Buch Buch-Kritik (zuletzt gelesenes Buch)

Tiefe Saat habe ich schon als physisches bUCh.
Hier im Wohnkomplex liest jemand Krimis und legt sie dann immer aufs Fensterbrett - Geschenk für andere Leser.
Ich hab mir da schon einiges mitgenommen, ist halt oft ein Überraschungspaket. Ich kann dir gerne mal ein paar Bücher rüberschicken soweit ich sie schon durch hab.
 
Paul Cleave :znaika: @mcpete

Beim ersten Buch, der 7. Tod, anfangen und sich bestenfalls chronologisch durcharbeiten. Auf die Hörbücher zu setzen ist ebenfalls eine sehr gute Idee, weil Martin Kessler (Nicolas Cage) diesen wunderbaren schwarzen Humor großartig einfangen kann. So bin ich halt, ein Gentleman bis zum Schluss :D
 
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Empfehlungen für Thriller bzw. Krimis? Gerne unbekanntere Sachen, aber lese auch Mainstream. Finde jetzt endlich wieder Zeit und Muße zum lesen :)

Für was hast du dich entschieden? Ich hab mal den Roman "Scharnow" vom Ärzte-Typ Bela B. und das Thriller-Erstlingswerk "Westwall" von Benedikt Gollhardt erstanden.

Zuletzt gelesen habe ich "Mano, der Junge, der nicht wusste, wo er war" von Anja Tuckermann - Prüfungslektüre für die Realschulabschlussprüfung. Nach einer wahren Begebenheit geht es darin um einen deutschen Sinti-Jungen der sich nach der Befreiung des KZ Auschwitz gezwungenermaßen einigen Franzosen anschließt und bei einer franzöischen Familie unterkommt, die sich um das Kind kümmert, denn es ist unklar, ob seine Eltern und die Schwester noch leben und falls ja, wo sie sich nach den Wirren des Zweiten Weltkrieges aufhalten. Hinzu kommt, dass er sich nicht traut zu sagen, dass er ein Deutscher ist, denn wie er merkt, hassen die Franzosen die Nazi-Deutschen.

So erfährt der Leser von Manos neuem Alltag in Frankreich, wie er traumatisiert die erlebten Greueltaten aus den Lagern verarbeitet und wie er, trotz der offensichtlichen Liebe seiner Retter, dann doch von Familie zu Familie gereicht wird. Das Buch plätschert ein wenig vor sich hin, bietet für eine Prüfungslektüre aber ein paar gute Schreibanlässe, um selbst in die enthaltenen Figuren zu schlüpfen. Als Stilmittel werden immer wieder Briefwechsel und Suchaufrufe im Original mit in die Handlung eingebunden. Als besonders beeindruckend empfand ich Manos innere Monologe, in denen er das KZ-Leben verarbeitet und die klarmachen, wie das auf Kinder in Gefangenschaft gewirkt haben muss.

Insgesamt kann man "Mano" schon mal lesen, allerdings hält sich die Geschichte mit Spannungsbögen und überraschenden Wendungen zurück. Es ist mehr biografisch und als Beispiel für das Nachkriegsleben angelegt.
 
Don Winslow - Tage der Toten, Das Kartell und Jahre des Jägers.

Habe mich durch die fast 70 Stunden Hörbuch-Trilogie über den mexikanischen Drogenkrieg gearbeitet. Für die Story gebe ich gern 5 von 5 Sternen, aber leider macht es der Erzählstil des Autorrs stellenweise echt anstrengend dem ganzen zu folgen. Wenn in einer Rückblende eine Rückblende in einem sinnlosen Nebensatz eine völlig überflüssige Rückblende eingebaut wird neigt der Leser echt gern dazu komplett den Faden zu verliere. Nicht nur 1 Mal musste ich echt zum Anfang des Kapitels springen um zu verstehen worum es ging. Der Erzählstil fällt in Teil 2 und 3 zwar nicht ganz so schwer ins Gewicht, frei von den Mängeln sind die aber auch nicht.
Wer darüber hinwegschauen will findet da schon eine klasse Geschichte, aber man hätte es halt leider deutlich besser machen können.
 
Greg Iles - Unter Verschluss

Ist schon 2 Tage her, dass ich damit fertig bin. Bei dem Buch kann auch überhaupt nicht die Rede sein, dass ich mich "durcharbeiten" musste.
Wenn man von dem vorher angesprochenen Don Winslow kommt ist das Buch gleich von Anfang an ein Gedicht was Storytelling angeht. Elegant erzählt, nachvollziehbare Charaktäre und durchgehend fesselnd und spannend. Uve ist darüber hinaus der beste Sprecher den es gibt auf dieser Welt.
 
Haut mal bitte Empfehlungen jenseits des Mainstreams raus. Genre fast egal solange es keine Lovestory oder sonstiger Kitsch ist. Sci-Fi mag ich auch nicht.
 
"Später" von Stephen King

An zwei Abenden hatte ich die 300 Seiten durch. In dem Buch geht es um einen Jungen, der mit kürzlich Verstorbenen Menschen sprechen kann. Was ein wenig klingt wie "The Sixth Sense" nimmt allerdings eine ganz andere Richtung. Die Mutter des Ich-Erzählers ist Literaturagentin. Kurz vor der Veröffentlichung des letzten Bandes seiner Romanreihe stirbt ihr wichtigster Autor und sie befürchtet den Ruin. Daraufhin macht sie von den besonderen Fähigkeiten ihres Sohnes Gebrauch. Und noch mehr Menschen wollen sich diese zu eigen machen. Dabei bekommt die Story ein paar nette Wendungen und schöne Horroratmosphäre mit Querverweisen zum King-Universum.

Hat sich dank absolut glaubhaften Charakteren und einer Coming-of-Age-Note wunderbar lesen lassen. Wie gesagt, nach zwei Abenden hatte ich den Schmöker durch. Kostet zwar 22€, aber unterstützt mal die kleinen Buchläden in eurer Nähe. Für den neuen King-Roman lohnt sich das auf jeden Fall.
 
Kann jedem hier nur wärmstens die "Red Rising"-Trilogie(n) empfehlen. Mischung aus Tribute von Panem und Game of Thrones. Unglaublich starke Charakterbeschreibungen aus der Ich-Perspektive des roten Protagonisten Darrow sowie ein geniales, abwechslungsreiches Setting mit heftigen WTF-Momenten. Manchmal geht's dafür ein bisschen zu schnell voran in der Erzählung, aber das verzeihe ich für den großartigen Rest gerne.

 
Als Gute Nacht lektüre gebe ich mir derzeit

Was ist die Welt und wenn ja, wie viele? von Sean Carroll und Jens Hagestedt.



Harter Stoff. :D
 
Ich hab "Y - The last man" mal wieder aus dem Schrank geholt, Serien-Verfilmung wurde ja auch angekündigt.


(Fuck... ab übermorgen schon... oO Gerade erst so richtig gesehen ^^)

Großartige Graphic Novel. Ist schon Jahre her und ich konnte mich an fast nichts mehr erinnern, die 5 Sammelbände (gerade am fünften) durchgesuchtet. Der Zeichenstil ist dabei nicht unbedingt mein Ding, etwas zu glatt und zu wenig Varianz bei den Charakteren. Die Erzählung hingegen ist über jeden Zweifel erhaben.
 
Jap. Ist geil! Die Serie ist aber scheiße.

Schon gesehen? Müsste sich imo echt gut verfilmen lassen. Steht und fällt aber mit dem Casting.

Edit: Gerade den Trailer noch mal genauer angeschaut, das passt eigentlich erst mal richtig gut. Will es aber nicht beschwören, Walking Dead war/ist imo eine ziemlich Katastrophe im Vergleich zu den Comics.
 
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Und fertig mit dem letzten Sammelband, saß gerade heulend vor den letzten Seiten. Was für ein Meisterwerk.

Sandman als Nächstes :)
 
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