Film Zuletzt gesehener Film Teil 8

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Also gerade die Charakterentwicklung bei Django ist doch gut ausgearbeitet. Anfangs noch ein schüchterner Mann wird er immer mehr zum Revolverhelden, der auch mal das Maul aufreisst. Zum Schluß wird er ja fast zum überlebensgroßen Superhelden aufgebauscht. Warum sollte er nicht von Anfang an Reiten und schießen können? Wir sind schließlich im wilden Westen. Und ich meine das lesen hat ihm seine Frau beigebracht. Wird in einer Rückblende erklärt. Und das er keine Probleme damit hat, seine weißen Sklaventreiber zu erschießen finde ich jetzt auch nicht so ungewöhnlich. Wird später doch auch nochmal drauf eingegangen, bei der Hundeszene. Er ist Gewalt gegen andere halt einfach gewöhnt.

Djangos Frau hat mehrere Fluchtversuche unternommen und wird dafür bestraft. Jackson ist der Ziehvater von Candy, und hat sich somit eine bestimmte Stellung erarbeitet, und Candy sieht ihn als gleichgestellt an. Zudem ist er halt einfach raffgierig und geht über dafür über Leichen. Die Witwe ist halt einfach eine Nebenfigur wie der Anwalt oder die dicke Haushälterin. Was soll man die Rolle groß ausschweifen lassen. Sprünge gabs für Tarantino Verhältnisse doch so gut wie gar nicht, die Handlung ist doch sehr straff erzählt. Bis auf ein paar Rückblenden zu Anfang ist das ganze sehr linear. An die von dir beschriebene Szene kann ich mich nicht erinnern. Schultz wird von Candy eingeladen in der Kutsche mitzufahren. Dann steigt er kurz aus um sich mit Django zu beratschlagen, dann gehts in der Kutsche weiter bis zur Hundeszene, und von da an gehts zur Candyranch. Alles in allem scheint es mir so, du hättest dich mehr auf den Film als auf andere Kinobesucher konzentrieren sollen. Der ein oder andere Handlungsfaden wird von Tarantino halt nur in Dialogen erklärt, was aber auch ausreicht. Der Film ist eh schon lang genug, da jetzt noch jede Nebenrolle bis ins Detail filmisch aufzuarbeiten, hätte das ganze von der Länge her gesprengt
 
Expandables 2

Ziemlich enttaeuschend. Ich hatte mir wesentlich mehr bessere Ideen erwartet, wie man was in die Luft jagen oder Menschen ins Jenseits befoerdern kann. Wesentlich mehr ueberraschende Actionszenen uswusf. Hat man alles irgendwie schon mal gesehen. Dazu kaum sitzende Punchlines und viel, viel zu wenig Selbstironie. Alles in allem eher mau.

Wertung irgendwie ne 6.5/10
 
Ich hab schon zugeschaut :) Im Film wird mehrfach erwähnt, dass Schwarze nicht reiten dürfen. Wenn das so häufig erwähnt wird ist es schon etwas merkwürdig, wenn Django das ohne Probleme kann. Aber wenn dir der Film gefallen hat, dann ist ja alles in Ordnung. Ich bin vielleicht mit der falschen Erwartungshaltung rein.
 
gilt glaub ich nur für in der Öffentlichkeit. Die meisten Sklaven werden bei der Farmarbeit sicher mal geritten haben. Ist aber auch Wumpe, das macht den Film jetzt imo auch nicht besser oder schlechter ;) Da dir die Basterds schon nicht gefallen haben, magst du vielleicht auch einfach Tarantinos Erzählstil nicht
 
Grabbers

Wer mal wieder Lust auf nen netten, kleinen, lustigen Monsterfilm ala Gremlins oder Tremors hat, sollte hier mal reinschauen. Außerirdische Tentakelwesen greifen ein verschlafenes, irirsches Fischerdorf an und sind nur gegen eines allergisch: Alkohol :D Klingt bescheuert, isses auch, aber witzig erzählt mit viel schwarzem Humor, netten Charakteren und schon anzuschauenden Monstern. Man merkt hier und da mal das das Budget nicht sonderlich hoch war, aber das macht der Film durch Charme wieder wett. Sehenswert. Übrigens mit Richard Coyle, dem verrückten Typen aus Couplings, in einer netten Hauptrolle.

http://www.youtube.com/watch?v=SjfU3Cgv_Lc

Wo wir gerade beim Coyle sind, der hat auch im Remake von Pusher mitgespielt. Ist ganz ordentlich geworden, hat aber nen ganz anderen Stil als das Original. Setze das noch auf nen dreckigen, realen Look, gibt es hier stylishe Bilder untermalt von einem Elektrosound. Muss man nicht mögen, ist aber ganz unterhaltsam und nett gefilmt. Ansonsten storymäßig 1:1 umgesetzt. Nicht so gut wie das Original aber immer noch ein netter Gangsterfilm. Und Coyle mal in einer ernsten Rolle zu sehen ist auch ganz angenehm

http://www.youtube.com/watch?v=tfRt3Y6zSvQ

Wo wir gerade bei lustigen Typen in ernsten Rollen sind. Kennt ihr noch David Hyde Pierce? Der hat in der Fernsehserie Frasier, den Bruder vom Hauptdarsteller gespielt. In Dinner for One spielt er einen psychopathischen Mörder. Und das sehr gut und intensiv. Er trägt den Film eigentlich komplett und fesselt einen vor den Schirm. Der Rest des Films ist aber auch ganz nett und wendungsreich. Nichts scheint so zu sein, wie es ist, bricht recht oft mit Filmregel und überrascht einen deswegen immer wieder. Sehenswerter, kleines Kammerspiel in düsterer Atmosphäre.

http://www.youtube.com/watch?v=sO_kG8Uu1k4

Wo wir bei Wendungsreich sind. Detention habe ich auch noch gesehen. Irgendwas zwischen Teenieslasher, Coming of Age und Zeitreisefilm. Ganz nett, aber irgendwie komisch geschnitten. Und der Film weiß nicht so recht was er sein soll. Arbeitet immer wieder mit Versatzstücken bekannter Genres, ist aber weder Fisch noch Fleisch noch Gemüse. Sondern eher MischMasch-Pampe. Hat mich nicht vom Hocker gehauen aber auch kein schlechter Film.

http://www.youtube.com/watch?v=G4PFz9gIKKM

Apropo nicht vom Hocker gehauen. Das Spiderman-Remake ist ganz schlimme, seelenlose Comicgrütze. Lahm, langweilig, fehlbesetzt, ohne eigene Ideen und einfach zwei Stunden Langeweile. Dachte sich wohl auch Emma Stone, die hier gelangweilt und unmotiviert vor sich hinschauspielert. Kein Vergleich zum grandiosen Sam Raimi Spektakel damals

http://www.youtube.com/watch?v=KZiXdQiM78s

Wesentlich motivierter waren da schon die Jungs und Mädels in Avengers. Das ist eine Comicverfilmung wie sie sein muss. Witzig, unterhaltsam. mit dem nötigen Bombast und einer gewissen Tiefe, die aber nicht ins Aberwitzige Abdriftet. Dazu eine wunderbar aufgelegte Darstellerriege und einem Regisseur der wusste sie entsprechend in Szene zu setzen. Kurzweilig trotz recht langer Laufzeit und gut bei Transformers 3 geklaut :D

http://www.youtube.com/watch?v=eOrNdBpGMv8

Apropo Kurzweilig. Das ist auch Battleship, der lange nicht so schlecht ist, wie er oft gemacht wird. Na klar, die Geschichte ist Blödsinn und die Darstellerriege ziemlich beschissen, aber unterhaltsam ist die Alienhatz auf jeden Fall. Im Grunde sowas wie der teuerste B-Movie aller Zeiten. Wenn man das ganze nicht allzu ernst nimmt, und seine Erwartungen dementsprechend zurückschraubt, wird man im Grunde gut unterhalten. Klar gibts ne Menge Pathos, und die Geschichte hat soviel Logiklöcher wie ein Schweizer Käse, aber spätestens wenn sie zu AC/DCs Thunderstruck das alte Schlachtschiff klarmachen, wird doch auch der letzte grinsend vor dem Schirm sitzen und sich einfach gut unterhalten fühlen. Die Mischung aus Hardrock, fetten Effekten und dümmlicher Handlung funktioniert halt immer

http://www.youtube.com/watch?v=qDMXkPfxjOc

Fette Effekte und dümmliche Handlung? Da fällt mir noch Men in Black 3 ein. Fand die ersten beiden Filme unterhaltsam, vor allen Dingen der erste, war damals tricktechnisch eine Augenweide. Teil 3 kann da zwar immer noch mithalten, aber irgendwie kommen mit die verrückten Aliens und dummen Sprüche zu kurz, dafür gibts ne nette Zeitreisegeschichte und mit Josh Brolin eine gute Ergänzung zum bekannten Duo Smith/Jones. Wobei mir letzterer etwas zu kurz kommt

http://www.youtube.com/watch?v=IyaFEBI_L24

Apropo zu kurz. Der letzte van Damme Streifen Six Bullets, ist dafür was er ist, ganz unterhaltsam. Also für einen van Damme Streifen halt. Wer nicht zuviel erwartet, bekommt einen routinierten Actionfilm, wie es in in den Achtzigern zu oft gab und in den Neunzigern von den Expendables zu oft gedreht wurde. Wer sowas mag wird hier gut unterhalten

http://www.youtube.com/watch?v=wDBWJocOi3c
 
Iron Sky 5/10

OK, der war echt schlecht trotz grenzgenialer Idee und gutem Design - aber die schauspielerische Leistung war durch die Bank unterirdisch. Jetzt bitte jemand ran der außer CGI was drauf hat.

Oh, und herzlich willkommen natürlich :)
 
Warm Bodies

Das Buch fand ich zu 2/3 fantastisch, das letzte Drittel unerträglich. Im Film haben sie dann die Buchvorlage sämtlicher interessanter Ideen beraubt (im Buch sind die Zombies eine Art Parallelgesellschaft und "Kinder" werden z.B. mit gefangenen Menschen darauf trainiert, sich im Kampf zu wehren und die Scheu abzulegen, Menschenfleisch zu essen). Dafür hat der Film ne ganze Reihe Logiklöcher spendiert bekommen und die deutsche Synchro gibt ihm dann den Rest. Ich hab vom Original nur die ersten fünf Minuten gesehen aber da "reden" die Zombies nicht wirklich, sondern stöhnen und hauen halt immer mal wieder ne Silbe raus. Das wird im Buch auch schon beschrieben, wie nach 2-3 Silben einfach so ne Art Blockade ausgelöst wird. In der dt. Version bilden die Zombies quasi von Anfang an Sätze. Das fand ich total albern. Während die Buchvorlage wirklich auch für mich als Zombiefan unterhaltsam war, ist der Film mehr oder weniger Twilight mit Zombies.

Da ein paar Brüller aus dem Buch erhalten geblieben sind:

4/10
 
Life of Pi

Bildgewaltiger Film. Erinnert mich von der Art sehr an "The Big Fish". Die Geschichte plätschert so vor sich und man möchte einfach nicht das Ende sehen, weil man das, was man sieht, einfach gerne weiterhin verfolgen möchte. Sehr netter Plot-Twist und definitiv eine Message, über die man sich Gedanken machen sollte. Ich mag den Film.

War gerade im 2,50 Kino drin und kann deine Eindrücke nur unterstreichen. Mir ging's genauso, ich hätte gerne weitergeschaut. Visuell ein Genuss, schon der Beginn im Zoo ist fantastisch.
 
Skyfall ...

... oder anders ausgedrueckt: Was ist eigentlich aus James Bond geworden? Den Film haette man gerne auch "The Transporter 7" nennen koennen. Ich bin gnadenlos enttaeuscht.

Zum Einen: Warum loest man in Daniel Craigs vermutlich letztem Bond nicht die Story von "Casino Royal" und "Quantum of Solace" auf? Waere imho ein Muss gewesen. FAIL! Ein total wirres Drehbuch mit einem durch und durch uncharismatischem und langweiligem Boesewicht. Dann kommt noch ein 14 jaehriger "Q" dazu und zu allem Ueberfluss verreckt "M" aka Judy Dench am Ende noch. Dench als "M" war einfach grandios. Die letzten 3 Filme hatten mit Bond NullKommaNull was zu tun. Vergewaltigung waere noch milde ausgedrueckt. Mit den Filmen hat man der Bond Franchise keinen Gefallen getan. 08/15 Kost ohne versnobten Bond Charme. Einfach nur Action. Einfach nur schlecht!

Alles in allem:

1 Punkt fuer die Titelmelodie (imho eine der Besten ever :love:)
0,5 Punkte fuer die zT klasse sarkastischen Sprueche
0,5 Punkte fuer
die neue Moneypenny :sabber:
-0,5 Punkte fuer
die Besetzung der neuen Moneypenny. Die ist einfach zu jung und sexy
0,5 Punkte fuer den Aston Martin DB5
1,5 Punkte um das Machwerk noch ueber die 3 Punkte zu hieven weil schlechter als "Lesbian Giantcroc vs. Tacozilla" ist er nicht

3,5/10
 
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