Brettspiele Sammelthread

Klassisches „Resourcen“-Spiel.

Ziel ist: Man braucht von allen Farben jeweils eines und gesamt 16 Punkte:
Die Helden werden nach Kategorien in drei Reihen aufs Brett gelegt.

Jeder Held kostet unterschiedlich. Auf dem Helden sind also unterschiedliche Kosten (Farben) drauf und die geben Punkte. Man bezahlt mit Chips.

Pro runde kann man entweder aus dem Chippool was nehmen oder einen Helden kaufen.

Wenn man einen Helden gekauft hat, dann darf man die Resourcenkosten nun mehr auch zum Einkaufen nehmen.
Die teuersten Helden geben als einzige die grüne Farbe.
Man kauft sich also von „unten nach oben“ hoch.

was witzig ist: Man darf auch Helden vom Brett „redervieren“ (Max 3 gleichzeitig) und die dann von der Hand später spielen. Damit kann man dem Gegner also die Fatben stehlen, die derjenige braucht.

nun ja. So wird gespielt!
Geiles Ding btw. Gabs zu Weihnachten!
 
Da zieh ich doch glatt mal mit :D 7th Continent ist top, hab mich durch den ersten Fluch aber ein bisschen durch beschissen. Hatte den Refresh Mechanismus durch das (logisch nachvollziehbare) jagen/rasten zuerst nicht gerafft. 7th Citadel natürlich bei Kickstarter am Start. Sleeping Gods liegt hier auch noch ungespielt rum aus der Kampagne, wollte ich mit meiner Frau angehen, wird ja mechanisch/erzählerisch gerne mit Zelda in Verbindung gebracht. Hattest du schon andere Ryan Laukat Spiele am Start?

Bei uns waren in den letzten Wochen die folgenden Titel am Start:

Fantastische Reiche:

Imo DAS Spiel des letzten Jahres. Klassicher Fall von easy to learn, hard to master. Im Prinzip: Engine Builder / Programmierspiel mit einer übersichtlichen Anzahl von Karten. Das Scoring am Ende kann einen etwas überfordern, eine Mobile App (aktuell glaub nicht mehr problemlos erhältlich wg. der Erweiterung) bzw. (üble) Web App. Mit etwas Übung bekommt man aber recht schnell die Kontrolle über die Kartenhand und kennt die Abhängigkeiten. Die Erweiterung liegt auch schon hier, hatten aber bisher noch keine Lust drauf, verwässert das Original etwas und scheint eher unnötig zu sein. Wer es noch nicht hat: Pflicht! Kleiner Wermutstropfen: Die Illustrationen sind aus der Design-Vorhölle, nicht grundlos: Wer Bock hat, einfach mal das Studio aus der Anleitung googeln. WTF.

Red Rising geht btw. mechanisch in eine ähnliche Richtung, ist dabei aber etwas komplexer und aufgrund der Vielzahl an Karten wohl (erst einmal gespielt) schwerer zu handeln. Könnte sich aber mit mehr Spielerfahrung noch ausgleichen.

Fort:

Ich liebe die Illustrationen von Kyle Ferrin (fantastisch: Root, Oath). Ebenfalls ein kleiner, thematisch spaßiges Set Collection / Engine Builder Card Drafter. Im Prinzip: Zwei Kinderbanden, jeder will sein Fort bauen und braucht dafür Buddies vom Spielplatz. Bezahlt wird in Pizza / Spielzeug und es spielt sich recht schnell und easy (außer man hat so nen minutenlang Überstrategen wie meine Frau am Tisch :D) in 30-45 min. Tooles Ding, recht günstig (< 30 EUR), mit tollem Spielmaterial und einer kleinen, gut sortierten Schachtel. Love it.

Root:

Passend dazu, endlich mal wieder Root auf den Tisch gebracht. Ganz klar ein rundes, asymetrisches Meisterwerk mit durchdachten Fraktionen. Wir haben ganz klassisch Marquis de Cat vs. Eyrie (Vögel) gespielt. Schwer zu beschreiben: Es spielt sich einfach hervorragend. Die Katzen versuchen halt durch ihre Bauwerke überall Dominanz aufzubauen während die Vögel durch ihre Vorgaben nach und nach eine Übermacht aufbauen können, vorausgesetzt, keiner durchkreuzt die Pläne.

Streets:
https://boardgamegeek.com/boardgame/279720/streets

Ganz frisch gerade gespielt, ist "nett". Man baut mit den Karten Straßen nach vorgegebenen Anlegebedingungen, wenn man die Straße abschließt wird diese gewertet. Sieht toll aus, spielt sich fluffig, der Wertungsmechanismus scheint ein bisschen die Krux zu sein. Dazu kommt "eigentlich" tolles Spielmaterial aber total bescheiden Punkte/Geldmarker in einem komplett unnötigen Säckchen verpackt. Da wäre eine abwischbare Punktetafel o.ä. wesentlich sinnvoller gewesen.

FlipperMania:

Roll&Write mit abwischbaren Flippertischen und Extra Punkte Taffeln. Das Thema wird fantastisch umgesetzt, man wandert quasi mit seiner Spielfigur - einer Flipperkugel - über die Tafel und orientiert sich dabei an den Regeln eines Flippertisches, d.h. Ball fliegt grundsätzlich nach unten, bei Bumpern kann die Kugel zu einem anderen Element springen, falls mehre Elemente bei einer Reihe markiert werden gibt's Boni wie Multiball etc. Dabei wird gewürfelt und mit dem Ergebnis dann eines der Elemente angekreuzt und ggf. auch wieder weggewischt, irgendwann gibt's auf den Schlägern keine Wahl mehr und der Ball geht ins aus.

Funktioniert grundsätzlich wunderbar, aber: Es spielt sich leicht zäh, lag aber ggf. auch an der Runde mit ständig nachfragenden Kindern und - oben schon erwähnt - super optimierenden Frau. Das Spiel muss imo schnell gespielt werden damit es funktioniert, kleiner Nachteil: Geht asynchron nach dem dritten Ball zu Ende. Wenn es dumm läuft spielt einer noch ein paar Minuten nach.

Welcome to the Moon:

Pflichtkauf! Imo das besten aktuell auf dem Markt erhähtlich Flip&Write. 8 unterschiedliche, abwischbare, thematisch aufeinander aufbauende Tafeln inkl. einer recht umfangreichen (aber optionalen) Kampagne welche die einzelnen Spieltafeln und deren Mechanismen vorstellt. Gespielt wird dabei aber immer mit den gleichen Karten (+ bisschen extra aus der Kampagne, aber auch optional) und es ist mechanisch einfach großartig und wunderbar ausbalanciert.

Roll Player Adventures:

Mal endlich den Kickstarter auf den Tisch gebracht, die erste Mission solo gespielt. Hat einen tollen 80/90er Jahre Fantasyvibe und ist mechanisch "interessant". Orientiert sich dabei natürlich stark an den bekannten RollPlayer Mechaniken, Charaktere lassen sich sogar importieren. Wirkt auf den ersten Blick wie eine Materialschlacht, liegt aber an den unzählichen Kampagnenbüchern, ist auf dem Tisch sogar überraschend übersichtlich. Im Prinzip verfolgt man mit einem vorher generierten Charakter die Geschichte mit recht viel Storyelemente, legt dabei mit seinen Würfeln entsprechende Proben ab und kämpft mit diesen auch. Dazu kommt ein manipulierbarer Erschöpfungsmodus. Der Ersteindruck ist spannend und durchaus fordernd.

Aeons End:

Wir haben zu zweit die erste Legacy Box letztes Jahr ja durchgespielt und zocken jetzt ab und an mal das "normale" Spiel. Ist einfach ein tolles, kooperatives, hochvariables Deckbuilding-Spiel.

Die zweite Legacybox kam vor Weihnachten auch noch an via Kickstarter, aber leider extrem beschädigt, mit fehlenden Komponenten, zerdrückter Box usw. War tierisch angepisst, bekomm aber wohl Ersatz. Alles dokumentiert natürlich, bin gespannt.

Edit: Aber: Der ganz heiße Scheiß ist momentan Skip-Bo, das spielt der Kleine hoch und runter, läuft auch im Kindergarten. Ist auch recht spaßig :D
 
7th continent hab ich auch hier. müssen es mal wieder spielen. immer mal wieder, wenn man vergessen hat, wo was ist :D

sleeping gods - da bin ich gespannt. hab es noch nicht gespielt. aber hab da meine zweifel dass es was für mich ist, da ich mit den kleinen ungebundenen quests ala eldritch nicht so viel anfangen kann. es ist nett - ich find eldritch auch klasse, haben es ja auch hier im schrank - aber eine gewisse geführte narrative find ich immer besser.

haben am wochenende besuch gehabt und king of tokyo und port royal gespielt. bei uns mit abstand das meist gespielte kartenspiel. ausserdem noch smart 10 - kommt auch immer gut
 
achja, ich will mich mal an die regeln vom ringkrieg ranmachen. irgendwie drücke ich mich immer darum. soll ja so toll sein für 2 spieler und richtig episch.
da wir noch zusätzlich herr der ringe fans sind, ist es eigentlich pflicht für uns
 
@[digi] @ChiefRayCrowNayBug Sagt mal, wie wär's eigentlich mal mit nem kleinen Brettspielwochenende, wenn der ganze Coronascheiß mal vorbei ist. Irgendeinen epischen Shit einfach mal locker durchziehen? :D

Btw. ganz vergessen:
Arche Nova

Angefangen zu spielen, aber nach einer Stunde und angepisster Frau / Tochter erst mal abgebrochen und solo versucht ein paar Runden zu drehen. Thematisch - der Vergleich zum genialen Terraforming Mars passt - ein Knüller. Mechanisch aber leider - zumindest auf den ersten Blick - weniger. Etwas überkomplex, komplizierte Icons und es wirkt etwas überdimensioniert, als wäre weniger mehr gewesen (analog zu Dinosaur World). Kann noch was werden, bisher aber keine Lust gehabt, es noch mal auszupacken.
 
ich wär durchaus dabei ;)

@ark nova
wird ja momentan sehr gehyped... der vergleich mit tfm macht mich sehr neugierig. vielleicht bekomme ich ja die gelegenheit dazu es auch mal anzuspielen. wir kommen aber oft gar nicht mal dazu tfm zu spielen weil es bei uns meist länger geht. 3 stunden minimum.
 
Dito :love: und kriegen wir hin :) Ich bin ja eigentlich eher der total Heimscheißer, aber selbst mich treibts mittlerweile raus, schon kleiner Lagerkoller ^^

Schauen uns nachher übrigens mal Canvas an (liegt schon in der Kickstarter Version länger hier, kommt afaik aber auch auf deutsch):

Und recht frisch eingetrudelt ist "Wonderbook", sehr cooles Konzept mit dem Pop-Up Buch. Befürchte aber, dass es spielerisch nicht wirklich viel taugt. Die Gegner (gibt nur einen Typus, das ist schon mal recht mau) gestern mit der Airbrush bearbeitet, die Spielerfiguren sind heute dran. Wirken aber auch arg generisch vom Design her:

 
Gebacked hab ich ISS vanguard mit 300 Euro oder so. Ich hasse mich jetzt schon dafür. Und ich bin kurz davor, dieses Too many bones (https://gamefound.com/projects/chip-theory-games/too-many-bones-unbreakable) zu backen - die deutsche Version.

Beides drin, ISS Vanguard wird sich lohnen, die Awaken Realms Sachen sind top, wird aber nicht vor 2023 eintrudeln (Dreadnought Pledge btw, 244$, haste da noch Sundrop bei dir drauf gelegt?). Too Many Bones aber nicht All-In, "nur" Unbreakable und Basis. Chip Theory hat aber auch den verdienten Ruf (Cloudspire liegt im Schrank, natürlich massiv bespielt hust) hervorragende Spiele + Materialien zu produzieren.

Hier ist vorgestern noch Titan eingetrudelt:


Geniales Spielbrett, beschissene Verpackung. Ich zahl gern 10-20 EUR mehr, wenn dafür alles ordentlich einsortiert werden kann.

Aeons End - Legacy of Gravehold kam btw. direkt noch mal komplett neu an. Top Service!
 
Btw. übertreib's nicht, aber :D ... Beyond the Sun schon auf der Liste?


Leider erst einmal gespielt, könnte wg. mir öfter auf den Tisch. Brauch dafür aber eine andere Spielrunde OHNE meine Frau :D

Quasi hochvariables Tech Tree Worker Placement und Expansionsspiel, bisschen 4X light. Ist auf dem Tisch auch weitaus weniger trocken, als es auf den ersten Blick wirkt. Kann ich dir nur wärmstens empfehlen.
 
„Collectively“. Ich bin da mittlerweile satt von.

Wie meinste? :)

Taugt eigentlich Aeons End?

Wenn du Deck Building und kooperative Spiele magst, definitiv. Dazu hat es noch einen (für Brettspielverhältnisse) recht starken Story Background der recht unaufdringlich/optional transportiert wird. Design ist ein bisschen Geschmackssache, hat halt wieder so ein 90er D&D Fantasy Flair. Hängt natürlich von der Gruppe ab, war bei uns sogar immer bisschen kompetitiv, quasi wer den stärkeren Charakter und die besseren Spells etc. hat. Wir haben es insgesamt nicht so eng und in Teilen sogar falsch gespielt, war aber nicht wirklich dramatisch. Die Kämpfe spielen sich recht dynamisch und überraschen durch die flexible Zugreihenfolge und das Monster Deck immer wieder. Dazu kommt natürlich noch die variable Auslage des Marktes, kann man aktiv gestalten oder via Auswahlkarten (wie bei Dominion) dem Zufall überlassen.

War - aber hauptsächlich aufgrund der Legacy Box - das meistgespielte Spiel im letzten Jahr.
 
Aeons End ist recht schwer find ich. Wir sind ja immer noch nicht über den ersten Boss hinaus gekommen. Aber zugegeben schon ewig nicht mehr gespielt.

Aber von den Deck buildern die ich kenne der, der noch am ehesten zu berechnen ist, da Karten nicht gemischt werden
 
Aeons End ist recht schwer find ich. Wir sind ja immer noch nicht über den ersten Boss hinaus gekommen. Aber zugegeben schon ewig nicht mehr gespielt.

Aber von den Deck buildern die ich kenne der, der noch am ehesten zu berechnen ist, da Karten nicht gemischt werden

Stimmt, mit dem mischen ist auch noch ein Alleinstellungsmerkmal. Aber wenn ihr den ersten Boss nicht geschafft habt: Guckt die Regeln ggf. noch mal durch, ggf. was übersehen?

Wonderbook laut Packung ab 10, richtet sich aber klar an Kinder. Hätte da kein Problem mit dem Kleine (6) zu zocken. Kann natürlich bisschen nach hinten losgehen, geh aber nicht davon aus. Riecht bisschen nach generischem Kinder-Abenteuer.
 
Den ersten geschafft aber nicht weiter :)

Der zweite mit seinen Drohnen erfordert wieder eine ganz andere Taktik. Macht aber natürlich auch den Reiz aus.
 
Ahh... ok, aber das weißte dann beim zweiten Versuch und kannst dann die Auslage auch passend gestalten / Strategien anpassen.
 
Slay the Spire bekommt btw. eine Brettspieladaption, könnte interessant werden:
 
Wonderbook

Erstes Kapitel - findet noch auf der Rückseite des Buches statt - ca. 1 1/2 Std. gespielt und der erste Eindruck ist positiver als ursprünglich erwartet. Mechanisch darf man dabei nicht zu viel erwarten. Dungeon-Brawler mit leider recht eintönig gestalteten Gegner und bekannten Mechaniken, erinnert dabei leicht an Andor. Gegnerkarten wirken etwas unbalanciert, kann aber täuschen, der Stapel wächst mit den Kapiteln an. Könnte ein Schwachpunkt bleiben, ist aber zumindest mal fordernd und man muss als Gruppe defintiv zusammenspielen. Hatten fast einen Wipe, als eine Karte aufgedeckt wurde, die direkt 3 Gegner ins Spiel bringt mit 3 Aktionen, letztere gelten für alle Monster auf dem Brett und das sind im worst case 2 / Spieler. Einfach abzuhandeln sind die Aktionen jedoch: Wirbel bringt Gegner ins Spiel, Aktionen: Auf nächsten Spieler zulaufen, zuschlagen (-1 HP). Die Fähigkeiten der Spieler sind dabei ausreichend abwechslungsreich: 1 Nahkämpfer, 2 Fern-/Nahkämpfer, 1 Heilerin/Nahkämpferin + je eine Fähigkeit die aber bezahlt werden muss. Mit den Kapiteln kommen wohl weitere hinzu. Jeder hat drei Aktionen: Bewegen, Kämpfen (Würfelanzahl x, Symbol würfeln, jeder Gegner hat 2 HP, nachdem ersten ist er bewusstlos und verbraucht in der Gegnerphase 1 Aktion um sich wieder zu aktivieren, falls nicht vorher erleidgt. Dazu kommen noch: Gegenstände untersuchen und Sonderaktionen.

Was mich schlußendlichr überzeugt hat, sind die Ideen im Spiel. Erzählerisch eher wenig überraschende. mittelprächtige Kinder Fantasykost, dafür aber schön und interessant in Szene gesetzt inkl. ein paar netten Überraschungen und Entscheidungsmöglichkeiten samt Keyword Systematik.

Insgesamt trotz der Mängel nach Kapitel 1 ein rundes Paket, danach geht's aber halt auch erst richtig los und im Buch scheint sich noch einiges zu verstecken. Der Pop-Up Charakter ist dabei natürlich schon recht einmalig.

@ChiefRayCrowNayBug Ich würde bei deinen Zwergen noch warten, war mit dem Kurzen noch grenzwertig, mit meiner 10-jährigen Tochter aber kompensierbar. Seinen Spaß hatte er definitiv auf allen Ebenen. Der kooperative Aspekt ist natürlich noch schwierig rüberzubringen, wollte alles selbst machen und jeden Hotspot triggern. Verständlich :D Ich bin mal gespannt, ob das Buch überhaupt bis ins letzte Kapitel überlebt :D
 
Kickstarter von Massive Darkness 2 kam heute an. War da moderat unterwegs, nur den Basis Pledge, ohne Gimmicks, hauptsächlich wg. den Minis (hatte da noch keinen Drucker :D), dann ist das heute eingetrudelt, WTF (145$ btw., 14kg):


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