Saban in Eile: Verkauf von ProSiebenSat 1 steht unmittelbar bevor

Bronson

Neuling
Saban in Eile: Verkauf von ProSiebenSat.1 steht unmittelbar bevor



Der Verkauf der ProSiebenSat.1 Media AG könnte deutlich schneller vonstatten gehen als bislang vermutet. Bereits in der kommenden Woche soll über ein Verkaufsangebot des Mehrheitseigners Haim Saban abgestimmt werden
Die Saban Capital Group will den Verkauf der ProSiebenSat.1 Media AG beschleunigen. In einem Schreiben, das dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ vorliegt, bietet Haim Saban den ursprünglichen Verkäufern der Senderkette eine Einmalzahlung von 15 Millionen Euro an, um sich aus einem Passus des einstigen Übernahmevertrages herauszukaufen.

Darin wurde festgelegt, dass Saban und seine Mitinvestoren ihre Anteile an dem Fernsehkonzern erst nach zwei Jahren weiterverkaufen dürfen. Das wäre erst im August so weit. Bei einer Veräußerung der Anteil vor Ablauf der Frist würden dem Insolvenzverwalter der KirchMedia, der den zusammengebrochenen Konzern an Saban verkauft hatte, laut Vertrag 80 Prozent der Mehrerlöse zustehen.

Saban hat es offenbar sehr eilig. Die 15 Millionen Euro sollen gezahlt werden, wenn der Vertragspassus so geändert wird, dass Saban ab sofort und ganz offiziell mit Interessenten Verhandlungen aufnehmen kann. In wenigen Tagen treffen sich die Mitglieder des Gläubigerausschusses, um über das Angebot von Saban abzustimmen. Nach „Spiegel“-Informationen tendieren wichtige Ausschussmitglieder dazu, darauf einzugehen.

Als potentieller Käufer der Sendergruppe gilt die Axel Springer AG. Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Verlagsgruppe, war laut dem „Spiegel“-Bericht bereits Ende Januar nach Los Angeles gereist, um mit dem amerikanischen Milliardär über den Einstieg bei ProSiebenSat.1 zu verhandeln.

Quelle: http://dwdl.de/content/home/
 
Axel Springer Verlag kurz vor Übernahme von ProSiebenSAT.1?



Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" steht die Übernahme der ProSiebenSAT.1 Media AG durch den Axel Springer Verlag nun unmittelbar bevor. Das Verlagshaus will seine Anteile auf über 50 Prozent aufstocken, Saban soll Aktionär bleiben
Die Anzeichen für eine baldige Übernahme der ProSiebenSAT.1 Media AG durch den Axel Springer Verlag mehren sich. Bereits Ende Januar war Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Verlagsgruppe, nach Los Angeles gereist, um mit Haim Saban über den Einstieg bei ProSiebenSat.1 zu verhandeln.

Ende vergangener Woche wurde nun bekannt, dass Saban den ursprünglichen Verkäufern der Senderkette 15 Millionen Euro anbietet, um sich aus einem Passus des einstigen Übernahmevertrages herauszukaufen, nach dem bei Veräußerung der Anteile vor Ablauf von 2 Jahren dem Insolvenzverwalter der KirchMedia 80 Prozent der Mehrerlöse zustehen. Der Gläubigerausschuss der KirchMedia wollte diesem Vorhaben bislang jedoch noch nicht zustimmen.

Laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" plant Springer nun, seinen Anteil an der Fernsehkette auf über 50 Prozent auszubauen. Bislang besitzt der Springer Verlag 11,8 Prozent der Anteile an ProSiebenSAT.1. Die gegenwärtigen Hauptaktionäre der Sendergruppe sollen sich im Prinzip bereits einverstanden erklärt haben. Nun solle binnen kurzer Zeit ein Kaufvertrag ausgehandelt und dem Kartellamt zur Genehmigung vorgelegt werden.

Der Axel Springer Verlag wollte diesen Bericht bislang jedoch nicht bestätigen. Ein Dementi klingt allerdings auch anders als "das sind Spekulationen, die wir nicht kommentieren", wie eine Sprecherin des Verlags zitiert wird.

Ein Investorengruppe um den Milliardär Haim Saban hatte die Senderkette von der insolventen KirchMedia für 750 Millionen Euro übernommen. Diese Investoren könnten nun wie geplant mit Gewinn wieder aussteigen, wenn es wie angesprochen gelingt, den Passus aus dem einstigen Übernahmevertrag zu lösen, da die zweijährige Frist erst im August auslaufen würde. Springer soll jedenfalls bereits sein, bis zu 1,3 Milliarden Euro für die Senderkette auf den Tisch zu legen.

Haim Saban selbst, der auch Aufsichtsratsvorsitzender bei der ProSiebenSAT.1-Gruppe, zu der neben ProSieben und SAT.1 auch Kabel 1, N24, 9Live und sonnenklar.tv gehören, ist, will laut der "Süddeutschen Zeitung" auch nach der Übernahme Aktionär bei der Senderkette bleiben.



Quelle
 
Axel-Springer-Verlag übernimmt ProSiebenSat.1

Einem Umbruch in der deutschen Medienlandschaft, der sich bereits einige Zeit ankündigte, steht nun nichts mehr im Wege: Der Axel-Springer-Verlag übernimmt Deutschlands größten TV-Konzern ProSiebenSat.1. Dazu kauft der Verlag für knapp 2,5 Milliarden Euro die Anteile der Investorengruppe um den US-Milliardär Haim Saban, hieß es in einer am heutigen Freitag verbreiteten Erklärung der Axel Springer AG. Anzeige


Europas größter Zeitungsverlag, zu dem unter anderem die Boulevard-Zeitung Bild und die konservative Tageszeitung Die Welt gehören, erlangt damit die vollständige Kontrolle über Fernsehsender wie ProSieben, Sat.1 und den Nachrichtenkanal N24; bislang hatte Springer bereits einen Anteil von 12 Prozent an der TV-Gruppe. Nach Abschluss des Deals soll der Axel-Springer-Verlag 62,5 Prozent des Gesamtkapitals und alle Stimmrechte bei dem TV-Konzern halten. Der Übernahme der ProSiebenSat.1 Media AG müssen allerdings die Kartellbehörden noch zustimmen.

Springer will die Übernahme größtenteiles bar bezahlen. Den freien Aktionären soll ebenfalls ein Übernahmeangebot gemacht werden. Nach Abschluss des Übernahmeangebots will sich Springer über die Ausgabe neuer Aktien im Rahmen einer Kapitalerhöhung frisches Geld beschaffen. Später sollen dann die Axel Springer AG und ProSiebenSat.1 verschmolzen werden.

Springer will sich mit dem Einstieg ins TV-Geschäft ein zweites Standbein schaffen und gibt sich selbstbewusst: "Mit der Übernahme der profitabelsten deutschen TV-Sendergruppe durch Axel Springer entsteht der einzige börsennotierte Medienkonzern in Deutschland, der sowohl im Printmedien- als auch im TV-Geschäft tätig ist." Saban und eine Gruppe von Finanzinvestoren hatten ProSiebenSat.1 vor zwei Jahren von der der insolventen Kirch-Media übernommen. (jk/c't)


Heise
 
Und Saban steigt beim Axel Springer ein oder sowas ähnliches - mein ich ejdenfalls vernommen zu haben.
 
TV-Deal bringt Saban-Gruppe rund 1,6 Milliarden Euro

Es ist ein Geschäft, wie es im Lehrbuch steht: 2003 hatte Haim Saban aus den Ruinen des Kirch-Imperiums zum Schnäppchenpreis die TV-Senderkette ProSiebenSat.1 übernommen. Jetzt bringt ihm der Verkauf an Springer geschätzte 1,6 Milliarden Euro ein.

[IMG]
US-Milliardär Saban, Springer-Chef Döpfner: "Unglaublich, dass da niemand zugegriffen hat"


Hamburg - Die von Saban geführte Investorengruppe German Media Partners habe in den vergangenen Jahren für seine Anteile insgesamt rund 830 Millionen Euro bezahlt, schätzt der HVB-Analyst Peter-Thilo Hasler - die genaue Summe ist unbekannt. Durch den Verkauf der Anteile an den Springer-Verlag bekommt der Milliardär jetzt 2,47 Milliarden Euro.

Saban hat also ein Bombengeschäft gemacht - während seine deutschen Kollegen nach der Kirch-Pleite offenbar geschlafen haben. Fast niemand zeigte Interesse an ProSiebenSat.1. Einziger Bieter war der Heinrich-Bauer-Verlag, den Saban mit einem etwas höheren Angebot aber schnell aus dem Rennen drängte.

"Haim Saban hat einfach eine gute Nase gehabt", erklärt Analyst Hasler die Trägheit der deutschen Investoren. Damals seien die meisten davon ausgegangen, dass das Fernsehunternehmen gemeinsam mit dem Kirch-Imperium untergehen würde. Der Aktienkurs sei sehr schlecht gewesen, "da wurde ein Katastrophenszenario ausgemalt."

Der US-Milliardär selbst wunderte sich, dass ihm das Fernseh-Unternehmen so kampflos überlassen wurde. In einem Interview mit dem SPIEGEL erklärte er im März 2004, er habe kaum glauben können, dass keiner der deutschen Medienkonzerne die Gelegenheit nutzte: "Das war ein Geschäft ohne Risiko, ein 'No Brainer', wie wir hier sagen. Vergessen Sie mal die Konzerne. Deutschland hat laut der berühmten Forbes-Liste aller weltweiten Milliardäre die zweitgrößte Anzahl von Milliardären nach den USA. Es ist absolut unglaublich, warum da niemand zugegriffen hat."

Es ist nicht das erste Mal, dass Saban Gespür für Timing beweist. Die Grundlage seines Milliardenvermögens legte der 61-Jährige, als er im Jahr 2001 gemeinsam mit dem Partner News Corp. den Familiensender Fox Family Worldwide für insgesamt 5,3 Milliarden Dollar an den Disney-Konzern verkaufte. Das Unternehmen produzierte und vertrieb unter anderem die "Power Rangers", deren populäre US-Version Saban geschaffen hatte. Der Deal galt als der größte in der Geschichte Hollywoods und der Moment für den Verkauf war ideal gewählt: Die Preise für Kinder- und Jugendprogramme sind seither weltweit abgesackt.

Anne Seith


Spiegel-Online
 
Zurück
Oben