So, hab's unterdessen bekommen ^^
Vom Gameplay her bietet auch Portrait of Ruin zum Grossteil wieder bewährte Castlevania-Kost. Wie schon in Dawn of Sorrow kann man den Hauptcharakter Jonathan Morris wieder mit allerlei Waffen und Ausrüstung ausstatten, durch die sich seine Werte verbessern lassen. Neu ist der zweite Charakter, den man entweder selbst spielen oder per KI steuern lassen kann. Dabei handelt es sich um Charlotte Aulin, die sich im Umgang mit Magie versteht. Entsprechend magisch fallen auch ihre Attacken aus, die man ebenfalls im Optionsmenü ändern kann, wenn man neue Zauberbücher gefunden hat. Die beiden Charas müssen allerdings auch zusammenarbeiten, denn nur gemeinsam können sie mächtige Specialmoves ausführen und bestimmte Aufgaben lösen (z.B. müsst ihr den einen Chara auf eine Statue stellen, während ihr mit der anderen die Statue zu einem Vorsprung schiebt, damit der erste Chara ihn erreichen kann).
Neu seid ihr auch nicht mehr nur in Draculas Schloss unterwegs, sondern könnt durch Charlottes Magie in verschiedene Bilder schlüpfen, die verzaubert wurden. Ihr findet euch dann in einer völlig neuen (und teilweise ziemlich weitläufigen) Umgebung wieder und müsst dort in der Regel am Ende einen Bossgegner besiegen. Wie bei Castlevania üblich müsst ihr nicht alle Bilder vom Bösen befreien, um das Spiel zu beenden, aber ihr seht dann natürlich auch nicht das bestmögliche Ending.
Für zusätzlichen Dauerspass sorgt ein Geist, der euch verschiedenste Aufgaben stellt, die ihr bewältigen müsst. So müsst ihr beispielsweise den örtlichen Metzger besuchen und Fleisch holen gehen oder beim Mönch eine Karte kaufen.
Im Gegensatz zu Dawn of Sorrow wurde der Touchscreen-Einsatz stark gekürzt. Ihr müsst keine Eisblöcke mehr wegkratzen oder Siegel malen, der Einsatz des Stylus ist vollkommen optional. So könnt ihr z.B. den zweiten Charakter mit ihm kontrollieren, funktioniert allerdings auch gut ohne. Technisch bewegt sich der zweite DS-Teil aber auf einem ähnlichen Level, wenn auch einige nette Umgebungseffekte hinzugekommen sind (z.B. herunterfallende Bücher im Gestell).
Da das Spiel die Nintendo Wi-Fi Connection unterstützt, gibt es auch noch zwei Online-Modi: Einen kooperativen Spielmodus, bei dem ihr zusammen mit einem Freund ein abgegrenztes Areal durchstreift, und einen Shop, den ihr selbst eröffnen könnt. Habt ihr also irgendwelche seltenen Waffen oder Rüstungen gefunden und braucht Geld, stellt sie einfach in euren Shop und bietet sie anderen Spielern zum Verkauf an.
Fazit: Mir gefällt Portrait of Ruin bereits jetzt sehr gut. Es bietet die klassischen Castlevania-Elemente, die man vom ersten DS-Ableger und den früheren GBA-Teilen kennt und die in DoS imo etwas unnützen Touchscreen-Features wurden gestrichen. Wer auf Castlevania steht, kommt um dieses Spiel denke ich nicht herum.