Hmm, also ich finde den Hype auch etwas zu arg. Hab ausser dem 4. Teil alle SC-Spiele gespielt und gemocht. Conviction erscheint mir aber bisher irgendwie eine "Light"-Version zu sein. Das Repertoire ist irgendwie reduzierter.
Inszenierung und Storytelling sind sehr geil, wobei ich leider DoubleAgent auf der PS3 gespielt habe, also irgendwie gar nicht im Thema bin, da die komplette Story wohl nur auf der PS2 zu spielen war?
Aber die bisherigen Levels (bin gerade im Echolon HQ) waren nicht wirklich so fesselnd wie ich es mir vorgestellt hatte. Die Abwechslungen sind ein wenig arg fad, ein wenig Hinterherlaufen und nen Richtmikrofon halten.. das Irak-Level war aber geil! Die Verhöre sind irgendwie so belanglos und wiederholbar..
Die "Substanz" hat sich jedoch nicht geändert. Lichter ausknipsen und wenn man mag auf die wenigen "Tools" zugreifen die man hat, mit dem neuen System nach Nahkampf-Kill. OK!
Was mich irgendwie gestört hat/ stört: Ich habe das Gefühl, in den letzten Teilen musste ich mich viel mehr bewegen. Nun gibt es an fast jeder heiklen Stelle eine Art "NoBrainer"-Lösung. Durch Zufall habe ich immer eine Stelle gefunden und konnte von dort aus alle Gegner, einem nach dem anderen jeweils ausknipsen.
Jetzt kann man sagen: Du sollst das Spiel auch so spielen, dass Du die 10 Gegner nicht einfach einem nach dem anderen, ohne entdeckt zu werden mit einem Kopfschuss erledigst. Aber warum? Ich will doch die Story erleben, und wenn es so einfach geht? An diesen "Stellen" wurde ich auch nie entdeckt, scheinbar sind auch Elite-Wachen zu doof mal nach oben zu sehen

. Die Lösungen sind also irgendwie mehr inszeniert als in den letzten Teilen, ich habe nicht wirklich das Gefühl in einer "lebenden" Szenerie zu stecken, sondern muss einfach die –meistens einzige Lösung– finden, und so schwer ist das nicht.
Was extrem nervt ist die Mitteilungsaffinität/ das Sendungsbewusstsein der niederen Gegner. Mann.. da will man etwas schleichen und es elegant machen, und dann nerven die Typen mit ihren hohlen Sprüchen ("Daaaa gehe ich nicht rein!" "Du glaubst wohl nicht, dass wir da reingehen!"), dann man kurzerhand alle so schnell wie möglich einfach abknallt, damit Ruhe herrscht

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Wie so oft erscheint mit der Hype (trotz der super Inszenierung, die mir jedoch auch relativ schnell in die Trivialität abdriftet) nicht gerechtfertigt. So richtige "Aha"-Erlebnisse oder besonders geile Stellen/ Setting hatte ich noch nicht. Und die Story, also der Plot ansich scheint auch eher Einheitsbrei und ruht sich zu sehr auf Sams "Rachefeldzug" aus. Nur, das einzige was den "neuen" Sam ausmacht ist wohl nur sein rüder Umgangston beim Verhör... irgendwie.
Mal gucken wie es weitergeht.