Konsole/PC The Blood of Dawnwalker

Kennt noch wer das Spiel "Sword of the Berserk: Guts Rage" auf Dreamcast? Genau diese Vibes versprühte "The Blood of Dawnwalker" in den ersten paar Minuten bei mir. Nun ist "Berserk" kein Action-RPG gewesen, sondern ein lupenreiner, linearer Schnetzler, doch die Atmosphäre ist vergleichbar. Das mittelalterliche Vampirsetting hier ist düster und bereits im Intro werden in Sachen Blutfontänen keine Kompromisse gemacht.

Technisch macht "Dawnwalker" eine solide Figur, aber es reißt keine Grafikbäume aus. Die Steuerung wird im Tutorial abgefrühstückt. Ersteindruck: Man merkt, dass hier ehemalige Witcher-Entwickler dransaßen. Man merkt auch, dass man nicht dasselbe Budget hatte wie das große Vorbild. Man merkt gewisse Ambitionen und insgesamt möchte ich dem Spiel sehr gerne eine Chance geben. Nur wann ist die Frage ;)
 
Ich bin jetzt etwa 1,5 Stunden im Spiel drin und habe das Dorf erkundet und die ersten kleinen Quests abgeschlossen. Überall schwingt so eine leichte Melancholie mit, man hat als Spieler das Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Noch immer erinnert mich diese Atmosphäre an "Sword of the Berserk" und das, obwohl ich gute 25 Jahre nicht mehr an dieses Spiel denken musste. Von der Story möchte ich nichts spoilern.

Die deutsche Sprachausgabe ist gut, kleine Grafikbugs gabs jedoch schon. So flog plötzlich eine Kuh hoch in die Luft und das Rennen an den Fluss mit meinen Geschwistern sah aus, als ob alle besoffen gewesen wären. Stand jetzt kann ich die Wertungen um die 80-85% nachvollziehen und bin gespannt, wie sich "The Blood of Dawnwalker" weiterhin entfalten wird. Viel kämpfen musste ich noch nicht. Das Zeitfeature ist mir aktuell noch ein Dorn im Auge, denke dabei aber rückblickend an Spiele wie "Final Fantasy XIII-3" oder "Metaphor: Refantazio", die ich dennoch gut meistern konnte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gestern auch noch das Tutorial und die erste halbe Stunde geschafft. Die Kampfsteuerung fand ich dabei auch absolut in Ordnung, gab daran ja schon bisschen Kritik im Vorfeld. Es ist nicht überraschend sehr brutal inszeniert, die Vampirgruppe (Vrakhiri heißen die im Spiel) tritt im Intro recht heftig auf. Die Prämisse, die übernatürliche Truppe als Helfer in der Not und Bedrohung zugleich zu inszenieren, find ich recht spannend und bin gespannt, was daraus wird (ja, hunkhunk Honk, das sind Titel die ich durchspiele). Leicht störend sind die Unreal Engine Vibes, sieht halt alles aus bisschen aus wie schon mal gehabt und die Darstellungsqualität der Charaktere ist so bisschen durchmischt.
 
Die Quote wäre aber immer noch scheiße, wenn man bedenkt, was die nächsten 2 Monate rauskommt und ich mit Sicherheit nur 30 min anspielen werde :D :mf: Steht und fällt mit den nächsten 2-3 Stunden, bisher aber durchaus angetan.
 
Eventuell als Erklärung wichtig:


Allerdings hab ich auch schon ne Quest im Prolog mittendrin aufgeben müssen, weil die Nacht hereinbrach und ich sie nicht beenden konnte. Aber gut, gehört eben zur Gameplaymechanik. Manche Gelegenheiten kommen - wie im echten Leben - nur einmal. Durch das Video der GameStar bin ich etwas beruhigter, man kann die Hauptquest wohl wirklich ohne Druck beenden.
 
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