• Das großartige Treffen dieses Jahr wird nächstes Jahr wiederholt. Wir treffen uns wieder im Sauerlandpark. Diesmal ist der Termin noch nicht fixiert. Also schau im Thread vorbei und gib Bescheid, ob und wann du teilnehmen willst und kannst. Ich will auch!

Geschnittene Kino-Filme und DVDs/BRs

WickerMan

thething gefällt das
John Rambo, Iron Man, aktuell Doomsday und The Happening - wir brauchen einen Thread, der uns in Zukunft davor warnt, in geschnittene Filme zu gehen. :znaika:

Doomsday
 
Wir brauchen eine Behörde, die die Bevölkerung vor der Zensur warnt! :znaika:

Es ist wirklich traurig, dass selbst bei einem FSK-18-Rating eines Kinofilms der Jugendschutz überhaupt noch eine Rolle spielt (genau wie bei Spielen wegen der Werbung, die nur bei einem FSK-Siegel für den Film gemacht werden darf - und die sich bei entsprechendem Budget des Streifens kein Verleih entgehen lassen kann).

Den Herstellern kann man in Fällen wie Rambo oder Doomsday ja keinen Vorwurf machen, beide wurden afaik mehrfach eingereicht. Wenn aber aufgrund einer niedrigeren (und gewinnbringenderen) FSK-Einstufung Schnitte in Kauf genommen wurden, geht das wie bei The Happening (in den USA R-Rating, hier FSK 16) oder Iron Man (hier FSK 12!) überhaupt nicht. Da sollte man dann erst recht dem Kino fernbleiben.
 
Wäre mal interessant zu wissen, ob sowas eher im Sinn der Kinobetreiber liegt oder nicht. Gehen z.B. insgesamt mehr Leute in einen Filme, weil er ab 16, statt ab 18 ist oder bleiben dann eben mind. genausoviele Leute zu Hause, weil sie keinen Bock auf nen geschnittenen Film haben?

Ich war seit 3 Jahren nicht mehr im Kino, aber das liegt eher an unserem bescheidenen Kino mit den saftigen Eintrittspreisen + Fahrtkosten. Dafür kann ich mir auch 3 HDs kaufen und hier habe ich ein gutes Bild, guten Ton und meine Ruhe :zahn:
 
ich bin mir ziemlich sicher das in 16er filme mehr leute reingehen, als in 18er.


generell finde ich beschneidungen auch nicht gut, muss aber sagen das mich das bei spielen eher stört als bei filmen. wenn nicht allzu bescheuert geschnitten wird habe ich damit kaum ein problem. gewaltexzesse in filmen sind sowieso nicht so meins, was dazu führt das ich teilweise geschnittene versionen besser finde als uncut :breit:

btw. ins kino gehe ich mittlerweile sowieso recht selten, gründe sind eigentlich die gleichen wie bei mcpete. zu teuer, zu schlechtes bild, nervige leute, anfahrt usw.
 
Bei Iron Man hat sich das sicherlich gerechnet - es sind doch eh nur eine Handvoll Nerds, die sich wegen Schnitten einen Film nicht ansehen.
Ich kenne selbst einige Leute, die lieber zur FSK16 einer DVD greifen, weil diese billiger ist ("Die paar Minten machen mir nichts aus.").

Die einzige Möglichkeit gegen solche Schnitte vorzugehen, ist einfach dem Kino fern zu bleiben. Wenn das eine Mehrzahl machen würde, dann bräuchte es auch keine Behörde wie Frog sie fordert. Aber sowas ist in Deutschland einfach nicht möglich. :D
 
Wäre mal interessant zu wissen, ob sowas eher im Sinn der Kinobetreiber liegt oder nicht. Gehen z.B. insgesamt mehr Leute in einen Filme, weil er ab 16, statt ab 18 ist oder bleiben dann eben mind. genausoviele Leute zu Hause, weil sie keinen Bock auf nen geschnittenen Film haben?
Ich denke schon. Kinofilme auf eine "FSK 12"-Freigabe runterzuschneiden, hat ja einen großen Vorteil.
Kinofilme, die ab 12 Jahren freigegeben sind, dürfen seit dem 1. April 2003 von Kindern ab 6 Jahren in Begleitung von personensorgeberechtigten Erwachsenen, also nur mit Personen, die Erziehungsberechtigte im Sinne des § 1626 BGB oder Vormund nach § 1773 BGB des Kindes sind, besucht werden.
Gerade bei Harry Potter und Konsorten eine wichtige Regelung.
 
zu doomsday:

Hier fehlt in der deutschen Fassung wie der Soldat über dem Feuer brennt und als er fertig gebraten ist, ihm der Kopf abgeschlagen wird, das Publikum weiter jubelt, und dann Stücke aus dem knusprig gebratenen Kerl geschnitten werden und schließlich auch verspeist werden.

hmmja... darum ists nun wirklich nicht schade, vllt. sollten sich die filmemachen mal gedanken machen und einfach auf plakative gewaltorgien verzichten. spannung und ekel lassen sich auch subtiler gestalten.

warum kann denn sowas ein grund sein nicht ins kino zu gehen? hängt die qualität dieses films von dieser szene ab, oder ist das eher ne sache aus prinzip?
 
Bei den meisten ist das ein Prinzip. Man will den Film eigentlich so sehen, wie der Regisseur ihn sich gedacht und gemacht hat. Ob solche Szenen sein müssen ist natürlich wieder eine andere Frage.
 
hmmja... darum ists nun wirklich nicht schade, vllt. sollten sich die filmemachen mal gedanken machen und einfach auf plakative gewaltorgien verzichten. spannung und ekel lassen sich auch subtiler gestalten.
Das ist deine Meinung, aber du kannst das nicht - wie viele Leute in Deutschland - auf ein allgemeines "man" reduzieren und somit festlegen, was nach unseren christlichen Moralvorstellungen überflüssig oder für erwachsene Leute zumutbar ist und was nicht. Es wird niemand gezwungen, sich so etwas anzugucken.

warum kann denn sowas ein grund sein nicht ins kino zu gehen? hängt die qualität dieses films von dieser szene ab, oder ist das eher ne sache aus prinzip?
Absolut aus Prinzip. Zum einen soll ein Film nicht durch Zensurmaßnahmen verändert werden, da ich einen Film gern gucke, wie der Regisseur ihn haben wollte (wie pete schon sagt). Zum anderen siehe letzter Absatz, ich lasse mich nicht gern medial bevormunden.

Zum Film und der Szene an sich: Sollte man imo nicht bewerten, wenn man den Film nicht kennt. Der Streifen ist eine völlig abgefahrene und rohe Hommage an Genre-Klassiker wie Mad Max 2, Die Klapperschlange, Aliens und noch viele mehr, die sich nur sehr bedingt ernst nimmt. Eine Genreperle für Fans von einem Fan, absolut nicht geeignet für Mainstream-Gucker. Die angesprochene Szene passt sehr gut in den Kontext, ist allerdings auch (wie der ganze Film) ziemlich selbstzweckhaft. Dass genau die Szene in Deutschland nicht durch die FSK kommt, hab ich schon im Kino beim FFF gedacht...

EDIT: Die Beschreibung des Festmahls der Kannibalen-Punks klingt aber auch deutlich schlimmer, als sie wirklich ist. Explizit wird nur gezeigt, wie er verbrennt - der Rest hält sich noch in Grenzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
hmm, ok. so eine szene lässt sich wirklich nur im gesamtkontext befriedigend bewerten. trotzdem nimmt die gewalt imo zu sehr zu und das trifft auf alle medien zu und das finde ich schade. früher gabs den kranken scheiss zwar auch, aber eben unter der theke auf veranzten videobändern... wenn mir heute meine 15 jährige schwester erzählt das sie und ihre freundinnen sich gestern nacht hostel im tv reingezogen haben, wird mir speiübel.

nicht falsch verstehen, ich bin absolut gegen zensur, allerdings bin ich der meinung das unsere medienlandschaft geradezu nach zensur schreit. denn oft wird gewalt zum selbstzweck präsentiert und da lässt sich dann nichtsmehr in irgendeinen kontext setzen. wir lachen heute natürlich über das was in den 80ern geschnitten und verboten wurde, aber imo ist ein lvl. erreicht worden das tunlichst nichtmehr überschritten werden sollte.
 
Ich muss sagen, dass ich WeedFuxs Meinung nicht verstehen kann - gerade er als Zocker hatte in der Vergangenheit auch immer wieder unter solchen Bevormundungen zu leiden.

Und bei Videospielen finde ich den immer höheren Gewaltgrad wesentlich problematischer; hier nimmt man ja aktiv am Geschehen teil, bei Filmen konsumiert man nur. Dazu wird die Grafik in Spielen immer realistischer.
Von meiner Seite aus also kein Verständnis für diese Haltung - aber das habe ich kürzlich ja auch schon im Biergarten gesagt. ;)

Und ich bin auch nicht bereit, mich als volljähriger Bürger bevormunden zu lassen, nur weil Eltern ihre Kinder nicht unter Kontrolle haben und der Gesetzgeber aus Hilflosigkeit mit Verboten und Zensur reagiert.


Dass die ganzen Turture-Porns, Horror-Streifen und brutalen Action-Filme nicht in Kinderhände gehören, versteht sich von selbst. Die gehören imo auch nicht ins Fernsehen, auch nicht geschnitten.
 
Ich steh da eher auf WeedFux Seite ohne gezielt diese Szene bewerten zu wollen, es kann durchaus sein das Sie in den Kontext eines eh schon überzeichneten Films "passt". Aber muss man Gewalt egal in welcher Form unbedingt zelebrieren (gilt in gleicher Form für Videospiele)? Subjektiv betrachtet ist es oftmals einfache Effekthascherei um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, und mich hat schon immer das angedeutete Grauen mehr gefesselt (im Hinblick auf die filmische Darstellung) als das explizit gezeigte. Im Prinzip ist es mir daher wurscht ob ein Film von unnötigen Gewaltszenen befreit wird, solange der Kern erhalten bleibt.
 
genau das ist es. solange die szenen in einen kontext passen hab ich damit keine probleme, siehe z.B. dead rising, welches sehr brutal daherkommt aber im gesamtkontext eher humoristisch wirkt. imo vergleichbar mit einem braindead oder army of darkness. spiele die extreme gewalt als selbstzweck zelebrieren und ohne passenden kontext präsentieren stoßen mich genauso ab wie solche filme.

das argument mit der aktivität stimmt zwar, aber dann könnte man den filmen genauso vorhalten das es dort DEUTLICH realistischer aussieht... imo hebt sich das dann auf, falls man beide argumente überhaupt durchgehen lassen möchte.

mir kommts halt so vor das eben diese extremen sinnlosen gewaltexzesse in filmen drastisch zugenommen haben und dies meist als reine effekthascherei... damit hab ich so meine probleme.
 
Und ich bin auch nicht bereit, mich als volljähriger Bürger bevormunden zu lassen, nur weil Eltern ihre Kinder nicht unter Kontrolle haben und der Gesetzgeber aus Hilflosigkeit mit Verboten und Zensur reagiert.

Ja, leider lässt sich das Problem kaum noch eindämmen dank Internet. Die Kids können doch alles konsumieren und wer nicht genau weiß wie, der bekommt es im 5. Schuljahr auf dem Schulhof erklärt. Zu unserer Zeit (hach) kam man nicht so leicht an "harte" Filme ran. Da musste man schon jemanden kennen, der welche besitzt oder die für einen ausleiht in der Videothek. Klar, das war spannend, wenn man noch keine 18 war, gab es schließlich z.B. detaillierte Gewalt und Gore auch nicht in Videospielen zu bestaunen oder sogar nachzuahmen.

Noch extremer ist das ja mit dem ganzen Porno-Kram. Da bekommt jeder 12-jährige mit zwei Klicks gespreizte Beine auf den Bildschirm serviert...
 
genau, und deswegen mein plädoyer gegen zensur, aber für verantwortungsvollen umgang mit gewalt der medienproduzierenden zunft.
 
Mal ne Frage am Rande: Hostel 2 ist inzwischen nicht mehr ungeschnitten hierzulande zu bekommen, oder? Der wurde ja im Februar indiziert.
 
trotzdem nimmt die gewalt imo zu sehr zu und das trifft auf alle medien zu und das finde ich schade. früher gabs den kranken scheiss zwar auch, aber eben unter der theke auf veranzten videobändern... wenn mir heute meine 15 jährige schwester erzählt das sie und ihre freundinnen sich gestern nacht hostel im tv reingezogen haben, wird mir speiübel.
Das kann ich auch sehr gut nachvollziehen. Gerade im Zeitalter von Internet und Exekutionsvideos via Handy ist das imo ein ernstes Problem. Hinzu kommt, dass (wohl auch wegen eben genannter Dinge) so genannte "Torture Porn"-Filme wie Saw 2-X, die Hostel-Streifen und zahlreiche Nachahmer extreme Popularität erlangt haben. Sowas gab es in den 80ern und 90ern nicht. Natürlich kam man minderjährig auch mit Evil Dead, Gesichter des Todes oder Braindead in Kontakt, aber das auch nur Hintergrund. In der Öffentlichkeit haben die Filme nahezu nicht existiert, heute laufen sie in jedem Kino und/oder sind in den DVD-Charts.

Dass gerade sowas wie explizite und humorlose Folter in Filmen so populär geworden ist, finde ich bedenklich. Ich habe ja nun bekanntlich überhaupt nichts gegen überzogene Gewalt in Medien, aber es muss imo immer einen Unterhaltungswert abseits der reinen Sensationsgier geben - und das sehe ich bei den "Schmerzpornos" nicht oder nur sehr begrenzt. Im Spielebereich trifft das imo z.B. auf Manhunt 1 zu, allerdings steckte da immerhin noch ein gutes Spiel dahinter.
 
Der unglaubliche Hulk läuft, wie im "Zuletzt gesehen"-Thread bereits erwähnt, sowohl geschnitten als auch ungeschnitten bei uns an:

Um eine größere Zielgruppe anzusprechen wurde jetzt auch die Comicadaption Der unglaubliche Hulk für die FSK 12 Freigabe zensiert. Ungefähr 2 Minuten wurden gegenüber der 112 Minuten langen und unzensierten Originalfassung geschnitten. Bereits der erste Teil von 2003 erlitt bei der Kinoauswertung dieses Schicksal, wurde allerdings auf DVD dann in der ungekürzten FSK 16 Fassung veröffentlicht.

Genaue Details über die Kürzungen sind zum jetzigen Zeitpunk nicht bekannt. Jedoch wird nach den ersten Previews berichtet, dass speziell der finale Kampf zwischen dem Hulk und Abomination einiges an Federn lassen musste.

Nach aktuellen Informationen wird es aber auch Vorstellungen geben, in welche die FSK 16 Fassung gezeigt werden soll. Allerdings werden von der ungeschnittenen Fassung wohl nur eine stark begrenzte Anzahl von Kopien im Umlauf sein. Denn die meisten Kinos werden auf die kassenträchtigere FSK 12 Version zurückgreifen. Von daher empfiehlt es sich, sich vorher beim Kino über die jeweilige Fassung zu informieren.
Quelle

FSK12: 110 Minuten
FSK16: 112 Minuten
 
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