Nochmal: Warum braucht man als einzelnes Individuum 100 neue Spiele im Jahr?

Die Menschen, die wirklich soviel Zeit haben, 100 Spiele zu spielen, die haben ernsthafte Probleme an anderer Stelle.
Der Grund ist doch ziemlich logisch?
Weil diese Käufer der Faszination aus ihrer Kindheit nachjagen und hoffen, dass es bei einem dieser Käufe dann auch wirklich "Klick" macht und sie genau wieder diese Faszination haben. Einige (auch hier) zocken dafür wirklich, haben aber eben andere Lebensentwürfe – sprich: keine Familie oder weniger andere Interessen.
Das ist natürlich genau kontraproduktiv, viele (ich!) spielen Games aufgrund des hohen Angebotes eben nur ein paar Stunden, weil X oder Y nicht passt, man aber aufgrund des FOMO durch die wenige Zeit, nach dem "perfekten" Spiel sucht. Das ist natürlich destruktiv.
Es ist übrigens gerade auch wohl beim Dating, gerade mit den Apps. Fomo regiert.
Dazu kommt, dass durch Sales das Reptilienhirn arg getriggert wird.
100 ist sicherlich deutlich zu viel. Kann nur von mir reden. Wahrscheinlich würde mein Backlog ausreichen um bis zum Lebensende (im Durchschnitt) zu zocken. Ich müsste nie wieder etwas kaufen. Dennoch, selbst bei geilen Games habe ich irgendwann keine Lust, wenn da ein Showstopper ist. Warum? Weil es ja noch weitere Angebote gibt und ich es "mir leisten" kann.
Dennoch kaufe ich ca. 10-20 Games im Jahr, spiele aber wenige aktiv.
Es ist nur eben schwer, so 100% diszipliniert zu sein und zu sagen: Bro, du bis fast 50.. .du weisst, was du magst und tust. Man will ja auch aus seiner Komfortblase raus, gibt ja einige Beispiele a la "Ich hätte nie gedacht... dass ich da noch voll der Fan werden".
Also probiert mal weiter aus.
Ich z.B. dürfte nur Oldschool-Open-World RPGs in 3D, Shooter mit geiler KI und Arcade-Racer kaufen, dazu ein paar künstlerisch attraktive Walking-Sims.
Bin halt neugierig
