• Das großartige Treffen dieses Jahr wird nächstes Jahr wiederholt. Wir treffen uns wieder im Sauerlandpark. Diesmal ist der Termin noch nicht fixiert. Also schau im Thread vorbei und gib Bescheid, ob und wann du teilnehmen willst und kannst. Ich will auch!

Spieleindustrie

Der Capcom-Showcase war maximal unspektakulär. Es gab nur Updates zu kommenden Spielen und Aktionen, wie Konzerte zu Resident Evil und dem kommenden Street Fighter-Kinofilm.
 
Warum? BF6 hat sich gut verkauft. Bitte AAA nicht sein lassen! Nur die schlechten und illusorischen GAAS Experimente und out-of-Touch Projekte.

Ich will ein Forza, GTA, Elder Scrolls, Halo und Co. Auch in Zukunft. Nicht nur Metrovanias und Indies oder Unity-Spiele.

Die ganze Industrie hat sich auch viel zu sehr aufgebläht. Die wenigen, laufenden Games müssen halt alles andere finanzieren und werden nun “optimiert”.

Es ist quasi eine Gesundung. Zu viel. Hat weniger mit den Games zu tun oder der Qualität.

Die Verantwortlichen haben nun jahrelang nach Spielerengagement/ Investment geschrien und alle Games so optimiert. Und nun wundert man sich, dass die Spieler nicht sofort auf das neue Ding springen, welches sie für 700 Millionen gebaut haben, sondern einfach bei “ihrem” Spiel bleiben, wo sie eine Community und tausende Stunden verbracht haben?

Das Ei sich die Branche einfach selbst gelegt.

Nach dem künstlichen Wachstum in der Pandemie und mit KI kommt halt der Kahlschlag.
 
Eventuell mal wieder AAA, aber halt ohne Service-Programm und nicht auf 100 Stunden bloated?
Resident Evil ist auch AAA usw.

Klar, es gab in den letzten Jahren jetzt mal ein paar grandiose "AA" – aber auch nur, weil die Definition so seltsam ist. Ein Baldurs Gate 3 ist imho eigentlich keines, Claire ... ich weiß nicht... Man kann nun an der Definition drehen, wie man will.

Es gab auch ganz viele, die waren einfach so "70er"... nicht schlecht und sehr effizient. Wenn ein Studio X für 20 Millionen ein gutes Spiel macht und ein anderes für 700 Millionen ein schlechteres... das heißt schon etwas.

Aber dann kann man auch die ganze Hardware-Branche, die eh gerade tot ist, infrage stellen. Man braucht für Unity und AA keine fette Hardware.

Beides zu haben, wäre am besten. Nur nicht so viel, so austauschbar und … wie du sagtest – keine 100 Stunden oder GAAS.

Jeder will Spiele machen, die den Spieler tausende Stunden fesseln und beschäftigt halten – und dann wundert man sich, dass die Leute nicht alles spielen wollen (und können). Schon irre!

Aber, wird wieder besser / anders. Disruption.

Manche fordern, dass die "großen" doch bitte auch für 20 Millionen gute Spiele machen sollen – und wenn die dann Leute entlassen, die es auch falsch.
 
Resident Evil ist auch AAA usw.
"Anders".

Resident Evil ist IMHO ein "Episoden"-Spiel. Engine ist da. Assets sind da. Spiellänge auf 15-20 Stunden. Und dann kannst halt alle 2-3 Jahre so ein Spiel in der krassen Qualität halt raus hauen. Aber Resident Evil versucht auch nicht "realistisch" zu sein. Es setzt ganz klare Linien, die es immer noch bei einem "Spiel" belassen. Ganz banal zB die Animationen, um Puzzles zu machen. Crafting halt simpel im Inventar. Da brauchst eben auch nur sehr dediziert Motion Capturing etc.

Capcom setzt hier bewusst GANZ klare Grenzen, die aber im Rahmen des Franchises auch funktionieren. Aber auch Capcom wird irgendwann damit wieder Probleme bekommen, weil die Engine evtl angepasst werden muss. Die Assets nicht mehr ausreichen....

Ich brauch definitiv die AAA-Scheiße nicht. Schau dir mal an, was für ein Aufwand bei Naughty-Dog ins Motion Capturing, Vertonen etc gepackt wird. Aber für was? Ernsthaft. Am Ende würden 80% davon ausreichen, wenn die Story nice ist und es 2-3 sehr geile Szenen gibt.

Dieser Hang, realistischer zu werden. Ein Spiel nicht mehr Spiel sein zu lassen. Dem Spieler "Wert" in Form von "Zeitinvestment" vor zu gaukeln.
Es ist auch ein selbst gemachtes Problem. FromSoftware macht es übrigens ähnlich wie Capcom. Es gibt einfach "unrealistische" Dinge. Ragdoll. Clipping. Sprünge, ...
Aber das ist dem Spieler eben egal.

Solange wir Sätze hören wie "Also 9 Euro ist mir zu teuer, dann warte ich lieber auf nen Sale für 5 Euro", ist die Industrie einfach am Arsch.
 
Das ist mir alles leider zu Wischi-Waschi. Am Ende zählt halt doch, dass AAA extrem teuer und aufwändig ist, das muss die einzige Definition bleiben, sonst kommen wir ja nicht weiter.

Und, wenn es sich dann doch verkauft... dann ist auch übermäßiges Motion Capturing ggf. wertvoll.

Es muss doch teure und unnötige Projekte geben. Allein aus Showcase. Sonst gibt es keine Entwicklung. Was haben die Studios in der PS2-Ära und davor an Optimierungen gemacht (wegen der Hardware). Daraus sind dann ganz viele Technologien geworden, die auch runtertröpfeln können.

Hast du nicht selbst noch letztens beim aktuellen WOW von "Dreck" gesprochen, weil es nicht nach einer 5090 TI aussieht? Ist doch ein krasser Widerspruch.

Und Stil ist auch nicht Grafik etc.

Die technischen Lighhouse-Games gab es schon immer, soll es immer geben imho. Unnötig und teuer, aber wenn gut gemacht, eben das Optimum. Es gibt ja auch einen Unterschied zwischen uncanny und realistisch. Auch bei Monsters Inc. nutzt man Capturing, weil man nun einmal nicht deutlich länger animieren will jede mögliche Bewegung.

Ich gebe dir aber recht, der Overhead ist halt groß... die Abteilungen machen halt ihren Job "perfekt"... aber DAS macht die Spiele fast nie kaputt, sondern eher Entscheidungen viel weiter oben.

Thema Resi: Beim Teil davor hat es mich schon arg abgetörnt, dass die Umgebung statisch ist, ich kann nicht einmal eine Vase umrennen oder verstören. Unnötig. Okay.. Aber wäre dann NOCH besser.

Schlechte Gesichtsanimationen wie bei Bethesda rauben die Immersion. Doofe Animationen wie das "Schleichen" beim Tanted Grail haben mich nur noch in der Ego-Perspektive spielen lassen.

Die Grenze zwischen "Zu viel, weil zu teuer" und "nicht gut genug" ist echt sehr klein.

Ich bleibe aber dabei: Die meisten Games scheitern nicht an zu professionell, sondern an andren Faktoren. Inkl. Übersättigung oder fehlender Vision.
 
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