Das Zeug ist irgendwie "Crack".. die ganzen Gameplay-Loops machen es so eingängig, dass man schon Bock hat, "noch" ne Reise zu machen.
So wie gestern.
Das ist so ganz seltsam, eine Art "Hassliebe". Fühlt sich 100% so an wie das Leveln in einem MMO.
Leider ist es bei mir so, dass ich nach so einer Session mich irgendwie "leer" fühle. Warum bin ich noch einmal 1-2 Stunden gerade durch die Pampa gelaufen? Ach ja.. irgend eine der absolut öden Fetch-Quests gemacht, Karte aufgedeckt, gelevelt.. damit ich die schwereren Routen besser laufen kann.
Im Doing nerven dann genauso viele Dinge, wie sie Spaß machen.
Da alles ein Gameplay-Loop mit klaren Regeln ist, ist die Welt absolut ein Themepark. Für mich ohne Seele. Alle NPCs liefern ohne großen Kontext einfach nur ihren Content ab, mit einer echt miesen Inszenierung, die auch manchmal Bugs hat.
Da stehen random "Schatzkisten" rum, egal.. mitten in der Pampa.... da ist dann ein Apfel oder ein Item drin... die meiste Zeit ärgert man sich, dass man nicht genug tragen kann und hantiert im Inventar rum.
Die "Sessions" können durchaus spannend sein, manchmal auch hier: Random. Einmal kommt man gut durch, dann added da irgend etwas und die Gruppe wird hart gewiped.
Bin übrigens ohne Probleme in die Ruhestadt gekommen mit Level 15-18 und nur einem Encounter mit Wölfen, drei mal schon, weil ich den Reisepunkt in Ruhestadt noch nicht gefunden habe.
Cool ist eben der strategische Aspekt, spiele nun Ranger... geht bei der Framerate auf Konsole imho besser.
Die Städte sind auch irgendwie nur Platzhalter für die NPCs, wie eben Hubs.
Hört sich schlimmer an, als es ist. (Haben wir zu oft durch das Thema).
Mein Problem ist eben, dass es mich zu sehr an ein MMO erinnert, dass ich nur des Loops wegen spiele, aber dieser ist auch nicht so wirklich statisfying für mich.
Als hätte ich meine Zeit "vertrödelt". Das ist aber auch eine sehr persönliche Sicht, da ich auch überhaupt nicht der "spiele ich halt was (zwischendurch)".. weil ich sonst mit mir allein nicht klarkomme"-Typ bin.
Im Leerlauf kann ich sehr gut Musik hören oder lesen, oder pennen

.... Mag auch keine "idle" Games. Es zieht also extrem rein, weil man durch die Loops eben so eine Führung hat. Einmal verstanden, weiss man, was zu tun ist..
Dann fehlt mir aber genau das, was eigentlich meine Faszination und Motivation beim Zocken ist: Emotionen!
Bei Shootern ist das eben die Spannung und Dopamin, bei RPGs eigentlich immer Story und vor allem Charaktere und die Welt. Die finde ich hier zwar "schön" aber extrem hollow, nur eben eine seltsame Kulisse.
Es gibt so viele RPGs, da denke ich nach dem Spielen noch darüber nach oder schwelge in der "Welt" oder bei den Charakteren, aktuell hier mit Abstand ER und BG3 ...
Bei DD2 ist es irgendwie nur geil, wenn man gerade dabei ist, und kurz danach werde ich aber irgendwie schlecht drauf. Wie so ein "Zocker", eine Art gamers remorse.
Das ist aber extrem subjektiv! Nur muss ich nun endlich damit aufhören aus "Faulheit" eben DD2 zu starten. Ähnlich wie Mc Donalds und Kochen imho.
"Mir meine Zeit nicht wert" wäre also mein finales Statement, weil es am Ende zu wenig bringt, weswegen ich Games zocke.
Und ich kenne das... wahrscheinlich habe ich in meinem Leben 20.000 Stunden MMOS gezockt
Aber: Da hat man echte Menschen, hier nur so dumme Party-Dings, die man nicht einmal ordentlich "behalten" darf...