E
Enrico Pallazzo
Guest
Hab zuletzt die erste Staffel von Hannibal gesehen. Einfach großartig.
Hannibal Lecter gegen Will Graham bzw. hochintelligenter Psychopath gegen einen FBI-Profiler mit unbegrenzter Empathie. Mads Mikkelsen ist die perfekte Besetzung für Lecter, da jagt es einem wirklich Schauer über den Rücken wenn man ihm bei seinem durchtriebenen Spiel zuschaut. Die Produktion ist für eine Serie auch phänomenal, absolut kinotauglich.
So ganz vom Hocker gerissen hat mich das nicht. Ist ja alles ganz nett, aber die Lobeshymnen die man so hört kann ich nicht ganz nachvollziehen. Der Einstieg in die Serie ist schon sehr zäh, die ersten fünf, sechs Folgen fast schon langweilig. Dann nimmt es langsam Fahrt auf, aber wirklich nägelkauend saß ich nie vor dem Fernseher. Mir war der ganze Cast auch einfach unsympatisch. Das ist bei Lecter ja noch vertändlich, aber auch Graham war einfach nur ein labiles, langweiliges Wrack. Zwar beeindruckend gespielt, aber ich konnte nie nachvollziehen, warum man mit ihm jetzt mitfiebern sollte.
Die Gewalt war mir auch einfach zu plakativ und stumpf, weniger wäre hier wirklich mehr gewesen. Ob nun der Totem, der Konzertsaal oder die Engel ... muss man das wirklich minutenlang in aller Deutlichkeit zeigen? Soll das schocken? Mich hats gelangweilt. Und dann diese platten Schnitte zum Essen der Woche ... ne ging gar nicht. Die "Fälle" an sich waren auch eher lahm, die Auflösung meist nicht der Rede wert, die "Gabe" von Graham doch arg an den Haaren herbeigezogen ... ich könnte hier noch ewig weitermachen, wollte aber eigentlich nur anmerken, das die Serie jetzt nun wirklich nicht der große Knaller ist, den man unbedingt gesehen haben müsste. Vielleicht aber auch einfach nur nichts für Vegetarier




Bitte keine Spoiler auf die nächsten Folgen 
