• Das großartige Treffen dieses Jahr wird nächstes Jahr wiederholt. Wir treffen uns wieder im Sauerlandpark. Diesmal ist der Termin noch nicht fixiert. Also schau im Thread vorbei und gib Bescheid, ob und wann du teilnehmen willst und kannst. Ich will auch!

Konsole/PC The Game Awards 2025

Glückwunsch an Sandfall Interactive fürs erwartete Abräumen und den "Game of the Year"-Award :)

Ich seh dahinter einen Arschtritt an die Industrie generell, mit dem der Underdog die großen AAA-Titel und deren Publisher ausgebootet hat. Ich glaube, für uns Gamer kann es nur von Vorteil sein, wenn Spiele wie "Clair Obscur", "Baldur's Gate 3" oder auch "Astro Bot" den Pokal mit nach Hause nehmen und nicht jedes Jahr ein "Call of Duty" gewinnt. Wie gesagt, der Award im kommenden Jahr ist durchaus vorhersehbar. Könnte nur ne knappe Kiste zwischen Release von "GTA VI" und Stimmenvergabe werden. Wäre das Rockstar-Produkt 2025 erschienen, so bin ich mir sicher, dass "Clair Obscur" keine Chance gehabt hätte.

Dass "Mario Kart World" einen Preis gewonnen hat, wurmt mich persönlich etwas, denn ich finde das Spiel echt nicht gut. Es bleibt weit hinter seinen Möglichkeiten und wird von nahezu allen anderen Teilen der Reihe meiner Meinung nach übertroffen. Aber da zusätzlich noch die Verkaufszahlen stimmen, macht Nintendo eben weiter Nintendo-Dinge und fühlt sich gegenüber seiner User erhaben. Eigentlich fehlt hier nur noch, dass die "Mario Kart 8"-Server abgeschaltet werden, um die Spieler auf "MK World" festzuzurren. Es wäre Nintendo inzwischen zuzutrauen.

Was die Ankündigungen neuer Games während der Show angeht, so lassen mich die meisten inzwischen kalt. Dass Lara Croft ein Comeback feiern wird, freut mich allerdings schon, wobei ich das Remake von Teil eins auslassen werden. "Tomb Raider: Catalyst" könnte jedoch durchaus auf meiner Einkaufsliste landen.
 
und nicht jedes Jahr ein "Call of Duty" gewinnt.

Ein Call of Duty hat noch nie einen "The Game Awards" gewonnen :)

Also nicht, dass ich wüsste in der Haupt-Kategorie, oder ich irre mich.

Imho hat mal der Original-Teil, sowie Modern Warfare 1/ 2 was gerissen bei Awards. Das war aber 2003 oder 2004... und damals auch zurecht imho.

Was TGA angeht, da finde ich die Gewinner der Haupt-Trophy allsamt sehr plausibel. Man merkt einfach, dass da keine Agenda ist. Manchmal werden Titel wie Overwatch gewählt, die dann aber auch in dem Jahr für einen großen Hype sorgten. Dann mal Klassiker wie Witcher 3, Hochglanz AAA wie GoW und TLOU2... aus unterschiedlichen Gründen – GoW war ein sehr gutes Relaunch und TLOU2 war schon sehr polarisierend..

2021 It takes two.. dann Eldenring...

Ne, fand ich alles immer sehr gut!
 
Die Redaktion der M!Games kührt ebenfalls wie immer ihre Spiele des Jahres. Dort schafft es "Clair Obscur" nur auf Platz 5. Die Top 5 lesen sich dort folgendermaßen:

5. Clair Obscur
4. Donkey Kong Bananza
3. Hades II
2. Monster Hunter Wilds
1. Death Stranding 2: On the Beach

Im Heft kann man alle nachlesen. Auf der Homepage wurde die TOP 30 in den letzten Jahren immer vor Jahresende Stück für Stück veröffentlicht.

Bei den "Indie Game Awards" wurde "Clair Obscur" wegen dem Einsatz von KI nachträglich disqualifiziert, wobei es sich hierbei wohl nur um ein paar Plakatgrafiken im Spiel handelte.

 
Bei den "Indie Game Awards" wurde "Clair Obscur" wegen dem Einsatz von KI nachträglich disqualifiziert, wobei es sich hierbei wohl nur um ein paar Plakatgrafiken im Spiel handelte.

Voll die Hexenjagd. "Muss" vielleicht auch sein, aber albern, dass das nicht genauer betrachtet wird. Wir man bald auch gecancelt, wenn man ein KI-Tool zum Upscaling benutzt oder für die Korrektur von Texten. Ich hoffe, die M! nutzt auch nie eine LLM für auch nur einen Text -.-

Passend:

 
Der Beissreflex ist halt da, verstehe das auch... aber das Bild ist eben total divers. Extrem viele Kreative in mehreren Umfragen sagen wohl, dass AI, gerade beim Konzept, nicht wirklich hilft. Entweder, weil der richtige, kreative Prozess dann schon on rails ist, es kommt halt dann auch nur Standard heraus, oder weil "Unwissende" eben dann den Shortcut nehmen und Slop herauskommt.

Dennoch kann man ja gern experimentieren und dann schauen, ob es einen Mehrwert gibt.

Sehr am Anfang die ganze Sache, gerade dann, wenn der Prozess nicht logisch ist.

Finde ich selbst auch schwierig. Tools werden immer besser, am Ende wird sich alles aufteilen. Wie schon jetzt. Massenproduktion vs. Individuell.

Ist ein philosophisches Problem, inkl. Dead Internet und Co. Noch ist eben kein "Ghost in the Machine", LLMs haben absolut nichts damit zu tun imho. Aber, haben wir ja an anderer Stelle.
 
Genau SO.

Wenn ich für meine Arbeit einen Akkuschrauber nehmen kann, warum soll ich die Scheisse dann mit nem Schraubenzieher rein drehen?
Yet another tool in the box.
Ja schon. Aber imho in dem Kontext nicht richtig. Durch die Arbeit kommt man ja nur auf andere Ideen, Wege und Co. Gerade bei kreativen Tätigkeiten. Da ist oft der Weg auch ein Teil vom Ziel.

Eine Schraube drehst du mit irgend einer Norm immer gleich (richtig) fest. Ein Konzept oder Artwork funktioniert anders, sogar so weit, dass auch falsche Ansätze am Ende zu einer ganz anderen Lösung führen können.

Wenn man denn so intensiv und professionell arbeiten will.
 
Das kann man sich jetzt drehen und wenden wie man will. Kleines Experiment:

Durch einen Akkuschrauber kommt man ja auf andere Ideen, Wege und Co. Gerade bei kreativen Bauvorhaben. Jetzt kann man einfach mal probieren, weil die Schraube ist ja sofort drin und auch wieder draußen. Da ist oft der Weg auch ein Teil vom Ziel. Ein Artwork erstellst du nach irgendeiner Vorgabe/Kunstrichtung und hast selbst mit einem unfertigen Ergebnis eine Arbeitsgrundlage. Eine Baustelle funktioniert anders. Ich gehe sogar so weit, dass sie niemals fertig ist und jeder Fehler irgendwo auch zu einer ganz neuen Lösung führen kann.

Wenn man denn so intensiv an dem Bauvorhaben arbeiten will. :)

Was ich sagen will: ich finde was Jeff sagt trifft es schon sehr gut. Mit dem Akkuschrauber kommst du schneller zum Ziel und evtl. sogar auf ein anderes Ergebnis, weil man jetzt mehr Schrauben in kürzerer Zeit verwenden kann und somit Techniken möglich sind, die ohne Akkuschrauber nicht möglich/sinnvoll wären. Du wirst aber jetzt wahrscheinlich nichts erschaffen können, was ohne Akkuschrauber nicht auch möglich wäre. Tendenziell wird das Ergebnis wahrscheinlich sogar schlechter sein, weil es nach dem Gesetz der Massenproduktion optimiert wird.

Ein paar Handwerker bauen trotz der Hilfsmittel weiter aufwendig, sind aber eben schneller. Aber selbst der Hubert aus Goppertsweiler kriegt jede Schraube irgendwie ins Holz und der Schrank bricht nicht mehr zusammen.

Und so ist es ja auch im kreativen Bereich. Man hat eine gewisse Vorstellung und kann jetzt sehr viel aufwendigere und vor allem mehr Artworks in kurzer Zeit erstellen. Es wird aber sicher nichts rauskommen, was man ohne nicht auch (besser) machen könnte.

Daher denke ich wird das untere Level ansteigen. Selbst simpelste Spiele haben plötzlich Voice-Acting, schöne Artworks etc. Aber die richtig guten Titel werden dadurch nicht besser. Man kommt halt wahrscheinlich schneller ans Ergebnis.

Man sieht ja welche Wege das nehmen kann.
In Anno haben sie mit KI Artworks erstellt und die kamen überhaupt nicht gut an. Weil sie halt einfach so verwendet wurden, wie sie ausgespuckt wurden - mit Fehlern wie sie einem Menschen nicht passieren würden (Hände etc.). Bei Expedition 33 / Larian etc. wirds verwendet um Ideen direkt irgendwie zu visualisieren und eine Grundlage für das richtige Arbeiten zu haben.

Und am Ende war das vorher doch auch schon so. Die Leute, die eine Vision haben und an ihr Produkt glauben stecken viel Energie rein und wollen etwas besonderes erschaffen. Die anderen versuchen halt mit so wenig Aufwand wie möglich zu einem Ergebnis zu kommen. Nur das "wie" hat sich halt verändert.
 
Gerade Konzepte würde ich NICHT mit AI machen.. das ist genau anders herum. Und das sagen auch oftmals viele Artists (muss die Umfragen raussuchen). Und ich kenne das aus der Praxis auch.

Das Konzept, das "grobe" ist oftmals die kreativste Lösung. Auch, weil oftmals die Grundidee eben nicht das beste Ergebnis ist, weil man bei der Bearbeitung auf andere Ideen kommt (weil das Unterbewusstsein die ganze Zeit daran arbeitet).

Ich würde einer KI eher die "langweilige" Aufgabe des Finetunings geben, als das grobe Konzept.

Jeder Kreative, der wie ein Handwerker arbeitet (generell oder in einem aktuellen Projekt), wird KI als Werkzeug nutzen und es wird gute und schnelle Ergebnisse bringen. Immer dann, wenn er vorwiegend kreativ arbeitet, wird KI es deutlich schlechter machen, in fast jedem Schritt des Prozesses. Das jedenfalls ist meine Meinung, nach nun ja schon über 2 Jahren seit den ersten KI Tools.

AI ist imho die nächste Stufe von Uncanny. Kann das mal ausführen, aber das ist nicht wissenschaftlich belastbar.
 
Kommt ja aufs Gleiche raus :)
Wird aber auch dazu führen, und darauf bin ich sehr gespannt, in wiefern man nun herausstechen wird. Ist ja alles "komplex". Der Handwerker-Betrieb um die Ecke will und braucht eben keine große Kreativität, außer, er will es bezahlen.

Bei Games das selbe... und hier ist auch die Falle der AAA. Schon jetzt meckern "wir" ja alle über "sieht alles gleich aus" und "ist öde" und feiern zurecht dann die Indies. Das selbe gibts ja überall.

Beispiele zum Prozess:

Man braucht für ein Spiel eine Story. Also setzen sich da ein paar Writer hin und schreiben halt irgend einen Slop für ein RPG. Alles irgendwie okay. Ist halt ein Job, wird handwerklich okay gemacht, zig Teams wollen dann mitreden usw. Hier eben die Massenproduktion.

Und dann eben ein Bub, der seit Jahren etwas mit sich führt und daraus dann etwas erschafft, was wirklich "toll" oder "neu" ist.

Zweiteres ist halt wirtschaftlich für die Industrie nicht interessant, weil nicht planbar. Das ist dann der Herr der Ringe oder irgend ein geiles Indie-Games, selten auch eben ein AA oder AAA. Das ist der Unterschied zwischen Ghibli oder Kojima und Marvel und Blizzard.

Ich sage nicht, dass KI schlimmer ist als normaler Industrie-Slop, aber es kann dazu führen, dass eben NOCH mehr Slop entsteht in der Summe.

Das liegt auch in der Natur von KI, die halt weiterhin nicht "denkt". Und da Kreativität meist sogar unterbewusst passiert, ist dieses Tool noch weiter weg als alle anderen.

Beispiel Fotoshootings: KI ist genauso wie Stock. Wenn man aber nun mit einem Team bei Shooting eine ganz besondere Stimmung erschaffen lässt, das MIteinander dann dazu führt, dass "ganz andere" Fotos entstehen als geplant – die man so gar nicht erst konzipiert hätte – dann passiert eben die "Magic" und am Ende kann man oft genug ein herausragendes Ergebnis haben, mit dem nie jemand gerechnet hatte. Ist auch ohne KI selten – und KI wird das auch nicht gefährden.

Ich denke jedoch, dass niemand, der gern herausragende Ergebnisse in weitem Feld der Kunst haben will, KI selbst nur als Tool gutheißen soll.

Theoretisch würde ich mir auch natürlich eine KI wünschen, die aus meinen Ideen oder Konzepten dann die Feinarbeit macht. Das wäre dann wie eine eigene Abteilung an Grafikern z. B., die die Vorgaben des AD nur umsetzen soll.

Wenn ich aber daran denke, wie oft ich im öden Prozess des ausarbeiten auf andere Ideen komme.... das ist in etwa so wie die Geistesblitze beim Duschen oder Sport. Weil dein Unterbewusstsein in der Ruhe der öden Arbeit einfach viel effektiver arbeiten kann.

Sehr selten setzt man sich so hin: So, jetzt entwickle ich das Konzept... und dann kommt etwas richtig geiles heraus. Man muss nur alle Probleme in seine Birne laden, herumprobieren... und dann hat man Ideen, wenn man nicht damit rechnet.

All das hat man imho mit KI nicht. Oder nicht in der Form beim Konzept.
 
Wahrscheinlich werden einige Awards die Regeln in Zukunft etwas lockern, denn KI wird ja immer präsenter und ermöglicht kleineren Studios eventuell sogar, einige ihrer Konzepte mit geringem Budget überhaupt umsetzen zu können.

"Clair Obscur" hat dermaßen viele Dinge eigenständig hervorgebracht, dass die Aberkennung eines Indie-Preises eher wie eine Notaktion wirkt. Man setzte eben mal ein Statement gegen den GOTY-Gewinner 2025. Sandfall kanns egal sein, die großen Preise wurden abgeräumt und die Verkäufe dadurch noch einmal angekurbelt. Gespannt bin ich auf das nächste Spiel des Teams, von dem ich einfach mal ausgehe, dass es nicht so abräumen wird wie das Erstlingswerk.
 
Dass Kingdome come 2 nichts bekommen hat (oder?), finde ich einen Skandal.

Das Spiel ist für mich absolutes goty
 
Dass Kingdome come 2 nichts bekommen hat (oder?), finde ich einen Skandal.

Das Spiel ist für mich absolutes goty
Ich glaube einfach, dass KCD2 zu hardcore ist tbh. Es ist einfach 30% zu krass, um jeden RPG-Fan Spaß zu machen. Damit meine ich nicht, dass man so ne Scheiße wir Veilguard bringen muss (wobei mir das Kampfsystem gefiel), aber zehn mA im Tutorial sterben, weil ein Eber mir in den Arsch beisst ist schon hardcore.

Der Grund übrigens, warum ich es nie spielte. Halt eine Pace, die passt gerade nicht. Brauche gerade keine Parallelwelt, nur Unterhaltung.

Da ist CO ziemlich Mainstream dagegen.
 
Naja aber der Preisträger ist auch nicht gerade von schlechten Eltern schwierigkeitstechnisch.

Und kcd ist auch nicht so speziell wie 33 und ist 100% mehr RPG ;)
 
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