@Ink
Also "abfeiern" halte ich dann auch für übertrieben. Kommt doch echt immer auf den Spieler an. Bei Musik, Filmen und Büchern sagt man ja auch nicht "Ich lese, Du liest, also sind wir alle "Leser" und deswegen lassen sich alle Bücher und Mags vergleichen

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Ich für meinen Teil möchte z.B. Abends einfach "daddeln". So wie ich früher Lego gespielt habe oder ähnliches. Für mich ist ein Spiel erstmal ein interaktives Medium. Wenn ich dann mal irgendwo vom Ehrgeiz gepackt werde, dann bitte punktuell. Ich habe hier 12+ Stunden am Tag genug Herausforderungen, da will ich einfach in einem Setting, dem ich affin gegenüber stehe "berieselt" werden.
Hört sich natürlich "stumpf" an, ist aber so. Spiele sind schon lange nicht mehr der Mittelpunkt meines Interesses, und ich habe auch keine Zeit und will dafür Unterhaltung und Belohnung. Manchmal eben stumpf, manchmal nicht.
Wenn ich nun jeden Tag 4+ Stunden spielen würde, ja dann wären mir einige Games zu blöd oder flach, oder nicht interessant genug.
Manchmal bleibe ich bei Indies sehr lange hängen (Proteus, Swapper und Co.) aber am meisten will ich daddeln. Und stundenlanges abhängen in den ewig selben MP-Levels ist auch nur "farmen".
Mir ist es auch lieber, wenn man eine Story besser richtig macht, oder dann ganz rauslässt. Ich brauche keine Story um ein Fadenkreuz zu bewegen, da ist mir die Spielmechanik zu wichtiger. Wenn, dann muss es schon grandios sein (z.B. Bioshock Infinite, SH2 und Co.). Aber so die typischen Shooter-Stories ... brauche ich als Alibi auch nicht wirklich. Manchmal nerven sie auch nur.
Der Vergleich, oder Dein Anstoß mit der Wertschätzung in Bezug auch z.B. Dark Souls, den kann ich nachvollziehen. Aber er geht von der falschen Annahme aus, dass eben "Gamer" alle gleich sind. Es gibt soo viele Spiele, die "toll" gemacht sind, oder auch mehr Beachtung verdienen. Am Ende ist COD, FIFA, Madden und NFS aber wieder unter den BigSales. Warum? Weil das überall so ist. Auch bei Musik, bei Filmen und Büchern. Unterhaltung muss doch auch einfach mal nur Unterhaltung bleiben dürfen, ohne direkt groß Kultur zu sein.
Bei Darksouls hatte ich gar nicht die Disziplin stundenlang Gegner zu üben. Klar, es ist total bereichernd und vielleicht packt mich so etwas auch wieder, aber wenn ich 45 Minuten versuche einen großen Drachen mit Pfeilen zu erwische... dann verliere ich irgendwann die Motivation. Einfach weil zu wenig passiert, ich eben diese Belohnung nicht bekomme. Die mag dann umso größer sein, wenn ich es doch schaffe. Aber WTF? Das ist ein Spiel. Ich will doch dafür nicht "arbeiten" müssen, ich arbeite doch schon so (und bekomme reale Belohnung, Prestige, Geld etc.).
Es ist also immer wie es ist: es ist unterschiedlich. Und Zeiten ändern sich (in beide Richtungen). Man kann sich ja auch darüber aufregen, dass die Bild gelesen wird, oder Shades of Grey, oder dass Justin Bieber wieder auf Platz 1 ist. Bringt nix.
Zum Thema: Wichtig ist auf dem Platz. Jedenfalls noch bei mir und Destiny. Vielleicht finde ich es mit Level 20 auch öde. Dennoch hatte ich genauso viel Spaß wie mit anderen Vollpreistiteln.
Es stimmt auch, dass so gehypte Spiele von der engagierten Masse einfach anders beäugt werden. Aktuelles Beispiel für mich ist immernoch (um beim Genre zu bleiben) das neueste Wolfenstein. Klar, das habe ich auch intensiv gespielt. Aber – meine Fresse – was war die Story meschugge und die Inszenierung inkonsistent. Oder irgend ein Militär-Plot aus COD, BF oder MoH? Die Spiele, die ich vom Plot (Story will ich gar nicht dazu sagen) in den letzten Jahren am coolsten fand waren vielleicht (neben den Story-Blockbustern) K&Lynch 2 und Bulletsorm.
Wir haben schon überall alles gesehen. Zombies, Aliens und Terroristen. Überraschungen wird es da kaum noch geben imho. Selbst ein Telltale arbeitet nur mit Stereotypen.
Klar, am besten ist immer "ideal". Aber das ist halt selten. Ich meine Bioshock hatte vielleicht das mieseste Gun/Gameplay seit Jahren.