So, mal ein kurzes Fazit meiner Spielesession mit Shift gestern (auf der 360) - ich bin bis Level 15 und Tier 4 gekommen, habe also durchaus schon etwas Zeit damit verbracht.
Grafik gefällt mir gut bis sehr gut, die Cockpitperspektive finde ich großartig (wie man ein Rennspiel spielen kann, wenn man hinter seinem Auto herfliegt, verstehe ich sowieso nicht, da treff ich keine Kruve), sehr detailiert - normal spiele ich ja aus der Motorhaubenperspektive, hier eher nicht.
Motorsound passt auch, je nach Auto hört es sich mehr oder weniger gut an, wie realistisch der Sound an den endsprechenden Originalfahrzeugen ist, kann ich allerdings mangels Vergleichsmöglichkeit nicht beurteilen.
Die Strecken sind Abwechslungsreich, neben Sachen wie Silverstone, Spa und Laguna Seca (das ich wirklich nicht mehr sehen kann) gibt es endlich auch mal welche, die ich lange nicht mehr, oder noch gar nie irgendwo gefahren bin - Brands Hatch, Autopolis und die diversen Fantasykurse, da habe ich schon deutlich weniger gesehen.
Dann kommen wir leider zum wichtigsten: Das Fahrverhalten. Da werde ich noch nicht so recht klug daraus. Am Anfang des Spiels habe ich mir erst mal den Honda S2000 gekauft, nur um dann festzustellen, das der sich nicht wie ein Roadster des 21. jahrhunderts fährt, sondern eher wie ein amerikanischer Straßenkreuzer aus den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Schwabbel, schwabbel... erster Frust machte sich breit.
Danach gab es dann mal ein Einladungsrennen mit Lotus Elise auf einem Stück Nürburgring und siehe da: Der fährt ja prima, denn kann man sogar auf der Straße halten - daraufhin erst mal den S2000 gegen einen Nissan 350Z getauscht und für Tier 2 den Elise besorgt. Dann klappte es auch mit dem Fahren.
Später gab es mal wieder ein Einladungsrennen Lambo Gallardo gegen Murcielago in (würg) Laguna Seca. Der Murcielago schwabbelte. Frust. Hallo? Supersportwagen? Der benimmt sich niemals so...
Ein weiteres Einladungsrennen führte mich dann mit dem Bugatti Veyron auf den Nürburgring - unfahrbar. Okay, der Nürburgring ist eine Ansammlung von Bodenwellen, klar, das man mit dem 1000 PS Bugatti da nicht mal eben durchcruised, sondern auch mal etwas langsamer fahren muß um nicht abzufliegen - dummerweise schien den AI Fahrern das aber nicht so zu gehen, also gabs für mich nur ein böses Crashfestival und nicht wirklich ein Erfolgserlebnis. Schade, die Nürburgringumsetzung macht einen guten Eindruck, die Strecke IST halt sehr eng, das kommt hier auch gut rüber (anders als bei Forza z.B.), aber zum fahren ists schon mehr als knifflig. Also mal wieder Frust.
Das nächste Rennen führte mich dann mit dem McLaren F1 (für mich das beste Auto, das je gebaut wurde) nach Brands Hatch (eine der Strecken, die ich wirklich liebe), die Angst vor der nächsten Schwabbelattacke war groß, aber sieheda: der McLaren lag bombig, ich hatte richtig Spaß.
Für Tier3 habe ich mir dann den Nissan GT-R besorgt (auch wenn es mir immer schwer fällt, nen Aston Martin nicht zu kaufen), der ja bekanntlich so viele Computer eingebaut hat, das er gut auf der Staße liegen MUSS - ich wirde nicht enttäuscht, der machte wieder Spaß.
Fazit: Irgendwie scheint es sehr stark davon abzuhängen, welches Auto man wählt, um wirklich Freude dran zu haben. Die Schwabbelkisten schrecken erst mal stark ab, mit dem richtigen Material macht es aber durchaus Spaß - leider weiß man nur vor dem Kauf nicht, wie sich das entsprechende Auto verhalten wird. Ein neues PGR 4 ist es für mich nicht, das macht mir mehr Spaß - aber mit dem richtigen Material, geht Shift auch ganz ordentlich, ich werde es jedenfalls weiter spielen.