mcpete
Wohnzimmertisch
Super Spiel, die Open World bringt dem Spiel zwar keinen Mehrwert, eher im Gegenteil, aber der Flow und das Körpergefühl sind einfach grandios. Wer den Vorgänger mochte kann hier auch zuschlagen. Catalyst ist einfach mehr vom selben.
Wer auf die Idee gekommen ist "Skills" wie abrollen und 180 Grad Drehung erst innerhalb eines Skilltrees freischalten zu müssen gehört allerdings gefeuert. Aber es darf wohl kein Spiel mehr ohne Skilltrees und Open world erscheinen, auch wenn es noch so sinnfrei ist.
Technisch ist es auf der PS4 alles andere als sauber. Teilweise extrem spät ladende und verwaschene Texturen, hässliche Modelle und schwache Schattendarstellung lassen die Vermutung aufkommen das hier nicht unbedingt viel Zeit in die Optimierung gesteckt wurde. Ist aber wahrscheinlich bei den zu erwartenden niedrigen Verkäufen eigentlich keine Überraschung. Man muss wohl dankbar sein das überhaupt ein "Nachfolger" erscheint.
Schick ist es dank dem schönen Stil trotzdem.
Wie beim Vorgänger ist es das Gameplay das Mirrors Edge zu etwas Besonderem macht. Die Steuerung ist präzise, durchdacht und komplex genug um ein tolles Spielgefühl zu vermitteln. Wenn man mit Hochgeschwindigkeit über die Dächer springt, rollt und rutscht, nebenbei ein paar Ganoven ohne abzustoppen ins reich der Träume schickt und das ganze mit einem durch eine Rolle abgefederten Risensprung beendet kommt ein absolut einzigartige Flow zu Stande. Ich steh drauf, auch wenn das Spiel sicher nicht der große Wurf ist und viel Fläche für Kritik bieten kann.
Klingt ja doch nicht so schlecht wie erwartet.
Ballern ist komplett rausgenommen? Das war mein großer Kritikpunkt an Teil 1 und hat den Teil für mich völlig runtergerissen.