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QuelleNach dem Desaster von „Gothic 3: Götterdämmerung“ war JoWooD in der Pflicht, zusammen mit Spellbound eine echte Glanzarbeit abzuliefern. Und auch wenn „Arcania“ vom Referenzniveau noch ein Stück entfernt ist, macht die „Gothic“-Reihe damit wieder einen großen Schritt nach vorn. Ob „Gothic“-Fans allerdings mit den Konzessionen an den Konsolen- und Massenmarkt einverstanden sein können, müssen sie wohl durch vorheriges Probespiel entscheiden. „Arcania“ trägt sicherlich noch „Gothic“ in sich. Aber es ist nun mal so, dass ein Teil der Faszination der vorigen Teile und auch von „Risen“ darin bestand, dass man sich als Spieler diese Welten in vielfacher Hinsicht erkämpfen musste. Das bedeutend zugänglichere „Arcania“ löst daher einfach nicht die gleichen Gefühle aus, wenn man einen Kampf gewinnt oder endlich den Einsatzort einer Quest gefunden hat.
Umgekehrt werden nun alle glücklich, die eben verdammt noch mal eine Markierung an genau dem Ort haben wollen, zu dem es zu traben gilt. Die Lernkurve ist jetzt viel angenehmer, die Spielwelt anders, aber absolut fantastisch, und die altbewährte Hatz nach Erfahrungspunkten und neuen Waffen sorgt für wohldosierte Freisetzung von Glückshormonen. Insbesondere der Zuwachs an neuen Waffen und Fähigkeiten, wenn auch überschaubar, wurde gut auf die Spielzeit verteilt. Allein die später ins Monotone tendierenden Kämpfe und die wenig aufregende Story sind klare Schwachstellen, die „Arcania“ unnötig runterziehen. Dennoch: Ein weiteres deutsches Studio beweist hier, dass es ein Rollenspiel auf der Höhe der Zeit abliefern kann. Das dürfte beim zweiten Versuch nur noch deutlich besser werden. Weiter so, Spellbound.
Ich persönlich habe Risen verschlungen, war für mich das Rollenspiel des Jahres nach Dragon Age.
Dragon Age musst (!) Du spielen, die Addons kannste fast weglassen![]()