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Mir ist klar, dass die 50:50 überspitzt gemeint sind, aber imo überschätzt du trotzdem ziemlich stark, wie viel queere Repräsentation es tatsächlich gibt.Ich finds auch einfach anstrengend. Wenn man sich so die großen Filme und Games der letzten 10 Jahre anschaut.. man hat das Gefühl straight und queer sind bei so 50:50... im MP usw.. alles fein und natürlich auch "mal" als Hauptfigur und selbstverständlich alle Optionen im RPG... aber dieses Spotlight überall ist einfach öde. Scheinbar ist der "Trend" auch vorbei, aber die Games waren schon halt in der Pipeline.. und SB.INC wird halt weiterhin gebucht...
Mir ist klar, dass die 50:50 überspitzt gemeint sind, aber imo überschätzt du trotzdem ziemlich stark, wie viel queere Repräsentation es tatsächlich gibt.
Ich frage mich, was du hier genau als Spotlight wahrnimmst. Wenn eine heterosexuelle Hauptfigur eine Liebesgeschichte hat, nimmt man das meistens einfach als normalen Teil der Story wahr, aber bei einer queeren Romanze wird dasselbe schnell als Fokus auf LGBT wahrgenommen, auch wenn es am Ende genau das Gleiche ist.
.Wenn du hier vor allem auf die Marketing-Masche und entsprechende Hervorhebung von "Schaut, wie progressiv und inclusive wir sind, gebt uns euer Geld!", dann stimme ich dir aber absolut zu.
Gerade bei grossen Unternehmen ist es leider oft offensichtlich, dass solche Entscheidungen weniger aus Überzeugung getroffen werden, sondern vor allem davon abhängen, was sich gerade gut verkauft und politisch passt. Am Ende geht's halt ums Geld, und queere Menschen sind auch eine relevante Zielgruppe.
Das eigentliche Problem an LGBT-Repräsentation ist imo aber nicht die Menge. Die ist gemessen am tatsächlichen Bevölkerungsanteil in vielen Bereichen nach wie vor ziemlich gering, insbesondere in Games. Wenn sich ungefähr jeder zehnte Mensch als LGBT identifiziert, müsste es eigentlich völlig normal sein, in einem grösseren Cast auch queere Charaktere anzutreffen. Natürlich lässt sich das so pauschal nicht sagen und je nach fiktivem Setting ist die Wahrscheinlichkeit höher oder niedriger, aber es zeigt doch, wie wenig aussergewöhnlich queere Charaktere eigentlich sein sollten.
Das Spotlight wird für mich dann zum Problem, wenn es eine rein kapitalistische Entscheidung ist, die auf Kosten der Qualität geht. Denn die viel wichtigere Frage ist doch: Wie gut ist die Repräsentation? Ein Charakter, dessen ganze Persönlichkeit aus dem Fakt besteht, dass er schwul oder lesbisch ist und dies bei jedem Auftritt auf eine übertriebene Art deutlich machen muss, ist keine echte Repräsentation, sondern eher eine Parodie.
Da merkt man dann halt schnell, wenn ein Charakter hauptsächlich geschrieben wurde, um irgendeine Quote zu erfüllen, statt sich wirklich Gedanken darüber zu machen, wie man einen glaubwürdigen, vielschichtigen Menschen darstellt. Dass jemand queer ist, kann natürlich ein wichtiger Teil seiner Identität sein, aber es ist trotzdem nur ein kleiner Teil dessen, was einen Menschen ausmacht, und so sollte es auch repräsentiert werden.
Deshalb bitte mehr gut geschriebene queere Charaktere in allen Medien, und vor allem mehr Repräsentation für die hoffnungslos unterrepräsentierten Gruppen innerhalb der LGBT-Community, sprich nicht nur Lesben und Schwule, sondern auch Bisexuelle und trans Menschen. Besonders bei den Bisexuellen könnte man meinen wir existieren gar nicht, wenn wir laut Umfragen über 50% der queeren Bevölkerung ausmachen.
Mein Punkt ist also nicht, dass jede Story unbedingt queere Charaktere braucht, sondern dass ihre Existenz genauso selbstverständlich sein sollte wie die heterosexueller Charaktere, ohne dass man daraus jedes Mal etwas Besonderes machen muss.

Akt IV wird dann doch noch zum Highlight - auch mit ruhigen Momenten. War nur ein Durchhänger.
Wenn LGBTQ wie hier umgesetzt wird hab ich überhaupt kein Problem damit. Es war halt eine Zeit lang "Mode" und ich denke wir bekommen gerade die letzten Videospiele aus der Entwicklungsphase mit. Ich behaupte einfach mal die Mehrheit der Spieler hat überhaupt kein Problem mit dem Thema, es ist mehr diese belehrende Umsetzung, die anstößt.
. Oder?
Tatsächlich lebt Gears of War - für mich und viele andere - fast ausschließlich von seiner Geschichte.

OK, Im Sinne von Story = Grundgeschichte und World-Building.. ich meinte eher jetzt den normalen Plot der einzelnen Levels oder Teile...
Für mich war der konkrete Plot immer so auf "Doom"-Niveau. Ein Grund. Ein wenig Melodramatik zwischendurch natürlich, damit der Slatter auch einen legitimen Grund bekommt...
Ob da also nun eine oder mehrere Personen wie auch immer gepolt sind, spielt eben gar keine Rolle für die Story imho. Das wäre dann in der Gay-Persiflage der Fall, da dies da ja im Vordergrund steht.
Und durch. Ein richtig gutes Spiel, das aber leider hinten raus die Kämpfe durch Bullet Sponges unnötig in die Länge zieht. Hab dann auch beim Endboss den Schwierigkeitsgrad gesenkt, weil es einfach nur genervt hat. Die Geschichte hat mir gut gefallen und imho haben sie aus dem E-Day alles rausgeholt was ging. Ich hätte mir nur ein paar Rückblenden oder einen früheren Start gewünscht. Wie Doms Bruder (wird schon im ersten Satz gesagt im Spiel, kein Spoiler) stirbt wird ja mehrfach thematisiert. Warum steigt das Spiel nicht da ein? Oder warum gibts keine Rückblenden zu Dom und seiner Familie? Aber das ist meckern auf hohem Niveau.
Für mich eins der besten Gears.
Edit: Hab den Gamepass wieder gekündigt und den vollen Betrag erstattet bekommen. Mir war gar nicht bewusst, dass das geht. Hab das Spiel jetzt also umsonst gespielt. Wtf?
Das ist für mich imho nicht der Fall. Die Lore ist sehr tief und wenn man aufpasst, dann erfährt man wirklich sehr viel. Die Charaktere haben auch mehr Tiefe als man auf den ersten Blick denkt. Natürlich alles im Rahmen dessen, was ein Action-Titel bieten kann. Aber ich glaube du hast da einfach sehr viel wieder vergessen. Gerade die einzelnen Level sind ja quasi zu 100% storygetrieben. Verstehe den Vergleich wirklich gar nicht.