EM 2020

Gestern nur gelesen gehabt, wie im Raum London Frauen ein sicherer Platz für die Nacht angeboten wurde. Hatte ich erst nicht verstanden worum es überhaupt ging bis ich einen Artikel laß, dass nach Spielen die Rate der häuslichen Gewalt ansteigt.

Ehrenmänner.

Waren gestern halt nicht die Frauen sondern die Schwarzen Ziel der Gewalt.
 
Da wurden selbst Kinder bespuckt und geschlagen. Bzw. deren Eltern zusammengetreten.

Man stelle sich das mal vor. Da will man mit seinem Kind ins Stadion und muss um sein Leben bzw. das Leben seiner Familie fürchten.

Widerlich! Ekelhaft! Mir fehlen da echt die Worte bei dem was da an Bildern/Videos durchs Netz geht.

Für mich hat sich das Thema Fußball erledigt. Einen Sport mit solchen Fans kann und werde ich nicht mehr unterstützen. :würg:
 
Wir haben auch wieder Stress mit dem hiesigen Verein, nachdem der vor paar Wochen in Polen war und der Fanclub singend (mit den dümmsten Liedern, die man sich nur so vorstellen kann) durch die Straßen zog.

Und dann noch sowas

 
Im Podcast 11 Leben geht er auch öfters mal auf die Zuschauer bzw. Fankultur ein. In den 70er und 80er war das wohl schon ein ziemlich dunkles Zeitalter.



Italien gilt ja auch nicht als Musterschüler.

Ist halt problematisch wenn solch große Gruppen von solchen Denkweisen bzw Kultur eingenommen werden und sich zum neuen normal entwickeln anstatt geächtet zu werden.
 
Oja, bei einem Fußballspiel muss man Angst um Leib und Leben haben… sorry, diese Mär wird alle paar Jahre bei irgendwelchen Ausschreitungen ausgekramt und wird mit der Zeit auch nicht wahrer.

Ich war bei unzähligen Fußballspielen in meinem Leben, habe in Mannheim eine DK und war einige Male mit dem Sohnemann (mittlerweile 6) da. Verrückt, wir haben das überlebt und gefürchtet habe ich mich auch nicht.
Natürlich gibt es brisante Spiele, gegen Lautern oder Offenbach würde ich mein Kind nun auch nicht mitschleifen, aber 99,9% der Fußballspiele laufen friedlicher ab als jede Dorfkirmes oder Volksfest.

Gewalt is scheiße und der größte Fan der Ultrakultur bin ich auch nicht, aber man muss halt auch nicht überziehen.

Zum Video von mcpete muss man halt auch den Kontext sehen. Die Leute die da Prügel kassieren sind die, die vorher randaliert haben und sich unbefugten Zutritt zum Stadion verschafft haben. Das die völlig überforderten Ordner sich da ein paar erlebnisorientierte Zivilisten zur Hilfe holen kann ich sogar nachvollziehen. Einem wehrlosen, am Boden liegend gegen den Kopf zu treten ist natürlich das Allerletzte, soll aber leider auch schon außerhalb eines Stadions passiert sein.
 
Wer sagt das Ultras nichts für den Fußball, Verein und Fußballkultur tun hat sich schlicht noch nie mit der Materie befasst. Es gibt da so viele positive Projekte, gerade was Inklusion oder Aktionen gegen Rassismus angeht, aber einfach negatives rauszupicken und das Bild vom bösen Ultra zu malen ist halt populärer als sich differenziert mit dem Thema zu beschäftigen.
 
Das ist das Problem von Chemnitz, Jena oder Dresden, nicht das der Ultrakultur und schon gar nicht des Fußballs.

Zu Differenzieren heißt eben nicht Verallgemeinern. Das es Ultragruppierungen gibt die schwere Nationale Tendenzen haben lässt sich nicht bestreiten. Aber zum einen gibts das leider auch in anderen Gruppierungen und zum anderen sind die Ultras und deren ideale auch immer ein Spiegelbild der unmittelbaren Umgebung.

Gibt sicher auch Schützenvereine die nationale Gesinnung haben, das macht aber nicht jeden Luftgewehrschütze zum Rassist.
 
Chemnitz hatte schon immer ein großes Problem mit einer rechtsoffenen Ultra-Szene. Dresden ist sehr heterogen (von rechts bis links), hat viele Erlebnisorientierte am Start. Die Kurve in Jena ist relativ klar in linker Hand.

Politik außen vor machen Ultras aber tatsächlich immer wieder vernünftige Aktionen, gerade auch für soziale, lokale Einrichtungen.
 
Ja. Der Verein distanziert sich immer wieder, scheint aber hilflos zu sein weil die Verbindungen in die Neo-Nazi-Szene zu fest verankert sind. Ich glaube ein installiertes Fanprojekt wurde auch wieder eingestampft, weil die Drohungen aus der rechten Ecke zu heftig wurden.
 
Der Witz dahinter ist ja, dass das alles im Grund normale Leute sind, die unter der Woche ihrem Job nachgehen, abends vor der Glotze sitzen, ihre Kinder ins Bett und in die Schule bringen, liebevolle Eltern sein können - und dann zum absoluten Kampfarschloch werden, wenns um den heißgeliebten Verein oder die Mannschaft geht, die ohnehin jedes Jahr neu durchmischt wird. Heute schmeißt man dem Torwart der gegnerischen Mannschaft eine Flasche an den Kopf, morgen werden ein paar Milliönchen überwiesen und er spielt im heißgeliebten Kader und wird bejubelt. Er darf nur keinen Mist bauen.

Heidewitzka.

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