Alex
El Toxico
Beginnen will ich das Review mit einem imo mehr als zutreffenden Zitat von Stephen King über den Autor:
"Dan Simmons schreibt wie ein Gott.
Ich kann kaum sagen, wie sehr ich ihn beneide."
Eine kleine Beschreibung zum Inhalt:
Die Hyperion-Gesänge des Dan Simmons sind eine groß angelegte Geschichte der Menschheit im 26. Jahrhundert. Die Erde ist vernichtet, die Menschen haben sich als "Hegemonie" über mehr als 200 Planeten verstreut. Gleichzeitig haben sich im "Core" genannten, Welten umspannenden Computerverbund künstliche Intelligenzen (KIs) entwickelt und sich zu den heimlichen Herrschern über die Menschheit erhoben.
Frühzeitig hat sich eine Gruppe von Menschen, Ousters genannt, in die Weiten des Weltraums abgesetzt und sich dort auf eine Weise weiterentwickelt, welche die menschliche Standard-Biologie weit hinter sich lässt.
Die unvereinbar scheinenden Gegensätze zwischen Menschen, Ousters und den Core-KIs führen zu Spannungen und schließlich kommt es zu einer Konfrontation, als sich die Ereignisse auf Hyperion, einem am Rande des Hegemonie-Einflussbereichs liegenden Planeten, zuspitzen.
Hyperion ist auf geradezu schicksalhafte Weise übersät mit den Artefakten vergangener fremder Rassen und weit entfernter Zukünfte. Es gibt dort das "Labyrinth", die "Kruziform", die "Zeitgräber" - und deren Bewacher, das "Shrike"!
Die sieben Pilger, von deren Reise uns das Buch erzählt, haben jeder ausreichend Gründe, das Shrike zu fürchten und zu hassen; alle sieben wollen es vernichten - oder von ihm vernichtet werden. Kurz vor dem Beginn des großen Konfliktes starten sie ihre Fahrt.
Es handelt sich um Pater Lenar Hoyt, den Raumkapitän Het Masteen, den Wissenschaftler Sol Weintraub, den Dichter Martin Silenius, die Detektivin Brawne Lamia, den alten Soldaten Fadmahn Kassad und um den "Konsul". Während sie sich den Zeitgräbern (und damit dem Shrike) immer mehr nähern, erzählen sie ihre Lebensgeschichten und wachsen langsam zu einer homogenen Truppe heran.
Begleitet werden sie von einem blauen Androiden und einem Cybriden (einer Mischform aus KI, der Persönlichkeit des englischen Dichters John Keats und einem künstlichen Körper). Diese Keats-Replika ist das Bindeglied zwischen den Welten und Zeiten, der Regierung, dem Core, den Pilgern - und dem Leser. Seine Real- und Traumerlebnisse bringen Licht in die verzwickte Handlung.
Die Geschicke der Hegemonie und aller in ihr lebenden Intelligenzen werden bestimmt vom Geschehen auf Hyperion. Die Geschichte der sieben Menschen wird zur Grundlage für die Geschichte der Menschheit. Der Kampf gegen das Shrike wird zum Kampf um die Zukunft der Welt.
Kritik:
Die Begeisterung über diesen inhaltlichen und stilistischen Hochgenuss von Roman hat mich dazu veranlasst, sofort mit dem 2. Doppelband (Endymion. Pforten der Zeit / Die Auferstehung), der die Spaceopera abschließt, weiterzulesen.
King übertreibt wirklich nicht wenn er sagt, dass Simmons wie ein Gott schreibt. Simmons schafft es druch seine tollen Stil, dass man das Gefühl hat im
Unterbewusstsein einen farbenfrohen Film zu sehen. Er schafft es die Welt und die Ergeignisse voller Details zu beschreiben, ohne dabei jemals langweilig oder verwirrend zu werden. Dabei steigert sich die Spannung stetig bis zum finalen Höhepunkt, der über das Schicksal der Menschheit entscheiden wird.
Im Gegensatz zu anderen Scifi-Autoren verzichtet Simmons (imo dankenswerterweise) darauf, technische Gegebenheiten in seitenlangen Technikdossiers bis ins Detail zu erklären. Farcasterportale, Waffen, Hawking-Schiffsantriebe...usw sind in der Netzwelt alltäglich und funktionieren einfach. Die Gratwanderung zwischen vorstellbar und physikalisch zu phantastisch gelingt ihm dabei bravourös.
Der Geschichte um die 7 Pilger, das gefürchtete Shrike, den Technocore und die Hegemonie bietet dabei etliche spannende und unerwartete Wendungen der Ergeignisse.
Jedem, der auch nur halbwegs etwas mit Scifi anfangen kann sei diese Saga ans Herz gelegt. Selbst Leute, die sonst nicht soviel mit mit dem Thema anfangen können, sollten diesem Meisterwerk zumindest eine Chance geben. Ich für meinen Teil halte es schon jetzt für eine der besten Spaceoperas, die es zu kaufen gibt.
Die Hyperion-Gesänge:
Doppelband für 15€ bei Amazon
Der Abschluss der Saga:
Endymion. Pforten der Zeit / Die Auferstehung
Doppelband für 15€ bei Amazon
"Dan Simmons schreibt wie ein Gott.
Ich kann kaum sagen, wie sehr ich ihn beneide."
Eine kleine Beschreibung zum Inhalt:
Die Hyperion-Gesänge des Dan Simmons sind eine groß angelegte Geschichte der Menschheit im 26. Jahrhundert. Die Erde ist vernichtet, die Menschen haben sich als "Hegemonie" über mehr als 200 Planeten verstreut. Gleichzeitig haben sich im "Core" genannten, Welten umspannenden Computerverbund künstliche Intelligenzen (KIs) entwickelt und sich zu den heimlichen Herrschern über die Menschheit erhoben.
Frühzeitig hat sich eine Gruppe von Menschen, Ousters genannt, in die Weiten des Weltraums abgesetzt und sich dort auf eine Weise weiterentwickelt, welche die menschliche Standard-Biologie weit hinter sich lässt.
Die unvereinbar scheinenden Gegensätze zwischen Menschen, Ousters und den Core-KIs führen zu Spannungen und schließlich kommt es zu einer Konfrontation, als sich die Ereignisse auf Hyperion, einem am Rande des Hegemonie-Einflussbereichs liegenden Planeten, zuspitzen.
Hyperion ist auf geradezu schicksalhafte Weise übersät mit den Artefakten vergangener fremder Rassen und weit entfernter Zukünfte. Es gibt dort das "Labyrinth", die "Kruziform", die "Zeitgräber" - und deren Bewacher, das "Shrike"!
Die sieben Pilger, von deren Reise uns das Buch erzählt, haben jeder ausreichend Gründe, das Shrike zu fürchten und zu hassen; alle sieben wollen es vernichten - oder von ihm vernichtet werden. Kurz vor dem Beginn des großen Konfliktes starten sie ihre Fahrt.
Es handelt sich um Pater Lenar Hoyt, den Raumkapitän Het Masteen, den Wissenschaftler Sol Weintraub, den Dichter Martin Silenius, die Detektivin Brawne Lamia, den alten Soldaten Fadmahn Kassad und um den "Konsul". Während sie sich den Zeitgräbern (und damit dem Shrike) immer mehr nähern, erzählen sie ihre Lebensgeschichten und wachsen langsam zu einer homogenen Truppe heran.
Begleitet werden sie von einem blauen Androiden und einem Cybriden (einer Mischform aus KI, der Persönlichkeit des englischen Dichters John Keats und einem künstlichen Körper). Diese Keats-Replika ist das Bindeglied zwischen den Welten und Zeiten, der Regierung, dem Core, den Pilgern - und dem Leser. Seine Real- und Traumerlebnisse bringen Licht in die verzwickte Handlung.
Die Geschicke der Hegemonie und aller in ihr lebenden Intelligenzen werden bestimmt vom Geschehen auf Hyperion. Die Geschichte der sieben Menschen wird zur Grundlage für die Geschichte der Menschheit. Der Kampf gegen das Shrike wird zum Kampf um die Zukunft der Welt.
Kritik:
Die Begeisterung über diesen inhaltlichen und stilistischen Hochgenuss von Roman hat mich dazu veranlasst, sofort mit dem 2. Doppelband (Endymion. Pforten der Zeit / Die Auferstehung), der die Spaceopera abschließt, weiterzulesen.
King übertreibt wirklich nicht wenn er sagt, dass Simmons wie ein Gott schreibt. Simmons schafft es druch seine tollen Stil, dass man das Gefühl hat im
Unterbewusstsein einen farbenfrohen Film zu sehen. Er schafft es die Welt und die Ergeignisse voller Details zu beschreiben, ohne dabei jemals langweilig oder verwirrend zu werden. Dabei steigert sich die Spannung stetig bis zum finalen Höhepunkt, der über das Schicksal der Menschheit entscheiden wird.
Im Gegensatz zu anderen Scifi-Autoren verzichtet Simmons (imo dankenswerterweise) darauf, technische Gegebenheiten in seitenlangen Technikdossiers bis ins Detail zu erklären. Farcasterportale, Waffen, Hawking-Schiffsantriebe...usw sind in der Netzwelt alltäglich und funktionieren einfach. Die Gratwanderung zwischen vorstellbar und physikalisch zu phantastisch gelingt ihm dabei bravourös.
Der Geschichte um die 7 Pilger, das gefürchtete Shrike, den Technocore und die Hegemonie bietet dabei etliche spannende und unerwartete Wendungen der Ergeignisse.
Jedem, der auch nur halbwegs etwas mit Scifi anfangen kann sei diese Saga ans Herz gelegt. Selbst Leute, die sonst nicht soviel mit mit dem Thema anfangen können, sollten diesem Meisterwerk zumindest eine Chance geben. Ich für meinen Teil halte es schon jetzt für eine der besten Spaceoperas, die es zu kaufen gibt.
Die Hyperion-Gesänge:
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Endymion. Pforten der Zeit / Die Auferstehung
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