Wichtelalbtraum 2012
So mein persönlicher Wichtelalbtraum 2012 hat heute begonnen. Da mein Wichtelpartner – welcher elendige Penner auch immer es gewesen ist

- sich äußerst viel Mühe gegeben hat mir das ultimative Grauen zu bescheren, will ich euch an den Ereignissen des heutigen Tages die den Film zu mir gebracht haben in Wort und Bild teilhaben lassen.
Irgendwann heute Morgen zwischen 7 und 8 Uhr, als ich nach einer furchtbaren Nacht nichts anderes im Sinn hatte als endlich mal wieder auszuschlafen, klingelte es an der Tür. Nun muss man wissen, dass ich keine von den Türklingeln habe die einen mit sanften oder auch originellen Melodien dazu animieren soll hoch erfreut gen Tür zu eilen, sondern eine von der Sorte, die einen unvermittelt Kerzengerade im Bett stehen lassen, wenn es der Klingler zu gut meint. Hochgradig irritiert habe ich mir dann den nächstbesten Fetzen übergeworfen. Als ich dann irgendwann endlich Salonfähig zur Tür geeilt war, um dem Missetäter seiner gerechten Strafezuzuführen, war natürlich vom Zusteller keine Spur mehr zu sehen. Im Briefkasten fand ich dann schließlich einen entsprechenden Vermerk, dass man versucht hätte mir ein „groses“ Paket zuzustellen. Zu allem Übel nichtmal per DHL, sondern auch durch GLS, die es bei einem Shop für Druckerpatronen und sonstiges Printzubehör abgegeben hatten. Natürlich am anderen Ende der Stadt. Na toll. Kaum 8 Uhr durch und der Tag war schon so gut wie gelaufen.
Am Nachmittag war ich dann mit dem Rad unterwegs und habe die Zeit genutzt um besagtem Shop einen Besuch abzustatten und mein Paket in Empfang zu nehmen. Nach gut 20 Minuten Wartezeit sagte mir der überforderte Betreiber dann schließlich, dass der GLS-Zusteller heute noch nicht dagewesen sei und ich später noch einmal wiederkommen soll. Wieder vergeudete Zeit, die ich besser nutzen hätte können um meine Wohnung für das Date am Abend auf Vordermann zu bringen.
Als das dann gegen 17:30 Uhr auch erledigt war und ich noch gut eine halbe Stunde Zeit hatte ehe die Dame vor der Tür stehen würde, habe ich von Neugierde getrieben beschlossen doch noch eben loszuziehen. Ein Blick aus dem Fenster verhieß zwar nichts Gutes, da es aber zumindest aufgehört hatte zu regnen bin ich doch wieder mit dem Rad losgefahren. Natürlich hat der Regen dann nach etwa der halben Strecke wieder in voller Stärke eingesetzt, so dass ich dort angekommen, schon völlig durchnässt war. Als der gute Mann dann einen ca. 165cm großen Karton aus dem Nebenraum zerrte, drängten sich mit unmittelbar Gedanken vom Schlage „Scheiße…“ auf. Der nette Herr hatte dann zumindest noch einen mitleidigen Blick für mich übrig, nachdem er richtig vermutet hatte, dass ich mit dem Rad gekommen war.
Das Paket war natürlich viel zu groß um es auf irgendeine Art und Weise fahrend nach Hause zu bringen, also habe ich es aufs Rad gehievt und schob. Unnötig zu erwähnen, dass es immer noch geschüttet hat wie aus Eimern, was zum einen dem Paket nicht gut bekommen ist und zum anderen meine Frisur endgültig ruiniert hat. Was unter normalen Umständen schon ein mittleres Desaster gewesen wäre, bekam mit der Prämisse des Dates eine ganz neue Dimension. Ach ja, das Date. Wie spät war es noch gleich? 18 Uhr…na toll. Nachdem ich etwa die Hälfte des Weges schiebend zurück gelegt hatte, bekam ich dann um 18:15 auch eine SMS, denn nicht nur ich stand im Regen, sondern auch das Mädel. Entsprechend nass und sauer hat sie das Date dann auch verschoben und ist wieder heim gefahren.
Zuhause angekommen habe ich mir natürlich gleich Gedanken darüber gemacht von wem das Paket sein könnte und was wohl drin wäre. Es war groß genug damit eine durchschnittliche Frau reingepasst hätte und auch recht leicht. Leider zu leicht, selbst für eine zierliche Dame. Der nächste Gedanke war ein verfrühtes Weihnachtspaket von der guten Oma, die es möglicherweise ein wenig zu gut gemeint hatte. Nach der ganzen Scheiße die mir das Paket bis dahin schon beschert hatte, brachte mich das zu dem Gedanken, dass das in dem Fall auch ihr letztes Paket gewesen sein würde. Nun gut, all die Rätselraterei bringt natürlich nichts, also aufgemacht das Teil. Drinnen fand ich dann auf den ersten Blick nur Abfall…Schrott. Moment…Schrott? Kein Absender? Verdächtig. Schlussendlich konnte ich dann doch noch ein liebevoll verziertes kleines Päckchen zutage fördern, das ich dem Anlass entsprechend bei Kerzenlicht geöffnet habe. Und tatsächlich bestätigte sich meine unheilvolle Vorahnung dann in Form meines Wichtelfilms 2012: Danielle Steel – Väter.
Zusammenfassend kann man sagen, dass mir mein Wichtelpartner – der zeitnah einen grausamen Tod sterben wird! – bereits einen kompletten Tag von vorne bis hinten versaut hat, ohne dass ich überhaupt gewusst hätte was Sache ist, geschweigenden den Film kannte. Ganz egal wie mies der Streifen auch sein mag, das Review wird auf keinen Fall mehr werden als das Tüpfelchen über dem i des Wichtel-Grauens. Und in Ermangelung eines direkten Ansprechpartners: Ich hasse euch alle!
