Review: Die Hyperion-Gesänge

noch einer bekehrt... sehr schön:D (+ wieviel?)

Habe das Teil vor guten 2 Wochen das 2. mal gelesen.
War zwar logischerweise nicht mehr ganz so intensiv wie beim ersten Mal, doch wieder fesselnd bis zum Schluss.
War auch interessant zu sehen, wieviel man doch wieder vergessen hat.

In 2-3 Jahren wird es wohl das nächste mal fällig.:)
 
Bei der Auflösung des Rätsels "ein Jahr, elf Monate, eine Woche und sechs Stunden" musste ich das Buch erstmal eine zeitlang beiseite legen, so emotional bewegend war jene Stelle. :bawling: Und nach weiteren 3 Seiten war die Geschichte um Raul und Aenea dann leider auch schon zu Ende. Ich will eine Fortsetzung über die Pläne von Aenea und den Löwen, Tigern und Bären, über die Geschichte der neuen, alten Erde. Bis dahin überbrücke ich die Zeit mit Illium und Olympos. Hast du die beiden Bände schon gelesen, Alex?
 
André schrieb:
Bei der Auflösung des Rätsels "ein Jahr, elf Monate, eine Woche und sechs Stunden"

Ging mir genauso - war abartig, das bewegendste was ich jemals in einem Buch in solch einer Form gelesen hab.

Illium und Olympus sind übrigens beide auch hervorragend geschrieben, die Story ist aber teilweise schwer abgedreht (um ehrlich zu sein, hab glaub die Hälfte nicht kapiert :D), an Hyperion/Endymion kommt es nicht heran.
 
thething schrieb:
Illium und Olympus sind übrigens beide auch hervorragend geschrieben, die Story ist aber teilweise schwer abgedreht (um ehrlich zu sein, hab glaub die Hälfte nicht kapiert :D), an Hyperion/Endymion kommt es nicht heran.

Mir wurde so ca. nach 2/3 von "Ilium" langsam klar, worum es geht. :D Die beiden Bände sind eine ganze Ecke komplexer, und man kann sie wohl erst beim 2. Lesen richtig erfassen. Sie verlangen viel Aufmerksamkeit, aber dann wird man, vor allem in "Olympos" doch sehr stark mitgerissen.

Simmons' neuer Roman "The Terror" handelt von einer Antarktis-Expedition ... kommt 2007.
 
Leser schrieb:
Mir wurde so ca. nach 2/3 von "Ilium" langsam klar, worum es geht. :D Die beiden Bände sind eine ganze Ecke komplexer, und man kann sie wohl erst beim 2. Lesen richtig erfassen. Sie verlangen viel Aufmerksamkeit, aber dann wird man, vor allem in "Olympos" doch sehr stark mitgerissen.

Simmons' neuer Roman "The Terror" handelt von einer Antarktis-Expedition ... kommt 2007.

Ilium war noch einigermassen verständlich, bis auf die ungeklärten Begriffe (faxen, abgedrehte Quantenphysik Theorien etc.) - ist aber Simmons typisch. Die Aufklärung kam ja dann erst mit Olympos und da ging mir einiges einfach ein bisschen zu schnell bzw. es waren imo zuviele Handlungsstränge. War aber trotzdem klasse, werds wohl demnächst mal wieder anpacken. Illium fand ich aber ingesamt ein Eckchen besser...
 
Ich werde bald mit Illium und Olympos anfangen, vorher lese ich etwas leichtere Kost, "0" von Adam Fawer. Da hat man sich an die Schreibweise von Simmons gewohnt, glaubt man, obiges Buch wurde von einem Kind verfasst, um es mal übertrieben zu formulieren. Hat jemand Die Säulen der Erde zufällig gelesen? Klingt sehr interessant.
 
Die Säulen der Erde fand ich langweilig, weil stellenweise zu langatmig. Bin aber auch kein Massstab was Literatur betrifft ;) Das Buch ist ja mittlerweile ein Klassiker, kann sicher nicht schaden mal reinzulesen.
 
Also für mich ranigert "Die Säulen der Erde" in meiner ewigen Liste immernoch locker in den Top 10.

Ist zwar schon etliche Jahre her, dass ich es gelesen habe, lohnt sich aber imo auf jeden Fall.:)
 
Dito - Säulen der Erde ist ebenfalls in meiner persönlichen Top Ten Liste mit drin, absolut lesenswert wobei der Einstieg sich tatsächlich etwas zäh gestaltet soweit ich mich daran erinnern kann.
 
Einige Verständisfragen zu Hyperion/Endymion:
- Wieso wurde Paul Duré nicht so primitv wie der Stamm der Bikura, als er sieben Jahr lang am Teslabaum hing, immer wieder starb und lebte?

- Wie konnten Ratgeber Albedo und Nemes die "Reiserouten" von Aenea und Raul herausfinden, indem sie die Farcaster anzapften, am Ende des Buches aber erklärt wird, dass Aenea die Farcaster gar nicht benutzt, sondern die Sphärenmusik gehört und den ersten Schritt getan hat?

- Wo genau befand sich Aenea zu der Zeit "ein Jahr, elf Monate, eine Woche und sechs Stunden"?
 
André schrieb:
Einige Verständisfragen zu Hyperion/Endymion:
- Wieso wurde Paul Duré nicht so primitv wie der Stamm der Bikura, als er sieben Jahr lang am Teslabaum hing, immer wieder starb und lebte?

- Wie konnten Ratgeber Albedo und Nemes die "Reiserouten" von Aenea und Raul herausfinden, indem sie die Farcaster anzapften, am Ende des Buches aber erklärt wird, dass Aenea die Farcaster gar nicht benutzt, sondern die Sphärenmusik gehört und den ersten Schritt getan hat?

- Wo genau befand sich Aenea zu der Zeit "ein Jahr, elf Monate, eine Woche und sechs Stunden"?

1. keine Ahnung

2. Am Anfang war es ja "Glück" das Nemes mit ihren Schwestern auf die richtige Fährte gekommen sind. Nemes konnte am Anfang die Farcaster danach anzapfen, ob sie aktiviert worden waren oder nicht.
Zu Anfang der Reise reisten Aenea und Raul mit dem Farcaster der von den "Bären und Löwen" aktiviert wurde. Erst ganz zum Schluss war Aenea soweit den ersten Schritt zu gehen und zu reisen, ohne die Farcaster zu benutzen.

3. Da hat aber einer nicht aufgepasst...;)
Das ist die Zeit in der das Shrike Aenea in die Zukunft verfrachtet hat. Auf die Alte Erde zu Raul, um dort mit ihm ihr Kind zu bekommen. Nach dieser Zeit holt sie das Shrike wieder in die "Normalzeit" mit bekanntem Ende...
 
2. Ich bin mir relativ sicher, dass am Ende von Endymion erklärt wurde, dass Aenea die ganze Zeit über keinen einzigen Farcaster benutzt hat. Ich muss die Stelle mal raussuchen.

3. Ja, das hatte ich mir ebenfalls so gedacht, zumal auch später erklärt wurde, dass Aenea mit dem Shrike durch die Zeit gereist ist. Ich werde mir Hyperion/Endymion auf jeden Fall noch mal in Angriff nehmen, bestimmt werden dann einige Zusammenhänge klarer.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
So, ich hab ihm Frühling Hyperion Gesänge neu angefangen, im Sommer wieder nen kurzen Stopp eingelegt und bin nun wieder drauf und dran. Mittlerweile so bei Seite 1050 und es gefällt mir richtig klasse, unglaublich dass ich dieses Buch mal aufgehört hab zu lesen (war damals wohl doch zu jung dafür).

Jedenfalls wollt ich jetzt nur mal kurz wissen, ob Endymion auch so klasse geschrieben ist wie Hyperion Gesänge? Ich vermute mal ja nach einigen Kommentaren hier, aber ich möcht vergewissern und den Thread wiederbeleben :)
 
Ja! Endymion musst du auf jeden Fall auch lesen. Und ja, es ist gut geschrieben, hah! (diese Frage stelle ich mir bei Dan Simmons mittlerweile nicht mehr)

In Endymion ist so viel drin, du wirst staunen. Übelst großformatige Geschichte, die, obwohl sie für sich selbst steht, zwingend zu Hyperion dazugehört!

Um dir vielleicht einen Appetizer zu geben (kein spoiling), die Geschichte beginnt mit folgendem Satz: "Sie lesen dies aus dem falschen Grund."

Na? Ist doch der Hammer. Also ich war sehr begeistert von dieser Eröffnung. Wie bei Hyperion, hat Simmons bei Endymion auch wieder alle Fäden fest in der Hand und weiß genau, was er schreibt. Man fühlt sich beim Lesen immer in Sicherheit. Auf die Idee, die Geschichte könnte ihm unter den Fingern wegfloppen, kommt man nicht. Wieder haufenweise Twists und Plots und Cliffhangerrei. Die Charaktere sind super und wieder einmal leidend, entschlossen, überlegen, brutal, leidenschaftlich... von allem ist was dabei, und mit vielen wird man wieder mal mitleiden. Die Geschichte selbst ist gigantisch. Massenweise Schauplätze, quer durchs Universum, Reisen, Abenteuer, Actionsequenzen und Spannungsszenen usw. Bei all der Furiosität, aber immer sehr gefühlbeladen und leidenschafltich, dramatisch und schön.
Simmons ändert wieder einmal seine komplette Erzählstruktur. Mehrere Handlungsstränge in Ich- und Er-Perspektive in allen möglichen Zeitformen. Bei Pater Captain DeSoya wirst du erleben wie kraftvoll Simmons im Präsens ist-

Endymion hat nur ein Problem, wenn es denn eins ist: Sein Vorgänger ist Hyperion! Hyperion ist Simmons Meisterwerk, sein Zentrum, und seitdem hat er es nicht mehr überboten. Aber das ist ja gar nicht schlimm, denn irgendein Buch im Gesamtwerk sticht immer heraus.

Also: Endymion unbedingt lesen! Das schöne daran ist auch, dass es so wunderbar lang ist. :)
 
Jup, zuerst schrickt sie einen ab, aber sobald man drin ist, will man am liebsten das pro gelesener Seite noch eine dazu kommt :D
 
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