Ni no Kuni - Der Fluch der weissen Königin

  • Ersteller Ersteller Enrico Pallazzo
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Die ganze Kritik am Kampfsystem kann ich übrigens null nachvollziehen. Was soll daran bitte stumpf und langweilig sein? Im Rollenspielsektor bisher kaum ein vielschichtigeres gesehen, gerade weil es einem so viele Möglichkeiten bietet. Unzählige Angriffs- und Magievarianten, im Grunde für jeden Spieler was dabei. Wer lieber draufloskloppt, züchtet sich ein paar nette Tanks heran, wer lieber zaubert nimmt mächtige Magiewesen. Wem es irgendwann zu leicht wird, packt einfach ein paar schwächere Wesen in die Partie oder versucht sich mal an neuen Kampfstrategien. Dank des netten Konter- und Abwehrsystems ist das Kampfsystem zudem schön tiefgehend, die meisten Bosskämpfe erfordern bestimmte Strategien, mit blossen X-Gedrücke kommt man da nicht weit. Und wer immer fleissig kontert und abwehrt hat auch mit der Magieanzeige und der etwas schwachen Mitstreiter-KI keine Probleme, da so immer wieder Magieorbs auf dem Bildschirm erscheinen
 
Geb ich dir mittlerweile recht, man muss sich aber erst mal reinfuchsen und damit auseinandersetzen und das fängt bei JRPGs halt erst da an wo andere Westshooter aufhören. Der Schwierigkeitsgrad ist imo auch genau richtig, die Bosse finde ich sogar recht fordernd.
 
Sehe ich komplett anders und ich habe schon sehr viele JRPG's bzw. allgemein RPG's in den letzten 20 Jahren gespielt. Da finde ich das Kampfsystem eines FF12 oder 13 um Welten dynamischer und besser (um jetzt mal aktuellere Beispiele zu nennen, die auch umstritten waren) von westlichen Spielen wie einem Dragon Age 1 mal ganz zu schweigen. Ich weiß nicht wie weit ihr seid, so die ersten 10 Spielstunden fand ichs auch ganz gut, aber je länger das ganze ging desto mehr angeödet war ich.

Das ganze ist viel zu hektisch, unübersichtlich und nicht gut zu bedienen. Dazu kommt die extrem mangelhafte Kontrolle über die Partymitglieder. Zudem benötigt man lediglich bei den Bosskämpfen sowas wie eine Taktik. Bei den Trashmobs habe ich nie was anderes gemacht als X gedrückt (ehrlicherweise muss man sagen das dies bei den meisten JRPG's der Fall ist, aber bei denen ist das ganze dann zumindest deutlich spektakulärer inszeniert).
Die Komplexität ist da imo nur vorgegaukelt. Tatsächlich ist das ganze eher viel zu verkompliziert als angenehm komplex.
Das ist generell ein Problem von Level5, die packen ihre Spiele gerne mit ner ganzen menge Features voll ohne Rücksicht ob das ganze jetzt sinnvoll ist oder nicht. Genau das Gefühl hatte ich u.a. auch schon bei Dark Chronicle und hier jetzt wieder. Hätte man auf den Pokemon Kram verzichtet wäre mir das viel viel lieber gewesen.

Vllt. gehe ich mit dem Spiel aber auch zu hart ins Gericht. Ich hatte sehr hohe Erwartungen und die wurden (bis aufs Visuelle) eigentlich alle enttäuscht.

@thething: was hat das nun mit Shootern zu tun? Das ein RPG bitte mehr Komplexität aufweisen sollte als ein Shooter ist ja wohl klar.
 
Spielzeit ;) (zumindest wenn es um das reine Story durchspielen geht) und... ich mag einfach keine reinen Shooter (bis auf wenige Ausnahmen wie Halo) :D

Du darfst den Sammelaspekt nicht vergessen + die unzähligen Miniaufgaben - passiert mir nicht oft das ich in einem Spiel Zeit vergammel mit Nebenquests, macht mir bei Ni no kuni aber mittlerweile(!) einen Heidenspass - aber es hat bei mir gedauert bis er aufkam, irgendwann hat aber auch die wirklich grandiose Übersetzung und die doch sehr liebevolle Story gezündet. Es ist einfach... schön :)

Edit: OK, überlesen - du kritisierst das ja sogar eher.
 
Keine Ahnung was daran unübersichtlich oder gar hektisch sein soll. Mit R2 und L2 klickst du dich durch die Menüs und mit L1 wechselst du die Charaktere aus. Funktioniert wunderbar, und während man in den Menüs ist, bleibt ja auch noch die Zeit stehen, man hat also jede Menge Zeit sich seine Aktionen zu überlegen. Spiele aber auch immer nur mit Oliver und lass die anderen beiden machen. Nur wenn ich ein Monster fange, wechsel ich schnell und unkompliziert zu Esther. Und das man sich in den normalen Kämpfen nur einfach durchklickt, stimmt einfach nicht. Wenn man einen neue Insel das erste mal besucht, haben es die Kämpfe auch in sich und man muss seine Monster auf die Gegner anpassen. Ändert sich natürlich wenn man einen bestimmten Level erreicht hat, aber das ist normal
 
Vllt. war ich auch zu überlevelt, ka. Wobei ich den niedrigen Schwierigkeitsgrad der normalen Mobs dem Spiel gar nicht ankreide, ist ja bei den meisten JRPG's der Fall, da sind die Kämpfe dann aber zumindest wuchtig inszeniert. Bei NNK fand ich sowohl Anspruch als auch Inszenierung ziemlich schnarchig.
Ganz im Gegensatz dazu stehen die Bosskämpfe. Die fand ich auch vom Balancing her schlecht, da diese imo extrem viel schwerer sind als alle Kämpfe vorher. Gab kaum einen Bosskampf bei dem ich nicht beim ersten Versuch gestorben bin. Da diese Kämpfe auch gerne unvermittelt auftauchen war dann oft auch der letzte Speicherpunkt ein ganzes Stück weit weg.

Mir hats einfach keinen Spaß gemacht. Das Kampfsystem war nur ein recht kleiner Teil davon. Eigentlich schade, denn den Stil finde ich nach wie vor super. Vllt. gebe ich dem Spiel irgendwann nochmal ne chance, schlummert ja auf der Platte und somit kann ichs auch nicht loswerden.

Wann zieht denn die Story an? Ich habs etwas weiter als dieses Feendorf gespielt und bis dahin wars ziemlich langweilig und uninteressant.

Was mich btw. auch noch gestört hat war die Vertonung. Entweder ganz oder gar nicht, zumindest in den Cutscenes.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wann zieht denn die Story an? Ich habs etwas weiter als dieses Feendorf gespielt und bis dahin wars ziemlich langweilig und uninteressant.

Was mich btw. auch noch gestört hat war die Vertonung. Entweder ganz oder gar nicht, zumindest in den Cutscenes.

Da solltest du aber auf jeden Fall mal anziehen, mich hatte das Spiel dort zwar schon, aber gerade in Schweinfurt zieht es noch mal gut an.

@digi: Afair so um die 30 wenn ich mich richtig erinner, hab dort viel gelevelt.
 
Habe im Kasino Monstertickets gewonnen. Was mache ich damit? Im Itemmenü kann ich sie nicht auswählen, und verfüttern lassen sie sich auch nicht
 
Das kann schon sein :D, man kann bisher eigentlich kaum einen zu niedrigen Level haben - ganz frisch auf der Insel bin ich direkt nach Schweinfurt durchgelaufen und hab dann nach Abschluss der dortigen Quest ein bisschen gelevelt, es geht aber dann irgendwann nicht mehr wirklich weiter. Einfach weiterzocken ^^ Indikator für das aktuelle Maxlevel ist afaik auch ob man bei den Bossen an Leveln zulegt oder sich die Erfahrungsleiste kaum bewegt.
 
Mittlerweile auch selber rausgefunden. Hab jetzt schmucke, goldene Viecher im Sortiment :D Wenn man immer mal wieder ein, zwei Stunden Nebenquest macht, hat man mit dem Aufleveln eigentlich keine Probleme. Gibt ja auch ein paar nützliche Boni, die man so freischalten kann
 
Es gibt wie im Thread erwähnt auch einen Gegnertyp, für den man sehr, sehr viel XP bekommt (mehrere Tausend). Wenn man also hängt, dann sollte man in den Gegenden, in denen die auftauchen mal ne halbe Stunde bis Stunde grinden.
 
So durch :) Systemuhr sagt was von fünfzig Stunden Spielzeit, und ich habe nicht alle Nebenaufgaben erledigt. Der ganze letzte Level und der Endkampf waren dann nochmal sehr, sehr lang und nervig. Keine Ahnung warum das bei JRPGs zum Ende hin immer so ausarten muss. Vorher war das immer schön ausbalanciert, hier wurde es dann einfach nur zäh und ich war froh endlich den Abspann zu sehen. Kleiner Tipp: Den Endkampf sollte man nicht vor Level 60 bestreiten mit ordentlich Magie- und Heimtränken und jeder Menge Phönixfedern.

Ein schönes Spielerlebnis war es trotzdem. Die Präsentation ist großartig und liebevoll umgesetzt, auch nach zig Spielstunden zaubert einem die schöne,witzige deutsche Übersetzung ein Lächeln aufs Gesicht. Das Kampfsystem fand ich auch sehr gelungen mit kleinen Abzügen in der B-Note. Das Magiesystem scheint mir nicht ganz ausbalanciert. Spätere Zaubersprüche verbrauchen einfach zuviel Mana, die eigene Magieleiste schrumpft zu schnell. Zudem dauert es teilweise sehr lange bis Sprüche gewirkt werden, wenn Monster in der Zwischenzeit angreifen, kriegt man gerne mal aufs Maul uns Sprüche werden abgeblockt. Kann schonmal nerven.

Viel zu entdecken gibt es im Laufe des Spiels auch. Die Welt ist groß, wenn man erstmal per Reisezauber und Flugdrachen überall hin kommt, bricht der Entdeckertrieb aus und es gibt viele, kleine Dinge zu bestaunen. Nebenquest gibt es zudem zu Hauf, leider sind die meist sehr einfallslos und immer die selben. Nervt mit der Zeit, ist aber eine Seuche aktueller Rollenspiele. Keine Ahnung was alle Welt auf die Idee bringt, es wäre besonders toll 45982034958724365089435 Nebenquests ins Spiel zu integrieren die sich alle gleich spielen. Gabs früher auch nicht und hat keinen gestört. Machen sollte man den Großteil trotzdem, gibt für fleissige Rollenspieler ein paar nette Gimmicks und Items zur Belohnung.

Geschichte ist jetzt nicht sonderlich originell und vielschichtig, aber gut erzählt und dank seiner Hauptcharaktere einfach sympatisch rübergebracht. Geht halt um Freundschaft, Gefühle, menschliche Werte und das Ende der Welt :D Man kann dem ganzen immer folgen, alles bleibt nachvollziehbar. Ist mir auf jeden Fall lieber, als die verschwurbelten Geschichte die einem sonst so vorgesetzt werden, von denen man nur die Hälfte versteht, und den Rest nach kurzer Zeit wieder vergessen hat. Gibt ja genug Negativbeispiele. Ob nun Assassins Creed, Halo oder Call of Duty. Warum man etwas tut, weiß man doch meist nach zwei Spielstunden schon nicht mehr, und das Ende ist zwar nett präsentiert, aber dahinter steigt man nicht. Da lob ich mir doch ein Ni No Kuni mit seiner zwar seichten, aber stets verständlichen Geschichte.

Habe ich schon erwähnt wie großartig ich die deutsche Übersetzung fand? Da kann man Namco nicht oft genug loben. Ob nun Städtenamen, Monster oder Items. Alles wurde mit einer witzigen Liebe zum Detail umgesetzt, die sicherlich nicht selbstverständlich ist, an der sich viele, viele Publisher aber mal ein Beispiel nehmen sollten. Da verzeihe ich auch gerne die nicht komplett vertonten Dialoge und die deutsche Sprachausgabe, wenn ich Gegner wie Lammbada, HurTiger, Döskappe oder die festliche Funzel verkloppen darf und in Schweinfort, Tihiti und Al-Kuhweid einkaufe. Ganz großes Kino, toppt sogar meinen bisherigen Favoriten Dragon Quest 8. Und ein Videospiel das Dieter Hallervorden zitiert kann nur ganz groß sein :D

Aber mal ernsthaft. Ni No Kuni ist ein tolles Spiel, in dem es viel zu entdecken gibt, und das spielerisch locker zu den besten Genrebeiträgen der letzten Jahre zählt, Klassiker wie Final Fantasy 6, Chrono Trigger oder Persona 3 & 4 aber nicht erreichen kann. Wer sich auf die kindliche Story und Präsentation einlassen kann, bekommt ein wirklich schönes, rundes Spielerlebnis
 
Und ich dachte schon ich wäre durch - großartiges Spiel, wunderschöne Geschichte - die ich jetzt nicht mal so 08/15 finde, hat doch einige Überraschungen parat, sie ist einfach mitreissend erzählt - konnte mir vorhin sogar ein Tränchen mal nicht verkneifen. Aktuell 35 Std. auf der Uhr und Lvl. 50, bin gespannt wie es weitergeht.
 
Nach ca. 42 Std. auf Lvl. 70 durchgespielt, auch wenn das Ende nicht ganz überzeugen konnte stimme ich Mario was das gesamte Spielerlebnis angeht zu. Tolle, nicht zu komplexe aber dennoch überraschende, emotionale Story die ich mir wohl auch noch nach einem längeren Abstand im Gedächtnis bleiben wird. Dazu die stimmungsvolle und liebevoll animierte Grafik, hat mich wieder daran erinnert warum ich das Genre so gerne spiele.
 
Ich fand ja alles, was da nach dem dunklen Dschin kam überflüssig. Diesen ganzen Kram mit der weißen Königin hätten sie sich sparen können, wurde auch viel zu schnell abgefrühstückt, Nochmal schnell hier hin, dorthin, dahin geflogen, und schwupps zum letzten (nervigen) Dungeon. Stimmung wollte da bei mir nicht mehr so wirklich aufkommen. Der Dschin war besiegt, es kam ne schöne Sequenz, und dann gings auf einmal weiter und ich dachte nur so: "Warum"? War doch nen schöner Abschluß
 
Japp, da hätte ich auch erwartet das es fertig wäre - aber die Story musste ja noch aufgelöst werden, das war etwas unglücklich. Auch der letzte Bosskampf war recht nervig, mit Flächenzaubern aber beim zweiten Anlauf dann problemlos erledigt. Dazu kam noch dieser seltsame und imo etwas unpassende "Ich will Blumen" Abschluss. War etwas aufgesetzt und ich war auch überrascht das dann danach nicht noch ein bisschen mehr kam, im Gegensatz um Ende des dunklen Dschinn - die Auflösung fand ich auch klasse - war das wirklich sehr sparsam. Egal - großartiges Spiel und ich werd es auch noch ein paar Mal einwerfen da mein Sohn es ganz gerne spielt (aber ohne die Story, versteht der noch nicht).
 
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