindest mir sehr nah.
Aber Spaß am schauen hatte ich nicht. Ich merke einfach, dass ich solche Themen nicht mehr so gut vertrage und wegstecke. Da denke ich mich einfach zu tief rein. Wer hier bessere emotionale Distanz wahren kann, wird hier aber einen richtig guten Film vorfinden. Ich schau lieber weiter Marvel Filme. ;)
 
Shape of Water

Ein kleines Märchen im Noir Stil der 50er Jahre.
Kalter Krieg, Gewalt, Freundschaft, Verrat... All das und dazwischen geht es um Minderheiten, soziale Ausgrenzung und Trauma Bewältigung

Schöner Film mit toller Ausstattung und Atmosphäre aber auch etwas Luft nach oben

Drehbuch und Regie von und durch del toro, d.h. eines seiner Wunschprojekte neben den vielen Geld Projekten ;)

7.5/10
 
VENOM

Bisher meide ich viele Comic-Verfilmungen, Venom hat mich direkt gar nicht interessiert. Nun lief der neulich im Free-TV und ich bin tatsächlich kurz darauf hängen geblieben und musste feststellen, dass der mit Tom Hardy ist. Das ging komplett an mir vorbei. Nachdem aus dem "kurz reinzappen" 20 Minuten schauen wurde, haben wir ihn nächsten Tag bei Netflix gesehen und ich bin tatsächlich begeistert. Ich mag Tom Hardy auch einfach gern sehen.
Überraschende 7/10
 
Three Billboards Outside…

Super gespielt, schön ironisch und ging zumindest mir sehr nah.
Aber Spaß am schauen hatte ich nicht. Ich merke einfach, dass ich solche Themen nicht mehr so gut vertrage und wegstecke. Da denke ich mich einfach zu tief rein. Wer hier bessere emotionale Distanz wahren kann, wird hier aber einen richtig guten Film vorfinden. Ich schau lieber weiter Marvel Filme. ;)
Ich kenne das - manchmal schaue ich mir solche Filme gar nicht erst an, aber bei Billboard war das für mich Ok. Der Schluss gab mir doch etwas zurück. Was bei mir schlimmer wäre, wenn ich jetzt so ein Film wie Dancer in the Dark schauen würde. Das würde mich schon eher kaputt machen.

Aber Marvel Filme schauen wäre mir doch zu plump. Wie wäre es mit Doris Day oder Peter Sellers oder It's a Mad Mad Mad Mad World? :biggthump
 
Spencer (2021) von Pablo Larrain mit Kristen Stewart


Wie am Anfang des Films steht: Eine Fabel nach einer wahren Tragödie. Hier nehmen sich die Filmemacher die kreative Lizenz die Weihnachtstage aus der Sicht von Princess Diana zu zeigen, wo sie schon 10 Jahre Prinzessin ist und ihre Beziehung zu Prince Charles schon lange abgekühlt war.

Die Performance von Kristen Stewart ist super und scheinbar laut Augenzeugen, die mit der echten Diana zu tun hatten, fast perfekt.

7 von 10 Punkte.
 
Executive Decision (1996) von Stuart Baird mit Kurt Russell


Der beste Flugzeutentführungsfilm - einfach klasse und old-school action-thriller der 90er macht einfach spass! Besser geht's fast nicht mehr.

Ungerecht wie gut Halle Berry hier aussieht, so makellos und hübsch. :hail:

8 von 10 Punkte.
 
The Power of the Dog (2021) von Jane Campion mit Benedict Cumberbatch


Ein guter Film, der eigentlich ein Meisterwerk hätte sein müssen. Schon wieder ein Film, dessen Potential im Nachhinein gesehen, vergeigt wurde.

Cumberbatch und Smit-McPhee sind brilliant. Kirsten Dunst kann hier wohl nichts dafür, dass Jane Campion hier den Verstand verloren und die Rolle praktisch schlimmer als Klischee verkauft hat. Jesse Plemons ist sehr gut, hat aber fast nichts zu tun - auch schade.

Am Anfang war ich noch bisschen skeptisch (hoffentlich nicht so ein klischee-beladenes möchtegern Drama masketiert als Western). Die erdrückende Stimmung generiert durch Cumberbatch zog mich doch in den Bann. Schwachpunkt kommt mit der Darstellung des Charakters von Kirsten Dunst. Die scheint mir von Anfang an zu zerbrechlich, fragil, porzelanmässig drauf zu sein. COVID-19 hätte sie in fünf Sekunden umgebracht.

Danach kommt der beste Teil des Films. Verschnaufspause. Erleben wir eine Kehrtwende? Wohn führt das? Der Schluss hat auch so seine Probleme, auf die ich jetzt nicht so spezifisch eingehen möchte. Western kommen und gehen... dieser hier lebt leider nur von Cumberbatch und Smit-McPhee.

7.5 von 10 Punkte.
 
Cumberbatch als fieser Bruder umgeben von anderen sehr guten Schauspieler(innen) ergeben eine sehr sehenswerte Mischung. Dazu tolle Bilder, ein fieser, düsterer Score und im allgemeinen eine bedrückende Stimmung ABER der Film ist schon sehr langsam erzählt. Lange Einstellungen, lange Dialoge, sehr ruhiges Erzähltempo das er bis zum Schluß konsequent durchzieht. Film geht knapp über zwei Stunden fühlt sich aber irgendwie länger an. Ich war nie gelangweilt oder so, aber ne allgemeine Empfehlung kann ich dann doch nicht aussprechen. Wer sich eher zur Fraktion Marvel oder Popcornkino zählt, kann den getrost links liegen lassen. Alle anderen sollten aber mal nen Blick riskieren, denn der Film hat definitiv seinen Reiz
 
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