• Das großartige Treffen dieses Jahr wird nächstes Jahr wiederholt. Wir treffen uns wieder im Sauerlandpark. Diesmal ist der Termin noch nicht fixiert. Also schau im Thread vorbei und gib Bescheid, ob und wann du teilnehmen willst und kannst. Ich will auch!

Der ZULETZT-DURCHGESPIELT-(ohne eigenen Thread-)Thread

Eiyuden Chronicle: Rising (Xbox Series X)

Wer sich ernsthaft mit Videospielen beschäftigt, wird nicht verstehen, wie ich an diesem 2D-Fetch-Quest-Prequel zu einem kommenden J-RPG der "Suikoden"-Macher Gefallen finden konnte. Man besucht immer wieder dieselben Locations, crafted verschiedenes Loot und lässt sich von den Einwohnern des als Hub dienenden Dorfes von Pontius zu Pilatus schicken (und wieder zurück): "Hole mir Holz, suche Person X, baue mir goldenes Erz ab, besorge mir Passierschein A38,..." - so geht es entlang der Hauptquest im Grunde genommen die ganze Zeit.

Die besuchten Gebiete vergrößern sich immerhin nach und nach, indem man seine eigene Ausrüstung verbessert und den Einwohnern bei der Entwicklung ihres Dorfes hilft. Der Spieler bekommt also leichte Metroidvania-Anleihen geboten und entdeckt dabei immer wieder etwas Neues. Außerdem macht es einfach Spaß, das ganze Zeug zu looten. Dabei muss man jedoch beachten, dass das spielerisch nicht sehr anspruchsvoll oder schwer ist. Ich kam innerhalb der 13 Spielstunden recht gut durch das 2D-Action-RPG.

Im Grunde genommen steuert man drei Charaktere gleichzeitig, die X-Taste löst die Attacken von Hauptprotagonistin CJ aus, während die Y- und B-Taste für die Attacken der Mitstreiter reserviert sind. Mit Druck auf die Taste, wechselt gleichzeitig die Figur. Was anfangs ungewohnt ist, gestaltet sich im Lauf des Abenteuers als taktischer Kniff. Um den Spieler nicht zu "überfordern", kann ich stets nur neben- oder hauptquestrelevante Charaktere ansprechen, alle anderen NPCs reagieren auf keinerlei Knopfdruck. Unsichtbare Levelgrenzen hätte es ebenfalls nicht benötigt.

Insgesamt hat das Spiel ein paar nette Ideen und ist durch und durch harmlos. Es führt einen an der Leine, macht dabei keine großen Sprünge und ist gerade deswegen das Richtige für mich gewesen: Kleine Herausforderungen, kleine Erkundungstouren, wenig Stress und eine moderate Spieldauer. Im Gamepass wars außerdem. Mir gefiels und ich habs durch, ehe mit "Xenoblade Chronicles 3" (irgendwie tragen inzwischen viele Spiele den Titel "Chronicles") ein echtes J-RPG-Schwergewicht ins Haus steht.
 
The Artful Escape (Xbox Series X)

Aus Frustration, dass mein "Xenoblade Chronicles 3" gestern nicht aufschlug, bin ich "The Artful Escape" angegangen... And what the fuck - was war das? Im Grunde spielt man hier einen total abgedrehten 2D-Walking-Simulator mit einfachen Jump 'n Run-Sequenzen und "Senso"-Geschicklichkeitstests und ist in gut vier Stunden durch. Die Story dreht sich um den Neffen eines großen Musikers, der musikalisch nicht recht an sich glaubt und dann in diversen Alienwelten die Anerkennung findet, die er verdient, um am Ende der Kampagne ordentlich abzurocken. Entsprechend sehen die Levels und die Kreaturen, die man so antrifft, aus: Bunt, psychedelisch, wie auf einem Trip...

Das Spiel ist weniger ein Spiel, sondern vielmehr ein besonderes Erlebnis, eine Erfahrung, ein Mix aus Musik, Gameplay und Design. Sollte sich jeder mal angesehen haben, ich fühlte mich die kurze Kampagne über komplett gut unterhalten.
 
Far Cry 6 (PS5)

Mit meinem ehemaligen Mitbewohner zockte ich seit Release an diesem Spiel herum, soeben haben wir es beendet. Dabei ist "Far Cry 6", als würde man in eine Reiswaffel beißen: Man hat was im Mund, sie füllt den Magen, aber sie schmeckt nach nichts und macht auch nicht satt. Das Spiel plätscherte dermaßen vor sich hin, dass man sich nebenbei ohne Weiteres mit anderen Dinge beschäftigen konnte. Das lag zum einen an der wohlbekannten "Ubisoft"-Formel, wenn es um Open-World-Spiele geht. Zum anderen an der trägen Story. Am ehesten aber an den klischeebehafteten Charakteren, den meist emotions- und einfallslosen Missionen und der Tatsache, dass sich die Landschaften glichen wie ein Ei dem anderen, kurz: Dem Spiel fehlt es komplett an Seele.

Das Spiel möchte AAA sein und wie ein AAA-Spiel aussehen, ist dabei aber übertrieben plastisch dargestellt und kaschiert damit sein lasches, repetitives Gameplay. Gut 36 Spielstunden brauchten wir, bis die fiktive Insel Yara von seinem Diktator befreit wurde. Zurück bleibt ein Sättigungsgefühl, das man nach einer guten Portion Reiswaffeln verspürt.

Ich mochte Teil vier sehr. Es fällt mir schwer in Worte zu fassen, warum ich mit Teil sechs nicht viel anfangen konnte. Es war mir als Spieler einfach strunzegal, was mit den NPCs und der Spielwelt passiert. Und das spricht wohl dafür, dass das Design entweder Ermüdungserscheinungen zeigt oder dass es generell lieblos runterprogrammiert wurde.
 
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Bisschen Kram auf dem Steam Deck (durch)gespielt:

Cult of the Lamb. Solides Genre-Crossover. Schönes Setting, netter Stil, hinten raus etwas gestreckt. 7.5/10

Dysmantle. Vogelperspektive. Survival. Crafting. Nette Motivationskurve, Karte ist mir aber fast schon zu groß gewesen. 7/10

Fury Unleashed. 2D Roguelite Geballer. Gute Steuerung, gute Progression. 8/10

Gunfire Reborn. Roguelite Comic Shooter. Auch hier: top spielbar, schöne Progression. 8/10

Power Wash Simulator. 10/10

Rogue Legacy 2. Sehr gutes Sequel, bleibt IMO allerdings leicht hinter dem ersten Teil zurück. Teilweise frustig schwer und viel Grind nötig. 7/10

Vampire Survivors. Extremes Suchtpotenzial. So simpel und doch so motivierend. Muss man natürlich mögen. 9/10

Wenn ich mutig bin, nehme ich mir jetzt mal Sekiro zur Brust.
 
Gargoyles :love: Quest :love: .. aber ist wie irgendwie Roguelikes mit Cheat spielen imho. Megaman mochte ich aber nie, die Grafik und auch so .. irgendwie Megaman...
 
Return to Monkey Island

Ein sehr charmantes Abenteuer mit nicht immer 100% logischen Rätseln. Hab’s mit der Freundin in etwa 10 Stunden durch gehabt. Tolle Optik, klasse Musik, schön geschrieben. War die Kohle wert und endlich hab ich auch mal einen Monkey Island Teil gespielt. :)
 
Muss mich anschließen, bei mir läuft auch gerade der Abspann zu Return to Monkey Island (Switch).

Es zog mich spielerisch doch sehr in seinen Bann und dennoch fragte ich mich während des Spielens immer wieder, wie das Spiel wohl im Stil der alten Teile ausgesehen/gewirkt hätte. Oder im Comiclook von Teil drei. Mir waren die benutzten Farben zu matt und düster und dieser Stil... Bis zuletzt ging er mir nicht rein, weswegen das Adventure, trotz seiner spielerischen Qualitäten, für mich nicht den Charme der Teile 1-3 erreicht. Immerhin war es besser als der vierte polygonale Teil, die darauf folgende "Tales of Monkey Island"-Reihe hab ich nie gespielt.

Nun haben Gilbert und Grossman wieder zugeschlagen, die alten Teile (auch die der anderen Teams) nicht vergessen und das Ende von Teil 2 dennoch mehr oder minder logisch weitergeführt. Nur ob es wirklich das war, was das Team die letzten 30 Jahre im Kopf hatte? Ich bezweifele es. Aber manche Gedanken und Ideen reifen im Lauf der Jahre. Manches wird dabei zum guten Wein, das andere zu ungenießbarem Essig (na, auf welches LucasArts-Adventure spiele ich hier wohl an? ;) ). "Return to Monkey Island" ist für mich irgendwas dazwischen. Das betrifft sowohl die vorhandenen Rätsel, als auch den Schluss.

Das Ende dieses Teils kann sicherlich ähnlich kontrovers aufgefasst werden, findet es doch erneut auf einer Metaebene statt und der Verbleib einiger Figuren (Wally, LeChuck) bleibt unbekannt. Etwas Befriedigung tritt ein, wenn man nach dem Abspann noch einmal einen Blick ins Sammelalbum des Startmenüs wirft und wirklich bis ganz ans Ende blättert.

Die zu bereisenden Inseln versprühen für mich spielerisch und optisch weniger Reiz als in den alten Teilen, da diese Piratenatmosphäre weniger rüberkommt als früher. Da spielte ich Zeichentrickfilme, die Atmosphäre war dichter, der bunte Karibikflair kam besser rüber. Das hat für mich viel mit dem verwendeten Grafikstil zu tun. Aber egal wieviel ich jammere, das Spiel bleibt ja so wie es ist und das kann man sich als alter "Monkey Island"-Liebhaber durchaus geben, zumal man desöfteren die alten Locations (im leider neuen Grafikstil) besucht. Deutsche Sprachausgabe hätte dem Spiel gutgetan, Norman Matt spricht den Guybrush in früheren Teilen mindestens genauso gut wie Dominic Armato in der englischen Fassung.

EDIT: In Ermangelung eines Windows-PCs habe ich das Spiel auf der Switch gezockt. Die Steuerung mit dem Controller war okay. Viel besser kann man sie auf diesem Eingabegerät wohl nicht umsetzen. Technisch gibts nichts zu meckern, Ladezeiten gab es während des Spiels keine, ich konnte ruckzuck von einer Location zur anderen wechseln.
 
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Xenoblade Chronicles 3 (Switch)

Der Endboss kostete mich noch einmal Nerven, gegrindet auf Level 80 und mit einem weiteren Heiler hab ich ihn nun aber nach insgesamt 65,5 Spielstunden gelegt. Doch irgendwas muss ich falsch gemacht haben, da Leute auf Youtube schon mit einem Level ab 70 erfolgreicher waren als ich in meinen ersten Anläufen auf Level 77.

Ich habe in den letzten Tagen sehr viel an dem JRPG gesessen und die Stunden vergingen, ohne dass ich das realisierte. Dies spricht ja schon dafür, dass mir das Spiel gefallen haben muss. Woran das lag? An der gigantisch großen, zusammenhängenden Welt, am Erkunden und Entdecken, an einem motivierenden Belohungssystem, wenn ich geschaut habe, was abseits des Weges so geht, an umfangreich ausgearbeiteten Nebenmissionen sowie am unterhaltsamen Kampfsystem mit den Angriffsketten und an der Story. Sie bietet einige Überraschungen, flacht für mich am Ende allerdings ein wenig ab und der Schluss wird mir doch nen Ticken zu philosophisch.

Technisch pfeift die Switch aus dem letzten Loch. Dennoch frage ich mich, weshalb "Xenoblade Chronicles X" auf der Wii U grafisch noch immer eine bessere Figur für mich macht als die Switch-Teile.

Monolithsoft liefert unterm Strich wieder eine JRPG-Granate, die für mich trotzdem nicht an Teil eins der "Xenoblade Chronicles"-Reihe heranreicht. Der damalige AHA-Effekt ist einfach weg. Auf einen guten zweiten Platz kommt das Spiel dennoch und gehört definitiv zu den Topvertretern unter den japanischen Rollenspielen.
 
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Brotato

Naja, durchgespielt habe ich es in dem Sinne schon, aber auch nicht. 25 Stunden bisher gespielt. Gibt halt Unmengen an Sachen freizuschalten und zu erreichen. Jeder Run ist anders, weil jede Klasse sich komplett anders spielt. Keine Story, keine Kampagne, "einfach" nur 20 Level durchhalten. Macht einfach großen Spaß auf dem Steam Deck, weil ein Run keine 30 Minuten dauert und man unendlich viel rumprobieren kann.

Kauft das! Kostet nen 5er.
 
Xenoblade Chronicles 3 - nach ca. 90 Std.

Unglaublich tolles Spiel mit einem vielleicht ganz, ganz leicht unbefriedigenden Ende, das war bei 1+2 ausufernder und auch noch mal eine Runde abgedrehter.
 
God of War Ragnarök
Ca. 50h dafür gebraucht, aber hab auch einiges an Sidequests und Sammelkram mitgenommen. Corona sei dank. Wurde eigentlich sehr positiv überrascht, konnte mich aber auch gut mit der Story anfreunden, quasi alleinerziehend. War insgesamt gesehen wie eine gute Serie die man bingewatcht. Vom Schwierigkeitsgrad her auch gut herausfordernd und motivierend. Hat auch schön Emotionen getriggert.
Und seit langem mal wieder ein Spiel durchgespielt.
 
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