Ich verstehe deine Auflistung nicht ganz.
Du definierst hier die Vorzüge von LLMS. Obwohl ich teilweise andere Meinungen habe. Eine KI ist weiterhin nur ein "Teil" von Intelligenz – eben Wahrscheinlichkeitsrechnung.
Aber das hat alles nichts mit meiner Aussage zu tun, dass bisherige, disruptive Revolutionen immer auch Perspektiven hatten. Die Industrielle Revolution hat ganz neue Berufe und Tätigkeiten geschaffen, die IT-Revolution genauso. Der Ackerbau, usw.
Wie
@Tempest2K sagte, blieben immer viele auf der Strecke, nach einer gewissen Zeit jedoch ergaben sich neue Chancen.
Unsere Gesellschaft fuhr dann ja an den Punkt, an dem Akademiker gute Chancen hatten und der Blue Collar quasi ausgenommen wurde von dem Gesellschaftsvertrag.
Und nun? Wenn wir schon die Fließbänder vom Jobmarkt abklemmen, nun auch die Sachbearbeiter, Programmierer, Texter, Grafiker, Ärzte, Assistenten, Statiker, Wissenschaftler und Co.
Woher soll dann das BIP noch kommen um Wirtschaft überhaupt zu betreiben? Wer soll sich ohne Job dann noch überhaupt KI leisten?
Das ist noch weit hin, aber wie du schon sagtest, das ist der Anfang.
Bisher gab es eine Regel in der Globalisierung: Als erster abgreifen, dann leidest du als letzter.
Einfaches Beispiel: Firma X, z.B. "Miele" produziert nun alles in China und kündigt seinen 100000 Mitarbeitern. Die können sich aber bei Firma Y nun keinen VW mehr kaufen. VW produziert also auch in China... die ehemaligen Mitarbeiter können sich also keine Miele mehr leisten. Dann wird halt bei Xiaomi gekauft. Und Miele heult: "Der Markt ist nicht da!"... ein Teufelskreis.
Wie stellen wir uns also bald die Welt vor? Es gibt kaum noch Bedarf an Arbeit, weil "KI" und "Roboter" alles besser machen können und günstiger sind? Und was dann? Selbst die Entwicklung von KI und Robotern wird KI übernehmen, der Zusammenbau wird von Robotern erledigt. Klassische Dystopie, wie sie seit den 30ern schon zu lesen ist.
Der einzige Weg ist dann eine Art "Dubai"... so man einer kleinen Gesellschaft aufgrund der Ressourcen und einem mega Anteil an faktischen Lohnsklaven Perspektiven gibt. Oder eine Art Sozialismus.
Natürlich. Aktuell bietet KI große Chancen noch produktiver zu sein, es ist sogar mega geil, "Scheiß"-Arbeit nicht mehr machen zu müssen (Stichwort Fließband).
Jede Revolution führte am Ende aber weiterhin zu einer Zuspitzung des Problems, dass extrem wenige den meisten Teil vom Kuchen haben. So 1% hat 90% des Geldes.
Bevor KI unser Leben also vereinfacht, wird es eher eine Revolution geben, die uns in die Vorindustrielle Zeit bringt. Denn Fortschritt ist zunächst einmal gar nicht das primäre Ziel einer Gesellschaft, sondern "akzeptables Leben".
Kannst du dir vielleicht nicht vorstellen in deiner Bubble. Aber 99% aller Menschen hätten gern nur ein angenehmes Leben und einen Sinn in ihrem Job. Das fällt schon seit 1890 quasi zusammen und erreicht jetzt den Höhepunkt, ich sehe da absolut keine Lösung.