Ich will hier nochmal betonen, dass ich übrigens das Spielgefühl auf dem Plateau mega gut finde. Mir geht das Spiel eigentlich erst mit dem Parasegel und dem Öffnen der Welt auf den Keks.
Ja, schlicht zu viele Möglichkeiten. Zu OpenWorld.
Aber wann ist denn eine Open World nicht leer? Wenn alle 3 Meter wie bei Immortals Fenyx Rising irgendwas rumsteht? Total unglaubwürdig, aber für dass was Fenyx sein wollte in Ordnung. So wie die Welt von BotW für das Spiel klasse war.
Fenyx ist fast noch schlimmer, weil kein Link. Das meine ich jetzt wirklich so. BotW hab ich viel weiter gespielt, als ein Fenyx. Weil BotW den Zelda-will-Oldschool-Feeling-haben-Faktor hat. Bei Fenyx: Gähn, wo muss ich jetzt hin? Ah, da ist ein Rätsel. Nach 10 Minuten gemerkt, dass mir vermutlich Gear dafür fehlt, um es zu schaffen. Entweder, weil den Mobs einfach nicht beizukommen war oder weil mir eine Technik fehlt, das Ziel zu erreichen. Ich muss rausfinden - genau das bemängel ich auch bei BotW - wo ich hin kann, muss mir besten Falls Notizen machen, wo ich hin muss, wenn ich z.B. Feuer-Resi habe. Aber null Hinweis, wie ich da rankomme. Ja, es ist Try & Error, das ist auch ein Stück weit in Ordnung, aber nicht, wenn ich da meine Zeit "verballere" und erst viel später feststelle, dass ich da wohl noch nicht hingehen sollte. Um bei Tscheffs Beispiel zu bleiben: Da passt mir die Karotte einfach nicht - oder fehlt komplett.
Ich will unterhalten werden, aber keine sinnlosen Timesink-Sackgassen erleben. Dann spielt man mal eine Stunde, haut sich auf die Couch, wirft das Spiel an und am Ende der Stunde war der Tagesfortschritt gleich Null. Das mache ich 2-3 Mal, dann fliegt das Spiel raus. Ich bin nicht mehr der "Ich zock' jetzt mal 4h lang Konsole"-Typ, wo man dann doch Progress macht über die reine, aufgewendete Zeit. Und in Relation zur aufgewendeten Zeit passt bei 4h der Fortschritt auch viel besser, als wenn ich 1h lang planlos in der Gegend rumgelaufen bin. Liegt es an mir und wieviel Zeit ich zum Zocken habe? Auf jeden Fall auch, bestreite ich nicht.
Bei Skyrim und Witcher hat mich deren Open World viel mehr gefesselt und die nächste Aufgabe, das nächste Ziel war imo auch deutlich klarer erkennbar . Aber auch die hatten ein Problem: Hast Du alles mitgemacht und jeden Stein umgedreht, warst Du nach 60-70% vom Spiel so overpowered, dass der Rest auch nur noch Abspulen und Story-Abschließen war. Wenn ich keine Motivation mehr verspüre, Sachen zu sammeln zB. weil mein Gear zu gut ist, dann geht der Reiz des Spieles für mich fast instant flöten. Nur wenige Spiele halten mich dann noch bei der Stange, Skyrim tat es z.B.