Wii-Controller fliegen tief
Die Wii-Konsole hat Nintendo eine Menge guter Presse eingebracht - jetzt aber auch Kritik: Weil Wii-Spieler gern wild fuchtelnd spielen, steigt das Unfallrisiko im Wohnzimmer.
Seit heute steht auch hierzulande Nintendos Lowcost-Spielkonsole Wii in den Läden. Eines ihrer Alleinstellungsmerkmale ist der originelle Spiele-Controller. Er kann, anders als die meisten Konkurrenzprodukte, auch räumliche Bewegungen registrieren.
Etliche Programmierer nutzen diese Fähigkeit rigoros aus, um ihre Spiele realistischer machen. Wer mit der Wii beispielsweise virtuelles Bowling oder Tennis spielen will, muss sich daher wirklich vom Sofa erheben und mit dem Controller wild durch die Luft wirbeln. Ein Sicherungsband um das Handgelenk des Spielers soll dabei verhindern, dass der Controller sich in solchen Situationen selbstständig macht.
Offenbar mit mäßigem Erfolg. Wie das Blog "Wii Damage" dokumentiert, hat es offenbar schon etliche Fälle gegeben, bei denen sich die Sicherung gelöst und der Controller auf einer ballistischen Flugbahn die Hand des Spielers verließ. Oft mit direktem Kurs auf TV-Geräte und Hifi-Anlagen.
Etliche Bilder dokumentieren, dass es dabei zu durchaus ernstzunehmenden Schäden kommen kann. Von diesen Meldungen aufgeschreckt will Nintendo nun der Ursache für das spontane Sicherheitsgurt-Versagen auf den Grund gehen. Wer dass ungewöhnliche Steuergerät solange auf sichere Art und Weise verwenden will, sollte sich entweder das Tool WiinRemote besorgen. Damit soll der Game-Controller zur 3D-PC-Maus mutieren. Mac-Anwender bekommen dieselbe Funktionalität mit der Software DarwiinRemote.