Die Leute haben fast eine religiöse Beziehung zu Steam und reagieren mit irrational großer Ablehnung auf alternative Stores. Letztens erst wieder bei der Idee erlebt, dass Sony ja irgendwann einen eigenen Launcher anbieten könnte.
Ja, aber Ursache und Wirkung. Diese religiöse Beziehung gibt / gab es auch bei Konsolen, bei Autos und bei Apple vs. Android usw. MS hat ein Monopol bei Office usw.
Das ändert aber nichts daran, dass es imho kein "krasses" Monopol ist. Ein Land, welches als einziges am meisten Rohstoff X hat, DAS ist ein Monopol, weil die Preise damit bestimmt werden können. Oder ein Medikament oder eben "der einzige, gute Modem-Chip".
Das Angebot von Steam ist aber überall verfügbar.
Mir ist schon klar, dass es die selben Parallelen zu Amazon und Co. gibt.
Aber, wenn es hart auf hart kommt, dann müssten diese "Fanatiker" sich eben überlegen: Höre ich nun auf mit PC-Gaming, wenn Steam nicht mehr da ist? Oder springe ich, nach einigem Gemecker, über meinen Schatten und passe mich an die neue Realität an? Wäre ja nicht das erste mal in der Geschichte.
Es gibt also Alternativen zu Steam – und zwar direkt JETZT. Wenn Steam nicht mehr da ist, werden die Publisher innerhalb von Stunden oder Tagen ihre Software woanders veröffentlichen.
Das ist jetzt ähnlich zu ACBK, aber doch anders. Der Unterschied zwischen Handel und Produkt ist für mich schon deutlich da! Ich ignoriere jetzt einmal das Thema "Ökosystem".
Selbiges gilt auch für iOS und Android – wäre Apple jetzt morgen "weg", dann würden die Leute irgendwann eben wechseln (müssen).
Jetzt könnte man sagen, dass das nur die Extremisten sind, die sich online dazu äußern, aber der mangelnde Erfolg vom EGS ist ja fast schon amüsant. Microsoft bietet sein eigenen Spiele auf Steam an, und nimmt es in Kauf 30% an Valve abzudrücken, weil die Spiele sonst verschmäht werden, obwohl es ja lediglich ein alternativer Weg ist, um auf einer offenen Plattform ein Spiel zu kaufen.
Solange es Steam gibt, ja. Genau wie Amazon. Das ist aber imho ein "anderes Monopol", ein "freiwilliges". Die "Bild" hat ja auch kein Monopol auf Nachrichten, Aldi keines auf den Handel. Jedenfalls nicht nach meiner Definition.